Tag 14: zurück in Turkey und Aufholjagd

Die Schadensabwicklung mit dem Unfallgegner und die Auslösung von Peter und Schnegge ist uns heute dank Anzo endlich geglückt.
Unserem georgischen Engel müssen wir echt ein Denkmal bauen, ich hoffe er kommt bald mal bei uns in Deutschland vorbei, damit wir uns zumindest ein wenig bei Ihm revanchieren können. Und als ob die tagelange Hilfe nicht schon genug ist, hat er uns vor Abfahrt noch mit vielen Tüten Obst versorgt, uns bis zur türkischen Grenze geleitet und uns dort noch eine freie Fahrspur über die fünf Kontrollhäuschen organisiert. Der Grenzübertritt lief problemlos. Jetzt heißt es zwei Tagesetappen durlch die reizvollen aber sehr kurvigen türkischen Berge aufzuholen und zu den restlichen Teams aufzuschließen. Wir freuen uns schon irgendwann diese Nacht unsere Buddy-Teams wieder zu sehen. Feuer frei…


*Update*:

Die Strecke durch die hohen türkischen Berge war sehr reizvoll, aber auch sehr kurvenreich. Auf dem Weg hatten wir dann unseren vierten Platten auf 2460m Höhe, diesmal war Prinzessin an der Reihe, die bisher noch weitgehend verschont blieb. Der Reihenwechsel erfolgte innerhalb von Minuten in einer wunderschönen, wenn auch dunklen Schneekulisse.
Und da heute Freitag der 13te ist hat unsere Perle noch eine Frontalkontakt mit einem Strassenköter gehabt. Verluste: Nebelscheinwerfer, linker Hauptscheinwerfer und der arme Hund selber. R.I.P.

Unsere miefenden Bleifüße haben sich aber bezahlt gemacht. Nachts trafen wir dann erschöpft im Fahrerlager unter dem Ishal Palast ein. Ich weiss nicht mehr wann wir ankamen, aber wir haben gefeiert bis Sonnenaufgang, das könnt ihr mir glauben.


Tag 13: Team Batami

Berichterstattung des Teilteams Kati&Peter und Sandra&Chris:

Unser Tag sollte mit einem Treffen um 10 uhr mit Anzo an unserem Hotel in Batumi starten. Nach geschlagenen 2 Stunden , wir hatten schon fast alle Hoffnung verloren, kam Anzo tatsächlich!
Zusammen sind wir dann los, Peter und Chris im Auto von Anzo, Kati und ich haben es gewagt mit Prinzessin die Fahrt auf uns zu nehmen , auf den nahegelegenen Aufbewahrungsplatz für beschlagnahmte Autos zu fahren. Dort trafen wir auf den Unfallgegner und hatten endlich die Möglichkeit in ruhe unsere schnegge zu räumen.
Bei dieser Gelegenheit haben wir auch gleich unsere Rosen an die dortigen schrottplatzopis übergeben. Immerhin haben wir so unsre Aufgabe, die Rosen nach Georgien zu bringen , erfolgreich abgeschlossen.

Da wir schon unsere schnegge aufgeben müssen, haben wir zumindest ihr Markenzeichen, den Pinken Mercedesstern, mitgenommen.
Nach vielen Diskussion mit dem Unfallgegner und den beteiligten Mechaniker konnten wir uns auf die notwendigen Ersatzteile und Reparaturen einigen.

Peter und kati haben sich zusammen mit anzo auf den weg gemacht diese zu besorgen.
Chris und ich haben sich in der zeit mit misha (oder so ähnlich) getroffen. Den Kontakt haben wir von unseren Jungs bekommen, die sich zur gleichen Zeit in tiflis bei unserem spendenprojekt befanden.
Dieser hat uns seine Unterstützung zugesichert und uns rechtliche Grundlage erörtert.
Immerhin wissen wir nun, dass Peter in 10 Tagen ausreisen darf. Dennoch wollen wir doch lieber eine schnellere Lösung. Diese schaut nun so aus, dass wir die kosten für sämtliche Ersatzteile rausfinden müssen und dann in Verhandlungen mit dem Unfallgegner treten werden.

Nach getaner Arbeit und als dank für diese unglaubliche Unterstützung wollten wir anzo zum essen einladen. Dieser weigerte sich aber und hat sich nicht davon abringen lassen, uns eingeladen.

Frisch gestärkt sind wir dann zurück zum Hotel und haben nach 3 Stunden eine vollständige Liste inkl. Georgischer Preisangaben überreicht bekommen. Jetzt wissen wir zumindest mal, was uns dieser Spaß hier kostet und können morgen mit dem Unfallgegner in Verhandlung treten.

Das Highlight des abends , die fehlzünder sind wieder vollständig und warten ab, was der nächste Tag bringt!

Viele Grüße,
Sandra

Tag 13: Team Tiflis

Tag 13 aus der Sicht von Perle, Josh & Carlos – Einmal Tiflis und zurück

So wie versprochen kommt heute auch noch der Bericht von Josh und mir.

Wie schon beschrieben sind wir gestern Abend/Nacht noch nach Tiflis gefahren um uns mit Nana vom Waldorfkindergarten in Tiflis (Tbilisi) zu treffen. Morgens haben wir aus dem Fahrerlager noch Nadir vom OK angerufen und um den Fahrzeugbrief von Schnegge gebeten. Danach sind wir zum Eingang des Fahrerlagers im Fußballstadion von Tiflis gefahren und haben uns dort mit Nana vom Waldorfkindergarten getroffen. Sie hatte noch Salome mit dabei, die im Herbst diesen Jahres in “meinem” Waldorfkindergarten in Stuttgart ein Praktikum absolvieren wird.

Nachdem das OK am Fahrerlager eingetroffen ist und Ralf uns den Brief übergeben hat, sind wir mit Nana und Salome zum Kindergarten gefahren. Dort haben sie uns die ganze Einrichtung gezeigt. Auch die danebenliegende Waldorfschule durften wir besichtigen und haben unsere mitgebrachten Spenden, darunter auch die Zahnbürsten und die Rose der Unicamels und die Kuscheltiere von PersiGo, übergeben.

Die ganze Schule war toll. Schaut euch einfach auf den Bildern an, wie liebevoll die ganze Anlage aufgebaut, eingerichtet und geführt ist.

Als Salome gehen musste, kam noch Maiko – Nanas Schwester, die Geschäftsführerin des Kindergartens – dazu und gemeinsam haben uns die beiden das neu erworbene Grundstück am Rande von Tiflis gezeigt auf dem ein weiterer Kindergarten entstehen soll. Auch das nahegelegene Gartengrundstück von Maiko nebst Garten- bzw. Ferienhaus durften wir besichtigen und zum traditionell georgischen Essen würden wir auch eingeladen. Es gab Obst, gebratenen Fisch und eine Art Maultaschen mit einer Füllung aus Rindfleisch und Brühe die wir mit den Fingern essen sollten. Josh und ich haben uns dabei nicht unbedingt elegant oder geschickt angestellt. Zu allem gab es georgisches Brot das mit Käse gefüllt war – ein Gedicht!

Danach ging es auf Stadtrundfahrt inkl. Unfall. Die Statistik steht bei einem pro Tag. Das würden wir morgen gerne durchbrechen.

Tiflis ist eine gigantische Stadt. Dort leben 1,5 Millionen der insgesamt 3,5 Millionen Einwohner Georgiens. Die Stadt ist durchzogen von Baumonumenten die die verschiedenen Präsidenten, insbesondere der aktuelle, errichtet haben. Dazwischen fährt man durch uralte, teilweise halb eingefallene Gebäude. Erdbeben sind in Tiflis wohl ein ernsthaftes Problem. Danach haben wir uns, es war schon Nachmittag, schweren Herzens von den beiden getrennt und versprochen wieder nach Tiflis zu kommen. Achso, der Chorleiter der Schule würde gerne für ein Konzert nach Deutschland kommen. Hat da jemand Ideen?

Voller Vorfreude auf schlaglochdurchzogene Straßen haben wir uns dann wieder auf den Weg nach Batumi gemacht. Wir mussten wieder einigen Kühen ausweichen, haben den V8 für 30 € vollgetankt und sind über die schlimmste Straße – laut Schild die “Straße der Freundschaft” gefahren.

Gegen halb 10 sind wir wieder im Hotel Istanbul in Batumi eingetroffen wo wir seither die Biervorräte des gegenüberliegenden Kioskes vernichten und Neuigkeiten austauschen.

Soviel sei vorausgeschickt. Wir haben Schnegge noch nicht frei. Peter darf noch immer nicht ausreisen aber wir haben eine Teileliste. Nana hat uns einen Kontakt zu einem Regierungsbeamten vermittelt der morgen hoffentlich den Unfallgegner zur Raison bringen wird. Schnegge wird leider im Georgien bleiben. Eine Reparatur ist möglich aber wir haben die Zeit nicht.

Den ganzen Rest müssen die anderen noch “zu Papier” bringen. Morgen Abend werden wir hoffentlich aus der Türkei berichten.

Viele Grüße Carlos

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Tag 11 & 12: Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

Der elfte Tag der Rallye startete wunderschön am Meer. Nach einem ausführlichen Frühstück haben wir uns auf den Weg gemacht. Geplant war eine Route durch die Berge über ein an der Felswand gebautes Kloster und dann über einen Pass um im Hinterland weiterhin Landstraßen zu nehmen und die Schnellstraße zu meiden.

Der erste Teil der Route war großartig. Vorbei an Hängebrücken und Wasserfällen durch wunderschöne Landschaften und wolkenverhangene Berggipfel.

Auch das Kloster war, wenn auch geschlossen, unglaublich beeindruckend. Von dort aus wollten wir dann auf unsere Passstraßen. Bis wir die Schotterpisten als Straße erkannt hatten sind wir das Tal vier mal hoch und runter gefahren. Dann ging es “aufi”. Leider nicht lange, denn nachdem wir mir Ach und Krach einen Flusslauf durchquert hatten erklärte uns ein entgegenkommender einheimischer dass unsere E-Klassen ungefähr 30 cm zu tief liegen würden und das er trotz deutlich höherer Bodenfreiheit umgedreht hätte. Also wieder zurück durch das Wasser. Die Videos kommen noch.

Wir sind dann durch das ganze Tal zurück auf die Schnellstraße gefahren und haben die restlichen Kilometer zur georgischen Grenze abgerissen.

Dort wurden wir gegen 10 Uhr in die wartende Autoschlange gestellt und haben uns ganz langsam vorgetastet. Leider kann der Fahrer dabei das Auto nicht verlassen, denn sobald es eine Lücke gibt, drängelt sich ein Anderer hinein. Das ist auch uns passiert. Aber “don’t mess with the Germans”. Wir haben den Pickup eingekeilt und sind an ihm vorbei gefahren. Das fand ein Türke so witzig, dass er gleich noch andere Teams aus der Warteschlange geholt und mit in die von uns geschaffene Lücke gewunken hat.

Nach langem warten ging es dann durch die Grenze, vorbei an fünf Grenzposten der Türkei in die georgianische Spielerstadt Batumi und dort ins hässlichste Fahrerlager der bisherigen Route. Ein matschiger Parkplatz an der Hauptstraße. Wir haben uns den Platz dann aber schön getrunken und gegen 5 bin ich ins Bett gekrochen.

Am nächsten morgen war es der Plan Versicherungen zu besorgen. Also ohne Frühstück aufgesessen und auf die Straße. Bis zur Versicherung wären es 5 Kreuzungen gewesen. Leider hat Peter mit Schnegge schon die erste nicht überstanden. In Georgien sind Kreisverkehre normale Kreuzungen bei denen man heraus finden muss welche Straße sie Hauptstraße ist. Die hat Vorfahrt. Das wusste Peter nicht und hat sich zu weit vorgewagt. Dabei hat es sofort geknallt. Das Ergebnis kennt ihr schon.

Leider war das OK nicht wirklich hilfreich. Unser Anruf wurde nur mit einem “da können wir nicht helfen, ruft die Polizei” kommentiert. Zum Glück erschien Anzo, ein georgischer LKW-Fahrer, der deutsch und georgisch sprach und uns über den Tag begleitete.

Und so teilten wir uns auf. Die Basis wurde zunächst der örtliche McDonald’s, da es dort freies WLAN gab. Sandra & Josh organisierten die Versicherungen für die verbliebenen Fahrzeuge, Kati & Chris hielten die Stellung und Peter & ich gingen mit Anzo los um den Unfall abzuwickeln. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht: zunächst war der Eigentümer des Fahrzeuges nicht aufzutreiben, dann fuhren wir mit Anzo zu einem Lebensmittelgeschäft. Im ersten Stock, hinter getöntem Glas stand ein langer Tisch, an dem bereits 5 oder 6 grimmige Georgier saßen und uns die Bedingungen diktierten unter denen sie und die Bescheinigung unterzeichnen würden mit der wir unser Auto wieder bekommen würden: wir sollten einen “Meister” finden der den Schaden schätzt und uns eine Liste der Teile gibt. Deren Preise sollten wir ermitteln und den Betrag zahlen.

Dank Anzo fanden wir einen Meister der eine Teileliste in georgischer Schrift verfasste und verkündete, das die Reparatur zusätzlich zu den Teilen 300 Lari und die Lackierung 150 $ kosten würde. Mit der Teileliste ging es dann zum Fordhändler. Der erklärte, dass die Teile bestellt werden müssten und in Georgien rund 1.500,00 € kosten würden. Wir sollten in die Türkei fahren und sie da besorgen. Eine lesbare Teileliste bekamen wir nicht. Lediglich die Zusage dass bis zum nächsten Tag die georgischen Preise abgeklärt sein würden. So setzte uns Anzo wieder am McDonalds ab.

Wir besprachen die Lage und da wir unsere Spenden eigentlich schon am selben Tag in Tiflis übergeben haben sollten, es aber zwischenzeitlich 18:00 Uhr und Tiflis 6 Stunden entfernt war, teilten wir uns auf.

Josh und ich fuhren mit unserer Perle und allen Spenden die nicht bei der Polizei geblieben waren nach Tiflis. Der Rest nahm sich ein Hotelzimmer um an Donnerstag weiterhin an der Regulierung zu arbeiten.

Nach einer kurzen Dusche in Hotel machten sich Josh und ich auf den Weg. Wir haben tatsächlich 6 Stunden gebraucht obwohl wir wirklich über die Schlaglochpisten geflogen sind. Gegen ein Uhr erreichten wir das Fahrerlager am Fussballstadion in Tiflis und erzählten ungefähr 100 Mal wie es uns ergangen war. Zwischendrin klärten wir mit Nana vom Kindergarten ab, dass sie uns am nächsten Morgen um 9:00 Uhr am Stadion abholen würde.

Eine Sache muss erwähnt werden. Nämlich die Hilfsbereitschaft aller anderen Teams! Sofort wurden uns mehr Spenden von angeboten als wir je hätten in unser Auto stopfen können. Wir wurden mit Telefonnummern und Kontakten bis hin zur Botschaft versorgt. Vielen vielen Dank dafür! Ganz besonders den Unicamels, PersiGo und Sugar Racing!

Wenn ich es schaffe werde ich heute noch den Bericht von Josh und mir vom heutigen Donnerstag in Tiflis verfassen und hochladen. Drückt ins bitte weiterhin die Daumen. Noch sind wir nicht aus Georgien hinaus!

Viele Grüße
Carlos

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Tag 11: Batumi, Georgien

Verzeiht die lange Funkstille, wir haben es aufgrund technischer Probleme und mangelnder Zeit nur geschafft regelmäßige Facebook-Einträge zu verfassen, bitte schaut Euch dort mal unser geilen Fotos der letzten Tage an.

Wir sind mittlerweile in Georgien angekommen. Unser Zick-Zack-Kurs durch die Türkei war die Wucht, unsere Offroad Streckenwahl mussten wir mit unseren bepackten Mercedes erst vor einem 2800m Gebirgespass etwas zügeln.

Heute der erste Unfall bei der Einreise nach Georgien. Zum Glück nur Blechschaden, aber dummerweise noch vor dem Versicherungsbüro, wo wir die georgische Autobversicherung abschließen wollten. Schnegge befindet sich nun samt GPS-Tracker und Gepäck in Polizeigewahrsam. Verhandlungen mit dem Unfallgegner verlaufen aber Dank unheimlich toller Hilfe von vielen Einheimischen gut

Bis bald


Tag 10: Wasser! Salzig und süß!

Am zehnten Tag starteten wir von unserer Lagerstelle in Merzifon. Noch während des Zähneputzens knatterte der Ford “Henry” von den Unicamels herbei und verkündete, dass sie abends noch von der Polizei zu einem anderen Areal gebracht worden seien in dem auch andere Teams gelandet waren. Die drei Autos der Unicamels waren bereits startklar als unser erstes Fahrzeug an der Tankstelle, die als Treffpunkt diente, eintraf. Zudem wollten die Unicamels auf schnellstem Weg ans Meer fahren, während wir uns auch weiterhin so fern wie möglich von den mehrspurigen Straßen halten wollten. So haben wir vereinbart diesen einen Tag getrennt zu fahren.

Die Unicamels sind dann gleich gestartet, während wir und das Team Schwabenstahl Volvopower erst einmal die Autos betanken und und mit Kuchen und Cola als Frühstück eindeckten.

Dann fuhren wir nach Havla. Von dort wollten wir gehn Norden um auf kleinen Bergstraßen ans Meer zu gelangen.

Zunächst war aber ein Stop in Havla eingeplant um Geld zu wechseln und unsere Vorräte aufzufüllen. Es ist in türkischen Städten genauso unmöglich spontan Parkplätze für 6 Autos zu finden wie in Deutschland. Allerdings genießen wir, wegen unserer bunten Fahrzeuge, eine gewisse Narrenfreiheit und so haben wir einfach auf einer etwas breiteren Kreuzung ein paar Einfahrten zugeparkt und die anderen Autos mit Warnblinker in zweiter und dritter Reihe anbgestellt. Josh ging Geldwechseln einige andere zum einkaufen. Der Rest von uns blieb bei den Autos um in Notfall wegfahren zu können. Wie so oft sammelten sich die Menschen vor ihren Läden, beobachteten uns und nach einigen Minuten wurde uns Tee angeboten. Ein solches Angebot schlagen wir nie aus – ist es doch eine tolle Möglichkeit die Menschen kennen zu lernen. Außerdem ist alleine der türkische Tee eine Reise in die Türkei wert.

So saßen wir dann in einem naheliegender Café und tranken Tee während der Wirt und seine Nachbarn dafür sorgten dass unsere Autos bleiben konnten wo sie waren und jemanden organisierten der uns in perfektem Deutsch den weiteren Weg erklärte. Er hat nicht ganz verstanden, weshalb wir nicht die gute Straße sondern lieber die Schlamm- und Schotterpisten über die Berge nehmen wollten.

Nachdem wir den Tee getrunken und bezahlt hatten und einige von uns noch in den Genuss einer typisch türkischen Eis-Show gekommen waren – dabei nimmt einen der Eisverkäufer immer wieder das Eis mit seinen ca. 1,5 m langen Eisspatel weg – sind wir der Wegbeschreibung und unserem Orientierungssinn nachgefahren. Als die Straße wirklich nur noch ein Schlammweg war, haben wir nochmal nachgefragt und wurden in die gleiche Richtung verwiesen. Also sind wir weitergefahren bis wir vor dem Tor einer militärischen Anlage standen. Dreistigkeit siegt und so sind wir einfach auf das elende gefahren und haben versucht jemanden zu finden, der uns erklären kann wie es weitergeht. Tatsächlich kamen aus einem der Gebäude auch zwei Männer in Zivil die nochmal den Weg erklärten – zunächst zurück nach Havla – und zwar von den vielen Fotos irritiert waren aber nichts dagegen unternahmen.

Um es kurz zumachen: Wir mussten noch viele Menschen fragen bis wir auf der richtigen Route waren. Es sollte sich aber lohnen.

Die Landstraße wurde zunächst immer schlechter und schraubte sich dann durch kleine Ortschaften auf den Berg hinauf. Ganz oben haben wir dann eine Vesperpause mit traumhaftem Ausblick gemacht und unsere gerade gekauften Vorräte wieder verspeist.

Weiter ging es dann bei bestem Wetter – strahlender Sonnenschein und über 20 Grad – ins Tal wo wir auf einen Gebirgsbach stießen der schnell größer und damit auch ruhiger wurde. Von einer Brücke konnten wir einen Platz erspähen an dem wir mit den Autos and Wasser konnten. Diese Gelegenheit haben wir genutzt und sind ins eiskalte Wasser des Gebirgsflusses gesprungen.

Nach einer weiteren Pause sind wir dann weiter durch die traumhafte Landschaft gefahren. Aus dem Fluss wurde ein Staudamm und die Landschaft wandelte sich immer mehr in den Industriebereich der an der Küste des schwarzen Meeres so typisch ist. Von Balgs nahmen wir die Schnellstraße an der Küste entlang. Erst kurz vor unserem Tagesziel gab es noch eine Landzunge auf die man hinaus fahren konnte, weil sie durch die Schnellstraße abgeschnitten wird. Und sofort ging es wieder in wunderschönen Serpentinen die Küste entlang. Wir haben uns auf diesem Abschnitt dann ein Restaurant in toller Lage zum Abendessen ausgesucht. Wir waren die Intrigen Gäste und es gab auch nur die Auswahl zwischen Salat, panierten und gegrillten Fischchen und Köfte. Das Essen war einfach aber gut und der Blick einfach großartig. So haben wir bis in die späten Abendstunden zusammengesessen und die Ankunft am Meer gefeiert.

Im Anschluss sind wir wieder auf die Schnellstraße gefahren und direkt zum Fahrerlager gedüst, das – oh Wunder – wegen Überfüllung geschlossen war. Das Lager lag aber direkt an der Küste und in der Verlängerung hatten schon einige Teams ihre Lager auf der Strandpromenade aufgeschlagen. Dort haben wir uns angeschlossen und unsere Autos so geparkt, dass wir direkt auf einen Steinkai hinaus konnten. Auf diesem haben wir dann unsere letzten Biervorräte (Nach Benzin unser größter Ausgabenpunkt mit über 2 € je Dose) getrunken.

Die letzten von uns sind dann erst um halb vier ins Bett gefallen.

Morgen geht das mit unserer Fahrt nach Georgien weiter.

Viele Grüße
Carlos

‪#‎AOR2016‬ ‪#‎Fehlzuendung‬ ‪#‎Fehlzündung‬ ‪#‎Schwabenstahl


Tag 9: Auf nach Norden

Am neunten Tag unserer aktuellen Zeitrechnung sind wir morgens aufgewacht und irgendetwas war anders. Etwas fehlte. Nach einigen Minuten im Schlafsack wurde mir klar, dass das morgendliche Getrommel des Regens fehlte! Und ein Blick aus der ungetönten Frontscheibe offerierte tatsächlich Sonnenschein. Also nichts wie raus und zum ersten Mal die mitgebrachten kurzen Hosen herausgekramt.

Beim frühstücken wurde uns gesagt, dass es eine Änderung im Roadbook geben würde und dass wir zu einer Werkstatt in Çorum fahren sollten. Das lies leider unsere Pläne nochmal durch den Naturpark zu fahren platzen, denn Çorum, Naturpark und die Zeit waren nicht unter einen Hut zu bringen. Ein kleiner Trost war aber, dass ab Çorum eine “Chinesenrallye” zu einer Offroadstrecke führen sollte. Eine Chinesenrallye ist eine Prüfung bei der zur Orientierung nur Bilder zur Verfügung stehen.

Wir sind relativ spät gestartet und haben nach dem obligatorischen Tank- und Toilettenstop zu neunt bzw. mit 18 Personen – Unicamels, Schwabenstahl Volvopower und Team Fehlzündung – die Fahrt angetreten. Natürlich sind wir nicht die gut ausgebaute Nationalstraße gefahren sondern haben uns eine Landstraßenroute ausgesucht, die zwar länger war aber landschaftlich mit Sicherheit schöner sein sollte.

Genauso war es auch. Ich verweise da einfach auf die Bilder.

Leider hat sich heraus gestellt, dass 9 Autos von gut 100 bis knapp 300 PS nur schwer unter einen Hut zu bringen sind und so haben wir den Kontakt zu den Volvos verloren. Zu sechst sind wir dann über die Landstraßen nach Çorum gedüst. Dort waren schon verschiedene Teams auf der Suche nach der bezeichneten Werkstatt. Denn die lag leider nicht auf unserer Einfahrtsroute sondern auf derjenigen die man genommen hätte, wenn man über die vierspurige Nationalstraße gefahren wäre.

An der Werkstatt angekommen, bekamen wir digital das Roadbook zur Chinesenrallye. Das erste Bild zeigte einen Startbogen der sich, so konnte man es aus den Folgebildern lesen, Ca. 30 km vor Çorum befinden sollte. Also sind wir in die Autos und haben die 30 km abgerissen. Doch da war – oh Wunder – kein Startbogen. Also wieder den Folgebildern nach bis wir wieder vor der Werkstatt standen. Den Bogen haben wir bis zum Schluss nicht gefunden, sind aber einfach danach in die Chinesenrallye eingestiegen.

Es sollten verschiedene markante Punkte angefahren und fotografiert und ein Kilo geröstete Kichererbsen besorgt werden. Haben wir natürlich alles erledigt. Am Ende führte uns die Bilderserie auf eine kleine Landstraße die schlussendlich in der “Offroadstrecke” endete. Durch Matsch und Steine haben wir uns relativ locker durchgearbeitet bis der rechte Hinterreifen von Schnegge plötzlich Fetzen von sich warf. Keiner weiß wie, aber Kati hat den Reifen völlig vernichtet! Also haben wir – wir haben ja langsam Übung – schnell einen Reifen gewechselt und sind weiter nach Merzifon zum Fahrerlager gefahren.

In der Stadt nahmen uns verschiedene Polizeistreifen in Empfang und winkten uns den Berg hinauf. Unterwegs sahen wir erstaunlich viele Rallyeautos am Straßenrand. Die entgegenkommenden Handkäs Heroes berichteten dann von unhaltbaren Zuständen. Das Fahrerlager sei ganz oben auf dem Berg. Es sei saukalt und alles krumm, campen sei unmöglich. Drei Minuten später berichteten die Petrolheads, die wirklich nicht aus Zucker sind, das gleiche. Einige Gespräche später stellte sich heraus, dass das eigentliche Fahrerlager wegen Überfüllung geschlossen worden war und die Ausweichfläche schlicht und einfach unbrauchbar war.

Wir haben uns entschlossen kurz anzuhalten um nicht alles über Funk auszudiskutieren und sofort kamen Leute angerannt, die uns in Hotels bugsieren wollten. Darauf hatten wir aber gar keine Lust. Wenn die Stadt nach mehreren Besuchen des Rallyetrosses immer noch “überrascht” von der Anzahl der Autos ist und das obwohl dieses Jahr 40 Teams abgesagt haben, dann sind sie selber schuld. Hätte man uns einfach gesagt, dass die Stadt soundsovielte Hotelübernachtungen braucht, hätten wir sicher anders reagiert aber bei so einem Quatsch machen wir nicht mit. Wir haben also solange mit der Polizei diskutiert bis die uns an einen anderen Ort eskortiert hatten. Der lag leider neben der Hauptstraße. Also haben wir dort noch kurz Nudeln mit Pesto gekocht und uns dann auf einen Feldweg verzogen. Blöderweise haben wir dabei die Unicamels verloren und so sind wir Fehlzünder mit dem Team Schwabenstahl Volvopower alleine ins Bett gegangen.

Morgen geht es dann weiter mit dem Bericht von heute. Und glaubt mir, so wenig Bilder ich für Tag 9 anbieten kann, so viele werden es für Tag 10 sein.

Viele Grüße vom schwarzen Meer
Carlos

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Tag 8: Ankara und Le Mans Start

Tag 7: Superlative

Tag 7 begann, wie nahezu jeder Tag zuvor, mit prasselndem Regen auf dem Autodach. Während der Aufräumarbeiten kam dann aber doch die Sonne raus und auch wenn es immer mal regen gab, war der Tag insgesamt Dich recht freundlich.

Ziel sollte eine Punkt bei Haymana in der Nähe von Ankara sein, den wir uns akribisch in unsere Karten eingetragen haben.

Der erste Versuch diesen Punkt abseits aller größeren Straßen zu erreichen endete im LKW-Stau und so haben wir uns entschlossen für die ersten 200 Kilometer auf die ausgebaute Nationalstraße zu verlegen um unterwegs noch ein Hotel für die erste heiße Dusche seit einer Eiche zu finden.

So haben wir es dann auch gemacht. Das Hotel haben wir aber erst spät gesucht, denn auch verschiedene andere Teams hatten sich die Nationalstraße ausgesucht und so gab es es an den Ampeln das eine oder andere Rennen bei denen aus drei Spuren fünf gemacht und Spiegel an Spiegel gestartet wurde. Wer bremst verliert.

Kurz vor unserer Ausfahrt sind wir dann in einen Ort gefahren und haben unsere – Zu diesem Zeitpunkt 9 – Autos in zweiter Reihe geparkt um im Hotel die Konditionen auszuhandeln. Dabei gab es dann gleich ein reisen Halo und der Eigentümer des Crazy Cafés vor dem wir standen hat sofort Chai für alle gebracht und uns eingeladen bei ihm zu bleiben bis alle mit dem Duschen fertig sind. Dieser Einladung sind wir sehr gerne gefolgt und haben dort auch gleich gegessen. Das Crazy Café ist eher ein Imbiss aber ich werde nie wieder in Deutschland einen Döner essen können. Das Essen, so einfach es war, war einfach gigantisch.

Nachdem alle fertig waren, haben wir uns bedankt und zum Abschied noch ein Gruppenfoto geschossen. Dann ging es wieder auf unsere Pferde. Die Volvos (Team Schwabenstahl Volvopower) haben sich ausklingt und sind direkt nach Ankara gefahren um dort eine neue Kupplung abzuholen die nur bis 20:00 Uhr bereit liegen sollte. Uns haben sie nicht zugetraut diese Zeit einzuhalten. Wie sich noch zeigen sollte eine durchaus realistische Einschätzung unserer zeitlichen Kompetenzen.

Wir die Teams Unicamels und Fehlzündung sind weiter auf die avisierte Route gefahren und direkt in einen Naturschutzpark mit tollen Straßen, gigantischen Landschaften und den freundlichsten Menschen geraten.

Das lässt sich alles nur schwer beschreiben, aber wir sind mehrere Stunden durch die Berge gefahren, haben Bilder in einem Steinbruch gemacht und den ersten Reifen und Auspuff verloren.

Schaut einfach die Bilder an!

Mitten im Park war eine kleine Stadt in der wir auf der Suche nach Bier anhielten und sofort von den Dorfältesten umringt und bestaunt wurden. Im Gespräch mit Händen, Füßen und Kritzeleien auf der Motorhaube und Karte stellte sich heraus, dass wir an den Arzt des Dorfes geraten waren. Dir Unicamels haben ihm, von den ihren medizinischen Spenden Verbandsmaterial und eine Röntgenbildbetrachter geschenkt, woraufhin wie zum obligatorischen Chai in die Hütte der Ältesten geladen wurden. Ein einfacher Holzraum mit einem Ofen der Haselnussschalen röstete und einigen Tischen. Es war schon mehr als schwierig genug Teetassen für uns alle aufzutreiben. Unter anderem lagen dort auch Zeitungen und in einer fand sich tatsächlich ein Artikel über die Rallye. Wir waren sogar mit auf der Titelseite. Nach vielen Dankeschön haben wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Haymana gemacht.

Der Weg war dann doch etwas länger als zunächst gedacht und als Peter dann mitten im wieder einsetzenden Regen feststellte, dass auch einer seiner Reifen die Drifterei auf den Schotterpisten nicht vertragen hat, waren wir alle nicht gerade erfreut. Also ein zweites mal Wagenheber raus, Rad vom Dach und rauf damit. Die alten Ränder haben wir selbstverständlich jeweils wieder mitgenommen.

Gegen 0:30 Uhr kamen wir dann auf der von uns eingetragenen Position an und Wunder was, wir standen im Dunkeln – kein Mensch weit und breit. Wir haben dann aufgegeben und ein anderes Team angerufen die uns erklärt haben wo wir hin müssen. Also wieder 35 km zurück nach Haymana wo wir unsere Autos einfach mitten auf den Dorfplatz, direkt vor die vorbereitete Bühne und neben ein 24-Stunden Hamam gestellt haben. Natürlich sind wir dann auch noch ins Hamam gegangen und haben unsere müden Glieder eingeweicht. Nach zweimal heißen Wasser an einem Tag fühle ich mich viel zu sauber!

Um vier ging es dann nach einem der schönsten wenn nicht dem schönsten Rallyetag ins Bett.

Viele Grüße
Carlos


Tag 6: Ab nach Asien


Tag 5: Istanbul !!!


Tag 4: km, km, km

Moin Moin zusammen,

es ist zwar schon früher Abend aber die Zeiten verschwimmen ziemlich während wir die Kilometer abspulen und so ziemlich alle 10 Minuten bedauern, dass wir gerade hier nicht noch zwei Tage bleiben können.

Aber von vorne, denn wir haben uns ja gestern schon ziemlich rar gemacht:

Unser letzter längerer Blogeintrag stammt noch von vorgestern Abend als wir im strömenden Regen kurz vor der bosnischen Grenze in Ploče bei Camping Rio Halt gemacht haben.

Nach einem langen Abend im Regen bei Whiskey und Bier konnten wir uns morgens tatsächlich eine lauwarme Dusche gönnen. Dass draußen mehr Wasser vom Himmel kam als in der Dusche hat uns dabei nicht sonderlich gestört.

Danach sind wir nach Dubrovnik aufgebrochen und schon am Grenzübergang nach Bosnien hat der Regen aufgehört. So war nicht nur das Warten während der eingehenden Untersuchung von Perle erträglicher, sondern wir konnten auch das eine oder andere Bild von und am Grenzübergang machen, bevor der wutschnaubende Zöllner uns unter Hinweis auf das offizielle Gelände verjagt hat. Ein bisschen Humor hat er dann aber doch bewiesen als er den einzigen Ford zwischen den fünf Mercedes mit den Worten “Ford? No Good!” durchwinkte.

Das Wetter haben wir dann auch gleich genutzt um uns die Altstadt von Dubrovnik anzusehen und Mittagessen zu gehen. Trotz der Begeisterung die unsere Autos beim Parkhauspersonal hervor riefen mussten wir aber leider 60 € Parkgebühren berappen.

So schön dieser Mittag auch war, ein Thema musste endlich noch geklärt werden:

Wie sollte unsere Route weiterführen. Das Team Fehlzündung hatte eigentlich geplant die Gelegenheit zu nutzen und sich auch Mazedonien anzusehen. Die Unicamels hatten aber gehört und gelesen, dass man bei der Einfahrt nach Mazedonien sämtliche Fotoapparate anmelden müsse. Bei 12 Handys mehreren Tablets, drei Fotoapparaten und unzähligen GoPros und dem Zeitaufwand den so eine Registratur und im schlimmsten Falle die Kontrolle der Geräte beim Ausreisen verursachen würde, haben wir uns dazu entschieden die Route zu verlegen und über Montenegro und Albanien nach Griechenland zu fahren.

Gesagt, geta… ääh begonnen. Denn was wir nicht bedacht hätten war, dass wir so ein paar Kilometer mehr hinter uns bringen müssen und wie langsam wir auf der Küstenstraße voran kommen würden.

Die Küstenstraße … Ein Thema für sich. Anders als alle anderen Teams auf der Kroatienroute, haben wir uns bis Albanien nahezu durchgehend auf der idyllischen aber zeitraubenden Küstenstrecke gehalten. Während das am Sonntag buchstäblich ins Wasser gefallen ist, würden wir am Montag belohnt, denn wenn zwischen den Wolkengüssen kurz die Sonne hervor kam, zeigte sich uns ein gigantischer Anblick. Schaut euch die unbearbeiteten Bilder am besten selbst an!

Aus meiner Sicht  würde die Landschaft immer schöner, je weiter wir nach Süden kamen. Der Nachteil: am späten Nachmittag waren wir gerade so zu zwei Dritteln durch Montenegro. Am Mittwoch Abend sollten wir aber doch in Istanbul sein. Dann jagte Peter uns noch einen Schreck ein, als er direkt vor den Augen der Verkehrspolizei seinem Vordermann aufs Heck rutschte. Der war aber sehr gut gelaunt und nach einem Blick auf sein Auto gab er Peter die Hand und wünschte uns viel Glück für die Rallye.

Danach wurde beschlossen, dass ab jetzt Gas gegeben wird. Und das haben wir dann auch, nach langem Warten an der albanischen Grenze getan. In Albanien haben wir schnell festgestellt, dass ca. ein Drittel der Einwohner Polizisten sind. Allerdings waren diese ausnahmslos hilfreich und freundlich. Sie haben uns nur etwas leid getan, weil nicht einmal die Straßenkehrer ihren kleinen Dodge Platz gemacht haben. Die Straßen und die Beschilderung waren allerdings katastrophal und der wieder einsetzende Regen trug seinen Teil dazu bei, dass das Vorwärtskommen mehr als anstrengend war. Schlaglöcher in denen man einen Smart verstecken könnte, Wahnsinnige in SUVs die mit 180 über diese Straßen donnerten und Steine oder Tiere auf der Fahrbahn wechselten sich ab. Ganz kurz haben wir auch das Team 77 gesehen, die aber wohl schon wussten, dass die direkte Landstraße wegen eines Erdrutsches gesperrt war und anders abbogen. Wir sind erst noch bis zum Erdhaufen gefahren 😉.

Bis drei Uhr nachts haben wir uns dann bei Nebel und Regen über Serpentinen durch Albanien gekämpft und um kurz vor zwölf noch das von Roadbook geforderte Apfelbaumbild gemacht. Viel gesehen haben wir nicht, dafür war es abwechselnd zu dunkel oder zu neblig (Sichtweiten unter 20m). Festzuhalten bleibt aber, dass auch hier alle Menschen die wir nach dem Weg gefragt haben wahnsinnig nett und hilfsbereit waren. Einmal bekamen wir sogar eine Eskorte, weil wir die Schotterpiste nicht einmal als Straße erkannt haben!

Kurz nach drei kamen wir dann an die griechische Grenze, an der wir unproblematisch abgefertigt und zurück in die EU gelassen wurden. Direkt nach der Grenze haben wir den Wunsch unterdrückt das dort campende Team @Explorient Racing zu wecken und haben 3 km weiter unser Nachtlager auf einer Nebenstraße aufgeschlagen.

Heute Morgen ging es dann nach einem schnellen Café wieder auf die Straße. 1.000 km bis Istanbul standen auf dem Plan. Aber wie so oft, der Post ist schon zu lang, den Rest bekommt ihr später.

Viele Grüße
Carlos

#AOR2016 #Fehlzuendung #Fehlzündung #Unicamels


Lebenszeichen

Kurzes Lebenszeichen! wir sind noch da. Nach einem Lunch-Stop in Dubrovnik haben wir ums ans Kilometerfressen gemacht – an der Küste durch Montenegro, dann durch Albanien und heute morgen nach Griechenland. Mazedonien & Bulgarien haben wir nach Berichten zu anzumeldenden Fotoapparaten im Hinblick auf unsere GoPro-Stapel umfahren. Nach 4 Stunden Schlafpause sind wir wieder auf der geänderten Route. Noch ca. 1000 km bis Istanbul. aus dem türkischen Netz gobt es dann Ausführlicheres und mehr Bilder!
viele Grüsse 

Carlos

Tag 3: Dubrovnik und Albanien


Tag 2 immernoch: Planänderungen 

Planänderung! Wir haben das Projekt Dubrovnik auf morgen verschoben. Dieses Weltuntergangswetter macht keine Lust auf nächtliche Grenzfotos!
Also sind wir zu “Camping Rio” einen Kitesurfcamp bei Ploče wo wir jetzt für 33€ je Team inkl. Toiletten & Dusche nächtigen dürfen.

Und noch besser es gibt WLAN!

Wir melden uns morgen wieder.

Viele feuchte Grüße
Carlos

PS leider immernoch ohne Bilder! Schaut bitte auf Hier klicken für Facebook


Tag 2: Wasserspiele

Tag 2: Wasserspieleauch hier gilt der letzte Absatz. Bitte habt Verständnis dass wir im Moment keine Bilder auf unsere Homepage hochgeladen bekommen.
Noch immer auf dem Weg die Küste gehn Süden, nutze ich das noch gebuchte kroatische Netz um unseren Heutigen Tag zumindest bis jetzt zusammenzufassen:
Erwacht sind wir in unserem wunderschönen italienischen Hafen. Voller Tatendrang wurde Kaffee gekocht und nebenher die vor Ort gefundene Freiluftdusche ausgenutzt – natürlich nur den Insassen des jeweils Einzug rein männlich besetzten Fahrzeuges. Die acht Mädels wollten nicht so recht.
Mit frischem Kaffee gestärkt ging es dann bei aufkommenden Nieselregen wieder Aufruf Strecke – Etappenziel sollte King’s Landing (Dubrovnik) sein. Einmal vorgegriffen – das ist es noch; Wir haben noch ca. 120 km vor uns.
In Slowenien wurden die Kisten aufgefüllt und gewartet. Hauke hatte leichte Probleme die zu den Reifendruck zu erhöhen (siehe Bilder).
Dann nach Kroatien und über die Küstenstraße nach Riejeka, von dort nach Zadar und weiter. Unterwegs haben wir kurz das Team 10 (Make Kässpätzle nötig Trouble) gesehen. Nach kurzer Verfolgungsjagd haben die Beiden Audis mit ihren monströsen Dachboxen aber plötzlich gewendet und waren nicht mehr gesehen.
Da das Wetter auch immer schlimmer wurde, haben wir von der tollen Küstenstrecke leider nicht allzuviel mitbekommen und in einer Regenpause beschlossen, dass das nicht alles sein kann. Daher haben wir uns die Stadt Šibenik genauer angesehen. Fazit: Sehr hübsch – wäre auch einen längeren Stop wert gewesen.
Von dort aus haben wir uns in strömenden Regen und aufkommender Dunkelheit wieder auf den Weg gemacht. Und sind es noch! Aktueller Tageskilometerstand: 539,8 km nahezu ausschließlich auf der kurvigen Küstenstraße! Mit dem Wetter von gestern wäre es traumhaft gewesen, schade. Jetzt heißt es warm bleiben und die aufkommenden Halsschmerzen und Rotznasen im Zaum halten.
Drückt uns die Daumen, mehr gibt es wahrscheinlich morgen!
Achso – bitte wundert euch nicht über unseren Blog. Wir kämpfen damit Bilder einzufügen. Aus dem Auto ist das schwer zu regeln. Wenn wir das erste mal Pause haben, setzen wir uns ran. Bis dahin wird es dort leider nur wenige Bilder geben.
Viele Grüße

Carlos
! #AOR2016 #Unicamels #Fehlzuendung


Tag 1: Aber wir wollten doch ans Meer

Wir kämpfen immer noch mit technischen Problemen. Mehr Bilder gibt es auf Facebook!

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So jetzt aber, solange wir durchs völlig verregnete Kroatien Düsen und Josh auch mal Küstenstraßen entlangschliddern darf, nehme ich mir mal Zeit und versuche diesen unglaublich ereignisreichen Starttag zu resümieren:

Noch am Freitag Abend haben wir unsere erste Zusatzaufgabe erfüllt, aber davon berichte ich ein anderes Mal. Jedenfalls hatten wir eine Menge, vielleicht auch ein bisschen zuviel Spaß bei der Startparty. Entsprechend schwer fiel uns das Aufstehen am nächsten Tag sehr schwer. Trotzdem waren wir pünktlich im Festzelt und die Absprachen aller Offiziellen zu hören und die Segnungen der versammelten Geistlichen zu erhalten.

Danach ging es an die Autos und in die Startaufstellung. Dank unserer üblichen Verspätung gingen wir als drittletztes Team an den Start – dabei habe ich mir dann auch gleich die einzige intakte Hose zerrissen die ich dabei habe. Also gewöhnt euch an Unterwäschefotos!

Sowohl am Vorabend dabei waren Goran, Doro, Judith und Yvonne – vielen Dank fürs kommen und anfeuern. Außerdem tauchte noch Thomas auf, der die Rallye auch schon gefahren ist – auch mit 210ern! Das muss ein guter Mensch sein. Und wie gute Menschen so sind, brachte er uns noch einen Luftmassenmesser mit. Vielen vielen Dank!

Erstes Ziel war die Hündlesbahn an der wir unser von Wolpertingern entwendetes Roadbook zurück erobern und die ersten drei Rosenstöcke pflanzen sollten. Gesagt – Getan! Die Rosenstöcke ins vorerst improvisierte Bett gesetzt und ab mit der Bahn auf den Gipfel. Dort sollten wir ein Lied singen. Eines dass noch kein anderes Team vor uns gesungen hatte. Als drittletztes Team. Gut das wir alle, partiell sogar Sandra, einen guten Musikgeschmack haben und “ein Kompliment” von den Sportfreunden improvisieren konnten. Dafür gab es dann unser Roadbook auch dazu werden wir noch getrennt berichten. Eines vorweg wir brauchen immer wieder eure Likes bei der Bewertung von Bildern. Also macht schonmal die Finger warm!

Gemeinsam mit den Unicamels ging es dann zur Käsealm wo wir nach einem “Bauernrennen” – Wassereimer in Schubkarren über Hindernisse schieben und das natürlich auf Zeit und mit möglichst wenig Wasserverlust – unser Instrument erhielten. Eine Zitter! Sandra übt jetzt fleißig.

Und Perles Motorhaube wurde versiegelt. Mal sehen wie wir das lösen können.

Außerdem haben wir dort Meike Schneider getroffen und uns noch gebührend von ihr verabschiedet. Danke für deinen Besuch, Meike!

Dann ging es endlich richtig los, ab Richtung Fernpass und von dort über den Brenner. Wie besprochen immer mit 6 Autos – den zukünftigen Siegerautos – der rosa und pinken @Unicamels und des Team Fehlzündung – Allgäu Orient Rallye 2016.

Von der Strecke gäbe es soviel zu erzählen, dass weder Zeit noch Datenvolumen auch nur annähernd reichen würden. Nur soviel:

Kaiserwetter, tolle andere Teams, wunderschöne Strecken und durchgehende Begeisterung sowohl im Auto als auch neben der Strecke.

Unser Tagesziel war das Mittelmeer. Der plan war dort etwas zu essen und dann schlafen zu gehen. Tatsächlich fuhren wir aber um 20:00 Uhr noch durch kleine Orte in den Ausläufern der Dolomiten und haben beschlossen erst einmal essen zu gehen und dann zu entscheiden wie es weiter gehen soll. In einem malerischen Bergort – Rigolato – haben wir die Fahrzeuge dann auf einem großen Platz abgestellt und waren in der Pizzeria am Platz essen. Die wenigen Gäste die noch da waren gingen alle vor uns und umso erstaunter waren wir als wir nach der hervorragenden Pizza auf den Platz kamen und dort sehr interessierte Italiener vorfanden, die unbedingt wissen wollten was wir denn für Verrückte sind. Zum Glück kann Kevin von den Unicamels Italienisch und hat alles erklärt. Daraufhin gab es neben einer Fotosession für die Lokalzeitung auch noch die ideale Beschreibung für den Weg nach Udine – ein Video davon lade ich noch hoch.

Also haben wir 12 nochmal alle Sachen gepackt und sind um Ca. 1:30 in der früh in einem kleinen Hafen bei Montfalcone, kurz vor Trieste an. Dort haben wir dann unser Nachtlager aufgeschlagen.

Alles mögliche zu unseren Aufgaben, der weiteren Strecke folgt….

So long und danke für den Fisch… Äh das Durchhaltevermögen – bis später!

Viele Grüße
Carlos


endlich on Tour!

Endlich in Tour!

Wir sind gestartet und haben schon jetzt die ersten Aufgaben erledigt. Mit der Hündlesbahn ging es auf den Gipfel wo wir “Ein Kompliment” von den Sportis geschmettert haben und im Gegenzug das Roadbook erhalten haben.

Nachdem wir die Gondel mit pinken Gestalten – Unicamels und Team Fehlzündung – Allgäu Orient Rallye 2016 – überladen haben, sind wir heil ins Tal gekommen.
Weiter ging’s zur Käsealm Konstanzer Hof. Chris hat in atemberaubenden 34 Sekunden ganze 2,5 Liter Wasser ins Ziel gebracht. Jetzt brauchen wir noch coole Ideen für ein Foto zum Thema “Apfelessen”.
Außerdem wurde die Motorhaube von Perle versiegelt – mal sehen wie wir unseren Ölfresser versorgen ohne das Siegel zu brechen.
Jetzt müssen wir dringend weiter. Mehr zu unseren Aufgaben gibt es am nächsten Stop mit WLAN!
Viele Grüße
Carlos

Danke, Danke und nochmal Danke!

und wieder mal geht ein großes Dankeschön an eine private Spenderin:

Sindy Schwarz hat uns, noch bevor die erste Zusage von irgendeinem anderen Spender da war und ohne mit der Wimper zu zucken eine große Kiste voll Material für unser Spendenziel, den Walddorfkindergarten in Tiflis, überlassen.

Auch Dir vielen vielen Dank von uns allen!

Viele Grüße
Carlos

Unterstützergeschichten: Monika Zellner

Aus der Rubrik schöne Geschichten ist auch die von Monika Zellner.

Das Radio unserer Prinzessin hat sich geweigert die CDs herzugeben die man ihm einmal zur Verarbeitung überreicht hatte. Auch wenn Chris das gelassen genommen und gehofft hat, dass ihm dann Sandras Liebling Helene Fischer erspart bleiben würde, hat er sich breit schlagen lassen ein “neues” Radio einzubauen. Ein kurzer Check auf ebay-Kleinanzeigen ergab, dass Monika Zellner ein solches für einen rallyekonformen Preis anbot. Also hat sich Josh sich ein paar Tage später auf den Weg gemacht und das Radio abgeholt. Und wie das so ist, wir reden ja seit Wochen von nichts Anderem – schlimmer als Eltern und Ihre Kinder und fast so schlimm wie Veganer 😉 – hat Josh von der Rallye erzählt.

Am selben Abend bekamen wir dann noch eine Nachricht, dass Monika sich unsere Seite angeschaut hat und uns noch ein Starterkabel zur Verfügung stellt das sie dann persönlich in Joshs Praxis vorbeigebracht hat.

Liebe Monika, vielen Dank auch Dir für diesen spontanen Entschluss und die Hilfe!
Viele Grüße

Carlos

Korbmayer – ganz besonders. für kinder und damen.

Die Zeit wird immer kürzer und wir sind lange noch nicht mit unseren Unterstützern durch.

Heute soll es um die Firma Korbmayer – ganz besonders. für kinder und damen. gehen. Ganz ohne eine offizielle Anfrage hat Florian Henneka, einer der Geschäftsführer des Korbmayers einen mehr als großzügigen Betrag in unsere Crowdfunding-Kampagne eingezahlt. das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen und haben die Zusammenarbeit mal etwas ausgebaut.

Vielleicht bekommen wir von Korbmayer auch noch eine ganz besondere Begleitung mit auf den Weg.

Aber zurück zum Thema. Korbmayer – ganz besonders. für kinder und damen. ist wahrscheinlich allen Stuttgartern die Kinder in Ihrem Umfeld haben ein Begriff. Wer schöne oder besondere Kleidung oder Geschenke für seine Jüngsten oder die der Verwandtschaft sucht wird im Familienbetrieb der Schulstraße im Zentrum Stuttgarts mit Sicherheit fündig.

Wenn Ihr Zeit habt, schaut auf jeden Fall mal vorbei!

Viele Grüße
Carlos

Unser Bier trägt Weiß & Gold

Bonjour mesdames et messieurs,
 
wie ja alle, diesmal auch die unaufmerksameren, Leser unserer Seiten mitbekommen haben werden, haben wir am Samstag unseren Abschied gegeben. Wie angekündigt trotz des Wetters!
 
Dieses Fest hat aber deutlich gewonnen, weil wir von der Meckatzer Brauerrei so freundlich und großzügig unterstützt wurden!
 
Vor einigen Wochen ist Josh dort vorbeigefahren und durfte ganze sieben Kisten Bier in Empfang nehmen! Vielen Dank an Flo und die ganze Meckatzer Brauerei dafür!
 
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Die Kisten sind übrigens weitestgehend leer und vor allem das “Weiß Gold” hat die Herzen höherschlagen lassen – ganz besonders meines! Da nehmen wir auf jeden Fall noch Nachschub mit auf Tour und tragen das weiß goldene Wappenvoller Stolz auf den zukünftigen Siegerautos!
 
Viele Grüße
Carlos

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