Update…

Update

Nur ganz kurz wir leben noch und sind tatsächlich in Jordanien. Nach einer Nacht in der Wüste haben wir eben im Hotel in Amman eingecheckt. Jetzt kommt erst mal der drin der letzten vier Tage Wüste runter. Ich melde mich dann wahrscheinlich morgen nochmal mit ausführlicheren Berichten.

Viele Grüße
Carlos

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #SyrianBorder #Jordanien

Tag 17 – 23.05.2017…

Tag 17 – 23.05.2017

Der Morgen nach der Wüstenparty war heftig. Schlagartig verkatert aufzuwachen weil es schlichtweg bollenheiß wird, ist recht knackig. Außerdem erschien es bei Tag und guter Sicht nicht mehr ganz so erstrebenswert, sich für den Toilettengang mit Klappspaten und Klopapierrolle in die Wüste zu begeben. Also sind wir kurz zur nahegelegenen Tankstelle gefahren und haben danach unseren Lagerplatz aufgeräumt.

Da sich Donald Trump derzeit in Jerusalem aufhielt und er den Parkplatz, der als Fahrerlager vorhergesehen war, als Landeplatz für seinen Helikopter in Beschlag genommen hatte, konnten wir erst ab 16:00 Uhr in Jerusalem einfahren. Uns kam das ganz gelegen, denn nach dem vollgepackten Tag zuvor, hatten wir große Lust die Wüste auf eigene Faust zu erkunden.

So sind wir dann gemeinsam mit dem AOR 2017 Team #11 “meh.”, dem Team 101 Nacht und den Charity Explorers auf den Weg in einen nahegelegenen Canyon gemacht. Dort sollten wir ein Foto schießen auf dem wir, wie einst Ben Gurion, einen Kopfstand machen sollten.

Der Canyon sag aber so schön aus und verfügte zudem über einige 4×4 Strecken, dass wir unsere Kolonne nach Antriebsart aufteilten. Wir und die Charity Explorers wollten die Allradstrecke durch den Canyon wählen, die anderen zunächst die reguläre Canyonstraße um dann weiter ans Tote Meer zu fahren.

Kurz nach unserem Aufbruch riss dann der Schlauch von Brains Kühler nochmal. Wir ersetzten ihn mit einem Kühlerschlauch den wir vom Team Bodensee Express bekommen hatten. Der hatte nur einen Schönheitsfehler: Der Temperatursensor fehlte. Wir haben das kurz ausprobiert, aber ohne den Sensor lief Brains Lüfter nur auf Sparflamme, was bei Offroadstrecken in der Wüste den Hitzetod des Motors bedeutet hätte. Anderseits könnten wir den Lüfter auch nicht einfach mit Dauerstrom versorgen, denn vom Opel der meh.s wissen wir ja schon, dass der Lüftermotor das nicht aushält. Die einzige Option war es also das noch unbeschädigte Schlauchstück mit dem Temperatursensor auszuschneiden und mit Schlauchschellen einzubauen. Dafür benötigten wir aber ein Stück Rohr um die beiden Schläuche zu verbinden. Wir haben alles abgesucht: Die Rohre am Straßenrand waren zu dünn, die Auspuffrohre der OK-Autos zu groß und den Schirmständer wollte das Personal des Parkes nicht hergeben. Dann kam uns die Idee. Mit der Akkuflex der Charity Explorer sägten wir ein Stück aus Brains Kuhfänger, das passte perfekt.

So repariert ging es dann weiter durch den Canyon, bis zu einer Oase und von dort über eine extrem steile Schotterpiste und durch die Wüste und wieder auf die Schnellstraße. Die Strecke war wahnsinnig geil. Die Fronteras und Explorer kamen an ihre Grenzen: Schräglagen über 45 Grad, Gräben und Löcher bei denen wir aufsetzten und Brain sich frontal mit der Seilwinde eingrub. Schotterpisten mit kopfgrossen Steinen und Sandberge so steil, dass wir nur mit Vollgas hinauf schießen konnten. Schaut euch die Bilder an, aber bedenkt, dass das auf Bildern und Videos immer sehr viel harmloser aussieht als es tatsächlich ist. In jedem Fall hatten wir eine Menge Spaß!

Für den weiteren Weg entschieden wir uns durchs Westjordanland zu fahren und uns die israelische Siedlungspolitik selbst anzusehen. Also vorbei an den Polizeikontrollen und ab ins palästinensische Autonomiegebiet. Tatsächlich ist das Gebiet sehr viel dichter besiedelt als ich mir das vorgestellt hätte. Im Prinzip reihen sich Siedlungen der Israelis an Städte der Palästinenzer.

Eingeschüchtert durch die Erzählungen der Israelis mit denen wir gesprochen hatten und den eindeutigen Warnschildern, wagten wir uns zunächst nicht von der Hauptstraße und durchquerten das Westjordanland zügig. Nur Bethlehem wollten wir auf jeden Fall sehen. Also passierten wir das Schild, das vor Lebensgefahr warnte und fuhren mit mulmigem Gefühl in die palästinensische Siedlung ein. Es kam wie es kommen musste: 300 Meter nach dem Warnschild war Pinkys Reifen platt. Eine Vollbremsung vorher, die aufgrund der ausgefallenen Bremse mit blockierenden und rauchenden Reifen endete, hatte das letzte Profil von den sowieso fertigen Winterreifen gerieben. So sind wir schnell an die Seite gefahren um in Höchstgeschwindigkeit das Rad zu wechseln. Sofort wurden wir angesprochen, dass auf der anderen Seite doch eine Werkstatt sei. Erst wollten wir abwinken, doch schon zerrte der dortige Mechaniker eine hydraulischen Wagenheber über die Straße und verscheuchte uns mit einem barschen “Go away” von unserem Auto. In nur drei Minuten war das Rad gewechselt. Geld nahm er keines. Wir erzählten ihm wo wir herkommen und was wir machen. Er erklärte er liebe Deutschland und zeigt uns Bilder von seinem Golf 5 GTI und hinterließ eine Telefonnummer auf unserem Auto. Alle Vorurteile haben sich mal wieder als falsch erwiesen. Die Menschen haben uns, als am Konflikt unbeteiligte Fremde, freundlich und hilfsbereit empfangen.

Mit gewechselten Rad ging es dann durch Bethlehem und vorbei an der von den Israelis errichten, ca. 5 Meter hohen Betonmauer durch die Stadt nach Jerusalem. Dort suchten wir unseren Parkplatz an der “First Station” auf. Das war die erste Bahnstation Israels die in Jerusalem den Anfangspunkt der Verbindung nach Tel Aviv darstellte. Heute sind die Räume zwischen den Schienen mit Holz verkleidet und auf den ehemaligen Bahnsteigen finden sich jede Menge Restaurants, Cafés und Bars.

Als wir dann aufbrechen wollten im die Altstadt inklusive Klagemauer, Felsendom und Co zu besichtigen, kam ein Fahrzeug des Team “meh.” auf den Parkplatz und Andi berichtete aufgeregt, dass eine Leitung an der Servopumpe geplatzt sei und der BMW, dem durch das verteilte Hydrauliköl der Keilriemen abgerutscht ist, an einem Berg ca. 3 km entfernt stehe und sie ihn mit ihren anderen Autos nicht geschleppt bekämen.

Zum Glück war Tom von den Charity Explorern sofort bereit zu helfen und den BMW mit seinem Sechszylinder 4,0l Hubraum Explorer abzuschleppen. Und so brachen die beiden wieder auf und holten den BMW nach.

Dann gingen wir gemeinsam in der First Station essen um uns danach aufzuteilen. Andi uns Marc machten sich an die Reparatur des BMW während wir ins mit dem Rest der meh.s und Tom auf Sightseeingtour in die Altstadt begaben. Obwohl die meisten Läden wegen der aktuell begangenen Jerusalemtage geschlossen waren, ist die Stadt absolut faszinierend. Die Kontraste zwischen den verschiedenen Religionen, Alt & Neu sowie den Touristen und den orthodoxen Juden ziehen einen in den Bann. Dazu die verwinkelte Altstadt – auch hier könnte man Tage wenn nicht Wochen verbringen.

Für uns war nach einem Rundgang allerdings Schluss und wir stiegen in unsere Betten um für den nächsten Tag und die Fahrt nach Jordanien fit zu sein.

Wir freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten Besuch in Israel und diese faszinierende Region besser kennen zu lernen.

Viele Grüße
Carlos

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #TimeOfOurLifes #TeamMeh #CharityExplorers #SelbstIstDerFehlzünder #Jerusalem #Westjordanland

P.S.: ich versuche diese Beiträge aus dem israelischen Netz hochzuladen und vorzuplanen wenn das nicht klappt kommen sie eben gebündelt aus dem nächsten WLAN

Tag 16 – 22.05.2017…

Tag 16 – 22.05.2017

Israel! Tel Aviv! Als wir morgens aufwachten könnten wir es noch immer nicht fassen! Wir haben wirklich Israel erreicht. Vor einem Jahr haben wir noch diskutiert ob das mit dem Auto überhaupt möglich sein könnte. Heute haben wir es dank der Allgäu-Orient-Rallye wirklich geschafft.

Trotzdem ging es gleich hektisch los: der Start war für 10:00 Uhr geplant und schon um 11:00 Uhr sollten wir bei einer Schule sein um Schulranzen abzugeben. Natürlich sind wir erst um 10:00 Uhr los gekommen um noch schnell den angeblich besten Humus der Welt in Jaffer zu besorgen. Schon in diesem winzigen Laden hätte ich einfach bleiben können. Ein kleiner Raum, wackelige Stühle, alle Plätze belegt und durch das Fenster wird Humus to Go verkauft.

Für uns gab es “nur” Humus to go, Linsenpampe und 20 Pitas für uns und das AOR 2017 Team #11 “meh.”. Dann noch schnell ins Auto. Und vollgepackt mit guten Sachen machten wir uns auf den Weg zur Schule.

Die Schule gehört zur einzigen Geneinde Israels in der Araber und Juden bewusst und gewollt zusammen leben. Rund 60 Familien sind es derzeit. Auch die Schulklasse an die wir die Ranzen verteilen durften, wird auf Hebräisch und Arabisch unterrichtet. Die Kinder freuten sich riesig über die neuen Schulranzen in denen wir auch einen Brief hinterlegt haben. Vielleicht bekommen wir ja demnächst Post aus Israel.

Von der Schule aus ging es zur “Mony Winery”. Der Weg war lediglich als Chinesenrallye – also in Form von Fotos von Wegweisern – beschrieben und führte uns durch einen wunderschönen Nationalpark zur Winzerei. Die war in einer früher von Mönchen zur Pilzzucht genutzten Höhle untergebracht. Der Wein war nicht schlecht aber da wir ja bereits am Vortag ordentlich Bier eingekauft und haben verzichtet.

Als nächstes sollten wir in einer Höhle Fläschchen abholen die für eine spätere Aufgabe benötigt werden. Auf dem Weg dorthin kam vom Team “meh.” plötzlich der Funkspruch “der Esslinger hat Rauch aus dem Motorblock!”. Natürlich haben wir sofort gehalten. Das Ergebnis lautete – Glück im Unglück. Der Kühlerschlauch war gerissen. Während Lyssi und ich zur Höhle, die früher übrigens zur Taubenzucht genutzt wurde gelaufen sind, haben Stephan und Josh mit Hilfe der meh.s den Kühlerschlauch gekürzt und wieder montiert.

Nächstes Ziel war eine Einrichtung für ehemalige Drogensüchtige und solche auf Entzug. Leider kamen wir zu spät um mit zu musizieren, weil uns der Schlauch unterwegs abermals im Stich lies und auf einer Verkehrsinsel auf der Schnellstraßenauffahrt repariert werden musste. Trotzdem konnten wir die Instrumente und die 70er Jahre Dinge für den Secondhandladen abgeben und die Einrichtung ansehen. Das Ganze ist ein autonomes Dorf mitten in der Wüste. Die Bewohner gehen durch alle Altersklassen wobei der Schwerpunkt tatsächlich zwischen 35 und 40 liegt.

Schon auf dem Parkplatz haben wir dann angefangen mit Pinky & Brain im Sand zu spielen. Das macht richtig Laune. Nur der Sand steckt seither in allem Ecken und Ritzen des Autos. Und, soviel verraten wir schonmal, wir haben noch ordentlich nachgefüllt.

Nächster und letzter Stopp des vollgepackten Tages war das Wüstencamp und das war unangefochten das beste Camp und der tollste Abend der Rallye. Die Jungs von Grutarallye haben einen Truck mit eingebauter Bar, Grill und einer riesen Anlage aufgebaut. Nachdem wir bei Bier für schlappe 6 € den Becher eine Präsentation der Grutarallye angesehen haben, haben Josh und ich beschlossen dass wir da unbedingt mitmachen müssen. Vier Tage mit Autos für 1000 Schekel hardcore Offroad. Allrad ist verboten und Autos sind in Israel sehr viel teurer als in Deutschland. Das sind also echte Rostschleudern.

Danach haben wir bei Sandsturm gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Mitten in der Wüste, die Atmosphäre des Sandsturmes, laute Musik und Leuchtpistolen… einfach unbeschreiblich.

So ganz genau kann ich nicht mehr sagen wann wir ins Bett gingen aber irgendwann gegen vier.

Es kann sein, dass die nächsten Posts etwas später kommen. Wir sind noch einen Tag durch Israel gefahren und werden heute in die jordanische Wüste ziehen. Internet wird es dort wahrscheinlich nicht geben.

Viele Grüße
Carlos

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #TeamMeh #Wüstencamp #Grutarallye #WeLoveGrutarallye #israel #TimeOfOurLifes

Update…

Update

Wir sind im Jordanien. Jedenfalls so halb denn noch müssen wir Schlange stehen um an verschiedenen Häusschen einen Haufen Stempel zu bekommen.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #GrenzenKostenZuvielZeit

Allianz Generalvertretung Markus Reich -…

Allianz Generalvertretung Markus Reich – RKS Reutlingen

Auch in der Wüste gilt “Hoffentlich Allianz versichert” 😉. Mit Vollgas durch die Offroadstrecken. Und glaubt uns das sieht viel lockerer aus als es war. Die Fronteras saßen mehrfach und haben sich auch mal kopfüber festgefahren.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #AllianzReich

Danke!…

Danke!

Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich bei Immobilien Merz für die Unterstützung. Nur durch ihre Hilfe könnten wir auch in Israelis der mit neuen Schulranzen glücklich machen!

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #ImmobilienMerz

Lebenszeichen…

Lebenszeichen

Wir sind noch da! Momentan in Jerusalem- einer fantastischen Sachen Stadt. Es passiert nur so viel, dass ich nicht zum schreiben komme. Heute fahren wir nach Jordanien in die Wüste. Ich vermute Internet haben wir erst wieder übermorgen.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #VielZuVielZuSehen #VielZuWenigZeit #NeverStopRallye

Update…

Update

Hier in Israel bestehen erhebliche Gefahren durch unberechenbare Lebewesen auf den Straßen.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #WeLoveIsrael #BockAufBallern

Tag 14 & 15 -…

Tag 14 & 15 – 20. bis 21.05.2017

Meinen letzten Bericht habe ich im Hotel in Adana beendet. Es regnete fürchterlich und wir saßen in der Lounge des Hotels. Schließlich haben wir uns dann dazu aufgerafft noch ein wenig in die Stadt zu schauen und einen Barbier aufzusuchen.

Gesagt – getan. Nach einem Besuch beim Bäcker und einer Saftbar wurden wir von einem der Mitarbeiter der Saftbar zum Barbier geleitet. Der türkische Barbier ist immer einen Besuch wert. Die Situation ist ein wenig wie beim Arzt: der Barbier entscheidet was gut für einen ist. Und so wurden die Bärte von Josh und mir einer ausführlichen Behandlung unterzogen und unsere Köpfe so gründlich gewaschen, dass ich die Augen vor der Seifenladung gar nicht mehr zubekommen habe. Nach und folgten noch die Jungs vom AOR 2017 Team #11 “meh.”. Und auch die von Team 101 Nacht. Wir haben uns allerdings mit dem Team “meh.” aus dem Staub gemacht und sind essen gegangen. Wie in der Türkei gewohnt war das Essen üppig und fantastisch. Der Tisch bog sich sprichwörtlich unter der Last der Speisen.

Zurück im Hotel gab es noch ein kühles Feierabendbier und danach ging es ins Bett denn schließlich war schon für 4:30 Uhr der Shuttlebus zum Flughafen angekündigt.

Am nächsten “Morgen” lief auch tatsächlich alles pünktlich ab: Frühstück um 4:00 Shuttle um 4:30 und ab in die Erste von drei Sicherheitskontrollen am Flughafen in Adana. Zuerst hielten wir die drei Stunden am Flughafen für übertrieben. Aber da tatsächlich drei mal alles kontrolliert wurde, wurden die letzten Fahrer von der Sicherheitskontrolle Nr. 3 direkt zum Flugzeug gefahren.

So ein Flug ist ja nichts besonderes. Außer einem wird nach ca. 40 Minuten mitgeteilt, dass man leider nicht in den Luftraum des Ziellandes einfliegen dürfe und daher umgedreht werde. Zunächst hielten wir das für einen schlechten Scherz. Als aber Zypern ein zweites Mal unter uns durch zog, ging unsere Laune in den Keller.

Erst nachdem wir sehr unsanft wieder in Adana gelandet waren konnten alle die Handys zücken und schnell war geklärt, dass sich der Pilot nicht richtig für den israelischen Liftraum angemeldet hatte. Ob die Ursache Unvermögen war oder eine Schikane der Israelis wird wohl auf immer ungeklärt bleiben. Ohne uns aussteigen zu lassen wurde nach der Nachbetankung ein weiterer Versuch gewagt der uns dann auch tatsächlich nach Israel brachte.

Vom Flughafen Tel Aviv ging es dann mit der Bahn nach Haifa zum Hafen. Dort wurden wir von der Mutter zweier israelischen Fahrer mit Sandwiches, Kuchen, Tee und Kaffee empfangen. Das verkürzte die ca. zwei Stunden Wartezeit bis wir unsere Autos abholen konnten immens. So sagen wir, mit einem Tee in der Hand, “unserer” Fähre beim Einlaufen in den Hafen zu und konnten wenig später unsere geliebten Autos von der Fähre holen. Allerdings hatten die die Fahrt nicht ganz unbehelligt überstanden. Die Sterne des Morgenlandes, die als einziges Team auf der Fähre mitfahren durften, hatten einigen Teams und eben auch uns die Motorhauben in DIN A1 Größe mit ihren Logos verziert.

Dennoch ging es erstmal durch die israelischen Zollkontrollen (Durchsuchung, Israelische Fahrerlizenz, und Hunde) und dann zur Alexander Brewery wo wir nicht nur die mitgebrachten Biere und den Hopfen abgaben, sondern auch deren fantastisches Bier testen konnten. Das war so gut, dass wir einen gemischten Kasten für 70 € mitgenommen haben.

Von dort ging es nach Tel Aviv wo wir unser Nachtlager im Hafen von Jaffer aufschlugen und mit den Team Kamelroas – Allgäu Orient Rallye 2017 und Team BorderCross essen waren. Auch hier war das Essen fantastisch und vor lauter Tellern und Schalen war kein freier Platz auf dem Tisch. Das Essen ist filigraner und vielfältiger als das Türkische und dann kommt der gigantische Humus dazu. Einfach traumhaft.

Josh und Stephan waren unterdessen schon mit dem Team “meh.” ins alte Jaffer gegangen und haben dort nicht nur gegessen sondern auch einige fürs Roadbook notwendige Fotos gemacht.

Nach dem Essen kamen wir alle zurück ins Fahrerlager und stellten fest, dass die Sterne des Morgenlandes wieder da waren. Die Gelegenheit haben wir dann ebenfalls genutzt um uns für die Logos zu revanchieren und haben die Kuhfänger und Sterne ihrer E-Klassen pink lackiert.

Gegen halb zwei war es dann endlich Zeit in unsere Autos zu klettern und zu schlafen. Israel ist ein wunderschönes Land mit unglaublich freundlichen Einwohnern die uns an jeder Ampel begrüßen und wahnsinnig interessiert sind. Drei Tage sind viel zu wenig um dieses Land kennen zu lernen. Wir müssen hier unbedingt nochmal in Ruhe her kommen. Im Moment werden wir vor lauter Eindrücken nur so erschlagen.

Viele Grüße
Carlos

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #israel #VielZuWenigZeit #SchilderGeltenWieder

Update…

Update

Der Bericht von gestern kommt morgen. Wir sind damit beschäftigt in der Wüste bei Sandsturm zu feiern.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #Grutarallye

Update…

Update

Wir sind zurück in Adana. weil wir nicht in Israels Luftraum einreisen durften. In den letzten Minuten wurde viele spekuliert. Jetzt steht fest, dass der Pilot von SunExpress -Sunexpress Deutschland vergessen hat den Einflug in den Luftraum anzukündigen. Sunexpress ist übrigens eine Lufthansa Tochter. Daher haben uns die Israelis zurück geschickt. Es sieht im Moment so aus als ob aufgetankt werden würde und wir wieder starten.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #LieberFahrenAlsFliegen

Update…

Update

Wir haben es durch drei (!) Gepäckkontrollen geschafft und warten nun in Adana auf unsere Flieger nach Israel.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #DiePedaleFehlen

Tauchen?…

Tauchen?

Da scheint etwas essentiell schief zu gehen. Unsere Autos scheinen irgendwo unterwegs ausgesetzt worden zu sein.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #KönnenFronterasSchwimmen

Tag 13 – 19.05.2017…

Tag 13 – 19.05.2017

Der dreizehnte Tag sollte verdammt lang werden, denn es stand nicht nur der ganz alltägliche Wahnsinn sondern auch noch die Verladung unserer Autos auf die Fähre an.

Aber von vorn: Der Tag begann auf dem Parkplatz des SIDE ROYAL PALACE HOTEL. Ein selten hässliches Fleckchen neben einem unverschämt prunkvollen Hotelbau der von außen einem osmanischen Palast gleichen soll, von innen aber eher an ein Bordell erinnert. Dort sollte es Duschen geben, die wir nutzen können sollten. Mein erster Ausflug zur Erkundung endete am Hotel als ein leichter Regen einsetzte. Zuerst dachte ich noch, dass das sicher gleich vorbei sei. Als der Regen jedoch immer stärker wurde und ich Lyssi in der Ferne uns Auto rennen sah, bin ich aus dem Schutz des Hotels die 300m zum Auto gerannt.

Kurz bevor die ersten kirschgroßen Hagelkörner einschlugen kam ich völlig durchnässt am Auto an. Das Video dazu kennt ihr ja schon. Es tat Schläge und Wasser lief ins Auto – wirklich passiert ist nichts. Aber selbst die Straßen waren völlig überschwemmt und die tiefer abgestellten Zivilfahrzeuge standen teilweise bis zum Kofferraum im Wasser. Nach einer halben Stunde war der ganze Spuk vorbei.

Jetzt hies es noch schnell im Hammam-Bereich duschen, Çay in der nahegelegenen Mall und ab zum Start. Der führte uns kurz am Hotelbereich vorbei, dann gaben wir Gas und wollten so schnell wie möglich Richtung Süden, doch schon 500 m nach dem Start wurden wir und das AOR 2017 Team #11 “meh.” vom BMW, Pajero und dem Firebird des OK gestoppt und angewiesen Ihnen zu folgen.

Statt an der Küste entlang wurden wir durch nur für uns abgesperrte Strassen ins Zentrum von Side vor das Attatürk Museum gebracht. Dort fand anlässlich des türkischen Nationalfeiertages ein Fest zur Ehrung der Jugend und des Sportes statt. Jetzt ratet mal wer die Hauptattraktion war. Nach einem Haufen Fotos und Interviews mit dem “pink Team” würden wir dann wieder mit eigener Polizeieskorte aus dem Stadtzentrum auf die Küstenstraße geleitet.

Die ganze Aktion hat uns zwar rund zwei Stunden gekostet, hat aber auch einen riesig Spaß gemacht. Außerdem war es wohl eigentlich geplant, dass alle Teams vor Ort sein sollten. Das scheint leider und nicht zum ersten Mal während der Rallye untergegangen zu sein. So haben wenigstens wir für ein paar Lächeln sorgen können.

Jetzt ging es aber mit Vollgas die Küste entlang. Traumhafte Landschaften! Mehr kann man nicht dazu sagen. Wir haben uns mehr als einmal gewünscht, dass wir die Zeit hätten um anzuhalten und die Strände und Berge zu genießen. Hatten wir aber nicht, denn spätestens um 21:00 Uhr sollten wir zur Verladung unserer Autos im Hafen von Mersin sein.

Obwohl wir nur ein paar kurze Pinkelstopps und eine Pause für ein Mittagessen einlegten, kamen wir natürlich eine Stunde zu spät im Hafen an. Das war aber nicht schlimm, denn nach unserer Ankunft um 22:00 Uhr warteten wir noch bis morgens um 3:00 Uhr. Erst dann wurden auch unsere Autos verladen.

Gemeinsam mit allen anderen Teams wurden wir nach der Verladung per Shuttlebus ins Hotel in Adana gebracht, wo wir zunächst bis um 10:00 Uhr in der Lobby schliefen. Dann konnten wir unsere Zimmer beziehen. Obwohl wir eigentlich durchmachen wollten, fielen wie nach einer lauwarmen Dusche ins Bett und haben bis eben geschlafen. Jetzt sitzen wir in der Smokers-Lounge und sehen dem Platschregen draußen zu. Gegen sechs wollen wir Abendessen gehen und um 05:00 Uhr morgen früh bringt uns ein Shuttlebus zum Flughafen.

Wenn bis zur Ankunft in Tel Aviv nichts spannendes passiert, hören wir uns erst übermorgen wieder für einen ausführlichen Bericht.

Bis dahin und viele Grüße
Carlos

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #TeamMeh #ZuvielKüsteUndZuwenigZeit #BockAufBallern #WirHabenDieUhrenSieHabenDieZeit

Update…

Update

Die Autos sind verladen, nur Dome vom AOR 2017 Team #11 “meh.” Hängt noch im XRAY fest.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #ZollIstDoof #WirWollenBootFahren

Tag 12 – 18.05.2017…

Tag 12 – 18.05.2017

Der Tag in Dalyan begann viel ruhiger als gewohnt. Der Start war erst für 14:00 Uhr geplant und die letzte Nacht sehr lang.

Als erstes haben Josh und ich uns aus den Betten erhoben. Josh wollte noch neue FlipFlops und ich ein wenig durch Dalyan schlendern. So sind wir gemeinsam durch die fast leere Stadt geschlendert und haben uns nach dem Kauf der FlipFlops für ein türkisches Frühstück in einem Restaurant an der Promenade eingefunden. Dort stießen nach und nach nicht nur Stephan und Lyssi sondern auch Marc Vuilleumier dazu. Marc kennen wir bisher nur von Facebook. Umso mehr hat es uns gefreut ihn endlich persönlich kennen zu lernen. Vielen Dank dass du rein geschaut hast Marc!

Um 14:00 Uhr ging es dann tatsächlich pünktlich los. Überhaupt funktioniert das heuer unglaublich gut. Ich glaube mehr als 15 Minuten Verspätung gab es noch nie. Nicht so gut funktionieren die Veranstaltungen der Städte. Aber dazu gibt es morgen mehr 😉.

Nach einer kurzen Runde durch Dalyan haben wir unseren Konvoi aus dem AOR 2017 Team #11 “meh.”, dem Team 101 Nacht, den Charity Explorers und uns in Richtung Side auf die Küstenstraße gebracht. Erster Stopp war aber der Otolastik. Alle Teams hatten mindestens einen Reifen zum flicken oder Reifenreste die von der Felge geschnitten werden mussten. Nach fast zwei Stunden waren alle Reifen geflickt oder erneuert. Selbst unser zweifach durchlöcherter und einmal ausgeschäumter Reifen wurde noch geflickt. Während der Reparatur hat uns der Inhaber gut unterhalten und Josh die Mädels der Explorer auf der Motorhaube eingerenkt.

Dann endlich, gegen 16 Uhr, haben wir uns auf die gut 500 km lange Strecke gemacht. Vorbei an malerischen Stränden und wilden Steilhängen. Unterwegs hat der BMW des Team “meh.” noch einen Reifen zerhäckselt. Der Wechsel gestaltete sich dank einbrechendem Schweller, Schräglage und so rauem Boden, dass der Wagenheber nicht nachrollen könnte schwierig und dauerte nahezu eine Stunde. Die Charity Explorers haben sich da zwischenzeitlich schon auf den Weg gemacht.

Den Rest des Tages sind wir mit einigen kurzen Toilettenpausen durchgefahren.

Gegen 12 Uhr erreichten wir den Parkplatz am SIDE ROYAL PALACE HOTEL. Die Beachparty war schon gelaufen und im Hotel übernachten wir nicht freiwillig. So haben wir uns auf dem etwas müffeligen Parkplatz eingerichtet und die letzten Dosenrationen auf dem Gaskocher zubereitet. Gegen 2 Uhr sind wir dann ins Bett gefallen.

Viele Grüße
Carlos

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #TeamMeh #CharityExplorers #101Nacht #HappyEndingAtOtolastik

Update…

Update

Wir und das AOR 2017 Team #11 “meh.” durften exklusiv und sehr zur Freude der Offiziellen und Schüler einer Feier der Jugend und des Sports anlässlich des türkischen Nationalfeiertages beiwohnen und wurden gleich zur Attraktion.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #TeamMeh #nationalday #PinkIstTrumpf

Tag 11 – 17.05.2017…

Tag 11 – 17.05.2017

Heute komme ich erst spät zum Posten. Ich war den ganzen Tag Fahrer und heute Vormittag haben wir uns mit Marc getroffen, da konnte ich auch nicht schreiben. Aber jetzt zur Sache:

Gleich vorab der Tag war großartig und brachte eine explosionsartige Vergrößerung unserer Kolonne mit sich.

Der Morgen began in Uçak im Park in dem wir unser Lager aufgeschlagen hatten. Um 9:15 Uhr sollte es losgehen – in der Kolonne zum zentralen Platz auf dem eine Kundgebung des Bürgermeisters statt fand. Der Start sollte dann in den zweitgrößten Canyon der Welt führen. Das kennen wir schon: im Stau durchs Naturschutzgebiet. Das ist nichts für uns!

Also haben wir das AOR 2017 Team #11 “meh.” und das Team 101 Nacht eingepackt und haben unser Vorwissen aus dem letzten Jahr genutzt um direkt zum Panoramacafé am Canyon-Ausgang zu fahren. Von dort haben wir bei atemberaubendem Blick und einem türkischen Frühstück gewartet bis die anderen Teams den Canyon passiert hatten. Als es soweit war haben wir noch den einen oder anderen Golfball in Richtung Straße geschlagen und haben uns dann selbst auf den Weg gemacht.

Beim Anfahren haben sich noch die Charity Explorers angeschlossen, so dass wir mit 11 Fahrzeugen und 22 Personen im Konvoi losgefahren sind. Zuerst ging es durch den Canyon. Leider stürzte Thomas von den meh.s so heftig, dass er zum nähen der Hand und des Knies ins Krankenhaus musste.

Wir sind dann alle gemeinsam auf dem _direkten_ Weg nach Pamukkale gefahren. Direkt meint Luftlinie. Aber auch wenn der Abstieg ins nächste Tal vor allem für den BMW für das Team “Meh.” schwierig war, so wurden wir durch fantastische Landschaften, tolle Schotterstraßen und unglaublich freundliche Menschen, die uns wieder mal zu einem Çay einluden, belohnt.

Nach dem Çay in einem Vorort von Denizli haben wir uns aufgeteilt. Das Team Meh fuhr mit Thomas ins Krankenhaus, die Charity Explorers direkt nach Dalyan und wir mit dem Team 101 Nacht nach Pamukkale. Da wir dort erst gegen 20:30 ankamen, sind wir wieder mal nicht auf das Gelände sondern haben es bei einem Çay und einem Drohnenüberflug belassen.

Von dort aus ging es dann nach Dalyan. Unterwegs haben wir die Wallride Wiesels Allgäu Orient Rallye 2017 auf einem Abschleppwagen gesehen. Wie sich später heraus stellte ist ein Federteller gebrochen. Der in der Nacht geflickt wurde.

Nach einer heißen Fahrt nach Dalyan erreichten wir das im Zentrum der Stadt gelegene Fahrerlager. Dort erfuhren wir dann dass es an diesem Tag noch mehr Ausfälle gegeben hat: das Team 5ever hat im Canyon die Zylinderkopfdichtung verloren – da half auch kein mobiler BMW-Service mehr. Die Zebras – ich weiß gar nicht wie die wirklich heißen – haben wohl ihren Terrano aufs Dach gelegt, so dass die jetzt mit zwei Autos weiter fahren müssen.

Nach einem extrem feuchtfröhlichen Abend ging es in den frühen Morgenstunden ins Bett, denn der Start am nächsten Tag war erst für 14:00 Uhr abgesagt.

Der ganze Tag war absolut großartig wir hatten grandiose Landschaften, jede Menge Spaß, absolut geile Strecken und mit den Charity Explorers nochmal sechs tolle neue Begleiter.

Viele Grüße
Carlos

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #CharityExplorer #TeamMeh #101Nacht #TimeOfOurLifes

Tag 10 – 16.05.2017…

Tag 10 – 16.05.2017

Am Morgen des zehnten Tages sind wir spät aufgewacht. Geweckt hat uns der Radau, den das restliche Lager beim Abfahren aus dem Fahrerlager verursachte. Damit war unsere Chance die Kolonne zum Frühstück des Bürgermeisters zu finden leider vertan.

Auf dem Plan stand heute die Abgabe der ersten Schulranzen in einer Küstenstadt. Da wir durch das übersprungene Frühstück etwas Zeit gewonnen hatten, entschlossen wir uns eine Wäscherei zu finden um zumindest unsere stark beanspruchten Team-Klamotten waschen zu lassen. Fündig würden wir in einer Mall nahe Akçay. Die Verhandlungen wurden telefonisch über einen Freund des Betreibers in Krefeld geführt. Für 300 Teelöffel wurden die dreckigen Klamotten von 10 Personen in eine Waschmaschine gesteckt. Trocknen sollte er nicht. Wir hatten Angst um die Größe.

Weitere Pluspunkte der Mall waren ein Iskender Kebap Frühstück und eine glitzerte Toilette. Dieses Sauberkeitslevel sind wir gar nicht mehr gewohnt.

Da noch Zeit war, sind wir erst zur Schule gefahren und haben unseren ersten Schulranzen an Emre gegeben. Im Gegenzug hat er uns eine Olivenölseife geschenkt. Außerdem gab es für unser schönstes Teammitglied einen Strauß Blumen vom Bürgermeister.

Nach einem kurzen Abstecher ans Meer haben wir dann unsere Kleider abgeholt. Natürlich getrocknet und alles eine Nummer kleiner als zuvor. Sehr ärgerlich! Auf dem Parkplatz haben wir die Kleider verteilt und in dieser Zeit einen Haufen netter Menschen getroffen die uns angesprochen haben, weil sie die deutschen Kennzeichen gesehen haben. Wenn ihr das lest, lasst uns doch einen Kommentar da. Wir würden uns sehr freuen!

Von der Mall ging es dann wieder in die Berge. Leider war die Fahrt recht kurz, denn auf den steilen Anstiegen stieg die Temperatur des Mondeo vom auf über 100 Grad und wir waren gezwungen umzudrehen.

Der Rest des Tages verlief bis zum Fahrerlager in Uçak auf den Schnellstraßen und immer im Zeichen des überhitzenden Mondeos. An jeder Tankstelle wurde gebastelt aber es fand sich keine Abhilfe.

Gegen 23 Uhr erreichen wir schließlich das Fahrerlager im Park von Uçak. Da das Tor geschlossen und der Torwächter verschollen war, haben wir kurzerhand den Motor demontiert, so dass man die Tür beiseite schieben konnte.

Den Abend haben wir dann in großer Runde am Lagerfeuer im Windschatten von Elmo dem Feuerwehrauto vom @ mit den Teams @101 Nacht, @IDNU, @Kamelroas und @Oogkleb ausklingen lassen während das @Team meh das Kühlwasser seines Mondeos wechsele. Ich habe mich irgendwann gegen halb drei ins Bett verabschiedet aber Schluss war da noch lange nicht.

Viele Grüße
Carlos

P.S. freut euch auf morgen. Der Tag heute ist ein absolutes Highlight!

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #TeamMeh #Oogklep #BorderCross #101Nacht #IDNU #Kamelroas #PartyOn #HeissesWasser

Tag 9 – 15.05.2017…

Tag 9 – 15.05.2017

Wie gewonnen so zerronnen – gestern kam ich einfach nicht zum schreiben.

Stehengeblieben und diesmal in wahrsten Sinne des Wortes – zum Glück! – waren wir in Haymana. Nach einem Abend im Hamam wollten wir, wie mit dem Bürgermeister vereinbart, am Morgen im Hotel am Marktplatz erfahren welche Werkstatt denn Zeit für uns hätte. Wir hätten es besser wissen sollen. Im Hotel wusste auch nach ausgiebigem Einsatz von Google-Tanslate niemand Bescheid. Allerdings kannten sie auch eine Werkstatt, die sollte aber erst um neun öffnen. Also haben wir das Frühstück im Hotel gebucht und sind im Anschluss an die vom Hotelmanager angegebene Stelle gefahren. Da war – natürlich nichts. Wir sind dann einfach Richtung Ortseingang gefahren und haben auf der Straßenseite Werkstätten gesehen. Auf die Frage hin ob jemand unsere Bremsen reparieren könnte wurden wir dann direkt in eine ganz spezielle Werkstatt gebracht worden. An der Tür klebten schon Aufkleber des MSC-Bräunlingen vom letzten Jahr. Der Inhaber nahm sich kurz und effektiv der Sache an. Weder er noch die Nachbarn hatten ein passendes Ersatzteil also wurde die Bremse abgeklemmt – Geld wollte er nicht. Nachdem er uns dann noch zum Auspuffschweissen geschickt hatte, haben wir ihm wenigstens Geschenke für seine Kinder dagelassen. Zum Schweißen für 40 TL (ca. 11 €) gab es für uns alle noch Cay.

Dann ging es wieder los. Aufgabe war es in Bursa den berühmtesten Kebap der Türkei zu finden. Das war kein Problem den Iskender Kebap kennen wir schon. Hin sind wir natürlich trotzdem und zwar gemeinsam mit dem AOR 2017 Team #11 “meh.” immer der Luftlinie nach. So haben wir zwar bis halb neun gebraucht, sind aber unglaublich schöne Pässe gefahren und haben sogar eine Kiesgrube gefunden um mit den Fronteras zu spielen.

In Bursa haben wir dann alle gemeinsam Iskender Kebap zu Abend gegessen und sind das letzte Stück spät in der Nacht zurückgelegt. Das Fahrerlager befand sich auf einem Parkplatz neben einem Schwimmbad dessen Toiletten und Duschen für uns geöffnet wurden. Leider schlief das Camp schon als wir ankamen und so sind wir nach einem Feierabendbier ins Bett gefallen.

Viele Grüße
Carlos

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #WeLoveWerkstatt #BockAufBallern #Spielzimmer

Update…

Update

Nach einem chaotischen Start haben wir uns aus der Kolonne verabschiedet und erwarten das Feld gemeinsam mit dem AOR 2017 Team #11 “meh.” und dem Team 101 Nacht das Feld aus erhöhter Position.

Viele Grüße
Carlos

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #RallyemodusOn #DerBlick

Nachdem wir heute den ersten…

Nachdem wir heute den ersten Schulranzen an Emre in Akçay übergeben haben und noch darauf warten, das die Wäscherei unsere Maschine durch hat, haben wir den nächsten Pass verschoben und entspannen etwas am Strand.

#aor17 #AOR2017 #Fehlzuendung #Fehlzündung #Meh #TeamMeh

Tag 8 – 14.05.2017…

Tag 8 – 14.05.2017

Endlich mache ich mein Versprechen war und hole auf! Mit diesem Artikel seid ihr auch wieder auf dem neuesten Stand. Die kurzen Updates dienen dann noch als Lebenszeichen 😀.

Tag 8 ging für uns früh los, denn wir wollten den geplanten Off-Road-Kurs vor allem anderen Teams absolvieren um zügig in Ankara zu sein und Metehan – den Käufer der Rallye Autos von 2016 zu treffen.

Mit ein bisschen betteln und bitten haben wir unser Roadbook dann auch früher bekommen und konnten die Strecke in vollen Zügen genießen, ganz ohne Stau, Geschrei und qualmenden Kupplungen. Außerdem muss ich sagen, dass die Strecke grandios ausgewählt war – ein großes Kompliment ans OK. Nur durch die Burg liesen uns die Türken nicht ohne den Konvoi fahren.

Ganz egal denn im Abschluss machten wir uns direkt und mit Bleifuss auf den Weg nach Ankara. Wir hatten zwar noch bemerkt, dass der Bremsflüssigkeitsstand bei Pinky ziemlich im Keller war aber das Team 101 Nacht hatte und gegen einen Schuldschein über sechs Bier 500g Dot 4 Flüssigkeit überlassen und so waren die Sorgen nicht allzu groß.

In Ankara angekommen haben wir Metehan an seiner Werkstatt getroffen und wurden von ihm direkt zum Essen eingeladen. Wir konnten gerade noch verhindern, dass er uns Geld für die mitgebrachte Schokolade geben konnte. Nach dem wirklich hervorragenden Essen haben wir Metehan dann noch überredet mit zum Hippodrom zum geplanten Rennen zu kommen. Vorher hat er aber seinen kleinen Flitzer noch gegen eine standesgemäßere M-Klasse getauscht.

Auf der Rennstrecke angekommen musste er erst einmal in einem Video Rede und Antwort stehen. Ich versuche noch an das Material zu kommen und es euch hier zu posten.

Am Rennen wollten Stephan mit Pinky und ich mit unserem neuen Roller teilnehmen. Zweiteres kostete einige Überredungskunst, denn Nadir wollte mich partout nicht damit starten lassen. Erst als ich nochmal hoch und heilig versprochen hatte nicht zwischen die Autos zu fahren, wurde es zumindest nicht mehr verboten.

Hintergrund sind die nicht ungefährlichen Startmodalitäten: die Autos warten mit geöffneten Türen auf der einen Seite der Rennstrecke, die Piloten auf der anderen. Auf ein Kommando rennen die Fahrer zu ihren Autos, springen auf die Sitze und fahren los. Diese Art des sogenannten Le Mains Starts wurde in allen Rennserien verboten weil zum Teil schon Autos Staren während andere noch laufen.

Nach einer eindeutigen Sicherheits- und Strecken-Einweisung ging es dann auf die Startpositionen. Startsignal, losgerannt, auf den Roller, quietschende Reifen neben mir und Abbruch! Einer der Fahrer des “Bodensee Express” war während des Laufens gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen. Zum Glück haben andere umgedreht und alle Autos rechtzeitig gebremst. Nach einer kurzen Notarztpause ging es dann an den zweiten Anlauf. Diesmal ging alles glatt. Ich hätte mit dem Roller einfach ins Feld Fahren können, habe aber lieber gewartet bis die meisten abgefahren waren. Leider hat sich mein Akku auf halber Strecke verabschiedet. Die zwei Testrunden waren dann wohl doch zuviel gewesen. So musste ich den Roller anschieben und bin erst spät über die Ziellinie gekommen. Die meisten Teams waren schon dabei die Strecke wieder zu verlassen. Nur einer der Busse von Jamal Rallye war noch da. Außerdem unsere beiden pinken Fronteras und das Team “meh.” Beim Näherkommen konnte ich dann sehen, dass einer der Begrenzungssteine der Rennstrecke umgekippt war. Stephan berichtete, dass er beim ankommen keine Bremswirkung mehr hatte und er nur noch bremsen konnte, indem er gegen die Randsteine gefahren war.

Wie sich nach einigen Gebastel mit der unabdingbaren Hilfe vom Team Meh herausstellte ist eine unsere Bremsleitungen gebrochen und die gesamte Flüssigkeit ausgelaufen. Daher gab es keine Bremswirkung mehr. Eine gute Lösung hatten wir erstmal nicht.

Und so verabschiedeten wir zunächst Metehan, der dem Team Jamal Rallye noch einen Mechaniker für deren defektes Getriebe organisiert hatte und bauten erstmal unsere Stühle und Tische auf um die vom Team “meh” herbei geschafften Köfte zu essen.

Während des Essen beschlossen wir, die Bremsflüssigkeit aufzufüllen und es versuchen bis zum Etappenziel in Haymana zu kommen, das dortige Hamam zu genießen und am Montag Morgen eine Werkstatt zu suchen.

Gesagt getan, wir haben aufgeräumt, zusammengepackt und sind auf die Strecke. Brain immer als Bremspuffer vor Pinky. Das hat gut funktioniert und planmäßig konnten wir noch ins Hamam.

Der Bürgermeister sicherte uns noch zu, dass wir, wenn wir am Morgen zum Hotel kommen würden, eine Werkstatt genannt bekommen würden, die sich noch vor dem offiziellen Start unseres Problems annehmen würde. Und so fuhren wir gemeinsam mit den “Mehs” ins 7 km entfernte Fahrerlager und fielen nach einem abendlichen Umtrunk in unsere Betten.

So der Rückstand ist aufgearbeitet. morgen geht es dann mit Tag 9 weiter.

Viele Grüße
Carlos

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