Tag 19: Canyoning und falsches Salz

In Uça startete der Tag mit sehr guten Nachrichten – das OK hatte für Peter und Kati ein neues Auto organisiert. Einen Opel Vectra den zuvor ein einzelnes Mitglied des OK gefahren hat. Wir sind also ab sofort wieder zu neunt unterwegs!

Leider ging es nicht so gut weiter, denn am selben Morgen wurden auch die Flugzeiten verkündet. Wir hatten im Flüge am Sonntag Abend angefragt. Gebucht wurden wir auf Sonntag – um 0:50 Uhr bis Istanbul, dann vier Stunden Aufenthalt und um 6:45 Uhr weiter nach Stuttgart. Ganz ehrlich, das ist eine Frechheit. Nur weil 0:50 Uhr auf dem Papier auch Sonntag ist, war doch klar, dass wir den Tag noch in der Türkei haben wollten. Wir haben rund 450 € für die Flüge bezahlt, der 19:15 Uhr Flug ist für 300 € noch verfügbar oder war es gestern morgen.
Ich nehme das OK sonst regelmäßig in Schutz – ich wollte Abenteuer und nicht ein “Rundumsorglospaket”. Das erweckt jetzt aber den zwingenden Eindruck, dass nicht für die Rallyteilnehmer sondern zu Gunsten der Airline oder im monetären Eigenintertesse gehandelt wurde. Im besten Fall waren unsere Wünsche einfach scheissegal. Das umso mehr als diese Zeiten nahezu alle Flüge betreffen. Viele werden gar um 22:00 Uhr von der Abschiedsparty geholt, weil ihre Samstagflüge um 0:50 Uhr gehen.

Nadir, this is bullshit!

So das musste raus, aber nun weiter im Text. Während ich mich über die Flüge aufgeregt habe, startete plötzlich der Konvoi, der uns zum Canyon bringen sollte. Auf dem Weg zurück zum Auto habe ich nicht nur vergessen unseren Wagenheber mitzunehmen, sondern auch, dass neben unseren beiden “pinken Dachboxen” noch ein weinroter Opel Vectra eingesammelt werden muss und so sind wir ohne Kati und Peter in den Konvoi eingefahren. Beides fiel mir im Auto ein aber obwohl wir noch eine Runde zum Fahrerlager drehten, waren weder Kati und Peter noch die Petrolheads mit unserem Wagenheber zu sehen. Mit bangen Gefühl im Magen fuhren also Prinzessin und Perle gemeinsam mit den Volvos vom Team Schwabenstahl Volvopower – die auch keinen für uns passenden Wagenheber hatten – Richtung Canyon.

Den Konvoi zum Canyon hatten wir längst verloren und eigentlich gab es Bilder nach denen hätte gefahren werden sollen aber vor uns fuhren die präzisen Schweizer von “Judo goes Orient” und denen kann man getrost hinterher fahren. Also haben wir das Roadbook getrost ignoriert und sind den Schweizern gefolgt bis diese mit einer Reifenpanne liegen blieben. Danach haben wir den Weg in den Canyon selbst gefunden.

Die Canyon-Durchfahrt war für die meisten anderen Teams wahrscheinlich eine schlechte Schotterpiste, für unsere viel zu tief liegenden E-Klassen durch die ausgefahrenen Spuren aber eine echte Herausforderung.

Am Ende angekommen wurde uns vom OK mitgeteilt, dass wir 30 km Canyon verpasst hätten. Also haben wir die Karte gezückt und uns von Wilfried erklären lassen wo wir hin müssten um den frühesten möglichen Einstieg zu nehmen. Wir überredeten also den freundlichen Polizisten uns nicht auf die Rallyeroute festzulegen und fuhren weiter. Als aber ein Straßenschild auftauchte, dass den Weg zu dem von Wilfried angegebenen Ziel mit 85 km angab, haben wir uns alles nochmal angeschaut und festgestellt, dass das was uns Wilfried als Canyon verkauft hatte, eine Eisenbahnstrecke war.

Ich mache es kurz, nach einiger Diskussion haben wir uns schlussendlich entschlossen die wieder aufgetauchten Peter und Kati einzusammeln und dann wieder in die Gegenrichtung durch den Canyon zu fahren. Mitten im Canyon kam dann per Funk die Meldung, dass es “Lila” von den Volvos erwischt hatte. Plattfuß. Also mitten im Canyon das Werkzeug gezückt und Reifen gewechselt. Danach ging es weiter. Mir wurde wieder mulmig im Bauch – schließlich hätten wir keine Möglichkeit gehabt unser Auto aufzubocken. 300 m weiter standen die Volvos wieder still. Selber Wagen, selber Reifen. Der Fahrer – ein Fahrlehrer – war völlig bedröppelt. Auch dieser Reifen wurde aber in kürzester Zeit und trotz Gegenverkehr gewechselt.

Dann endlich ging es weiter. Ziel waren die “Salzterrassen” von Permukkale. Von unten sahen die echt beeindrucken aus, als wir allerdings am Eingang standen, konnten wir uns nicht durchringen die 35 Lira Eintritt je Person zu zahlen und haben die Terrassen lieber von direkt darunter liegenden Park betrachtet. Unbeeindruckt vom seine Trillerpfeife auslastenden Aufpasser kletterte Patze von den Volvos über die Absperrung um das Salz zu inspizieren und musste beim ablecken feststellen, dass es sich um Gips und nicht um Salz handelt.

Gegenüber der “Salzterrassen” lag ein Freibad in das wir nach kurzen Preisverhandlungen gingen. Es waren nur die Fehlzünder und die Volvos im Bad und extra für uns wurden die Wasserrutschen angeschmissen. So wurden wir mit viel Spaß mal wieder so richtig sauber. Im Anschluss waren wir noch essen. Das Essen war so wie man es in einem Touri-Ort erwartet. Dafür gab es noch Bier und mit 18 Dosen im Gepäck haben wir uns dann gen Fahrerlager gewendet wo wir wie gewohnt gegen 0:30 Uhr einfuhren. Trotz der Polizeieskorte die uns ins Lager brachte, war leider nicht mehr viel los und so sind wir, nachdem wir einen völlig betrunkenen Türken von unserem Auto entfernt hatten, um zwei Uhr erschöpft eingeschlafen um uns wahrscheinlich ein letztes Mal in unseren Autos zur Ruhe zu begeben.

Momentan befinden wir uns auf der letzten Etappe unserer Rallye von der ich morgen berichten werde. Bis dahin macht es gut und

Viele Grüße
Carlos

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Tag 18: salziges Rennen

Die vorvorletzte Rallyeetappe begann morgens im Fahrerlager am Salzsee als mir ein OK-Mitglied durch das offene Fenster ein Handy ans Ohr hielt, auf dem “Guten Morgen liebe Sorgen, guten Morgen Sonnenschein…” oder so ähnlich lief.

Mein Plan pünktlich eine halbe Stunde nach angeblichem Rennbeginn aufzustehen, scheiterte damit kläglich. Also haben wir uns aus den Autos gequält und den Saustall vom Abend vorher aufgeräumt. Natürlich war, als wir fertig waren, noch kein Zeichen irgendeines Rennens zu sehen. So sind wir dann auf die Dämme im Salzsee gefahren und haben das Licht und Farbenspiel genossen – Salzsee, Horizont und Himmel sind vollständig miteinander verschmolzen.

Dabei erreichten wir ein Häuschen an dem ein Team mit OK-Mitgliedern herum stand. Zu faul zum Wenden auf dem Damm haben wir brav gewartet bis die anderen weg fuhren. Da stürmte Wilfried vom OK auf ins zu und fragte “Zeit?”. Mit der Uhrzeit war er offensichtlich nicht zufrieden zu stellen und so wurden wir zu Jochen ins Lager geschickt.

Dort reihten wir uns – wie gewohnt als letztes Team – in die Schlange ein. Jochen erklärte uns dann, dass es statt eines Rennens eine Rallyeprüfung zu absolvieren gab: wir sollten mit genau 40 km/h über die Dämme zu Wilfried fahren und die Zeit stoppen. Dort sollten wir dann genau 777 g Salz schöpfen.

Kein Thema – Realgeschwindigkeitsanzeige im “Debug-Mode” des Steuergerätes über die Klimaanlage aktiviert und Tempomat an. Gleichzeitig haben wir unterwegs die Kilometer gestoppt und ausgerechnet wie lange wir brauchen müssen. Wir haben das ganz gut getroffen, auch wenn die letzte Kurve knackig war. Wilfried war jedoch der festen Überzeugung, dass wir zu schnell gewesen wären. Ich diskutiere nicht mehr mit dem OK. Sollen sie es machen wie sie wollen. Danach ging es zurück zu Jochen der auch noch eine Zeit wollte. Hatte uns keiner gesagt, außerdem hingen wir hinter dem Team Schwabenstahl Volvopower fest. Eigentlich Wurscht. Beim Salz haben wir gut geschätzt. 739 g hatten wir im Gepäck. Dann mussten wir noch unser Roadbook abgeben und waren befreit.

Zusammen mit den “Volvos” haben wir uns auf die Suche nach einem Badesee gemacht, der kilometermäßig gar nicht so weit weg war – ca. 150. Die Strecke verlief aber über kleine Straßen im Zickzack uns so erreichten wir den See erst am Nachmittag. Dort wurde dann gebadet und gevespert bevor es wieder zurück auf die Straße ging. Der Weg zum See hatte uns weit nördlich der direkten Route geführt – deutlich südlich waren auf unserer Karte sehenswerte Straßen eingezeichnet. Wir fahren ja bekanntlich gerne und früh im Fahrerlager sein bedeutet nur mehr Geld für Bier auszugeben – also ab auf die Strecke. Und das hat sich gelohnt! Ein Panorama habe ich euch ja bereits auf Facebook geteilt. Glaubt mir es gab viele mehr und im Abendlicht sieht alles nochmal besser aus.

An dieser Stelle ein kurzer Einschub: Vielen Dank an Matthis Meinrenken. Die von Ihnen zur Verfügung gestellten Karten von Marco Polo sind Gold wert. Zum einen weil sie für ihren Maßstab unglaublich detailliert sind und zum anderen weil hier eben auch lohnenswerte Ziele und schöne Straßen eingezeichnet sind.

Als sich das Licht verflüchtigte suchten wir uns in Dilan ein Restaurant fürs Abendessen. Wir landeten im “Atatürk Parki – Aile Çai Bahçesi”. Als wir fragten ob es etwas zu essen gäbe, wurden wir nett angelächelt und herein gebeten. Nach einiger Zeit kam als Bedienung ein junger Mann der perfektes Englisch sprach. Es stellte sich heraus, dass er bis vor vier Jahren in Australien gelebt hat. Er erklärte uns, dass es eigentlich nichts zu essen geben würde, sie aber Karten und Essen aus dem benachbarten Imbiss holen würden. Eigentlich hatten wir etwas anderes eingeplant aber alle waren so nett, dass wir blieben und Köfte, Hamburger und HotDogs aßen.

Bevor wir starteten wurden wir gebeten noch ein gemeinsames Foto zu machen. Als wir so mit den Bedienungen und dem Eigentümer des “Restaurants” vor der Tür standen, brachen alle Dämme. Alle Menschen, die die fünf vor der Tür stehenden Rallyeautos heimlich betrachtet hatten, kamen dazu und wollten auf den Autos unterschreiben und Fotos machen. Sogar die Polizei stellte sich ein und unterschrieb auf einem der Volvos. Nach vielen Bildern und guten Wünschen verabschiedeten wir uns Richtung Nordwesten nach Uça.

Dort fanden wir das Fahrerlager recht schnell. Es war in einer Art Parkhaus mit hohen zeltähnlichen Decken untergebracht. Schon von weitem war klar, dass es erstens recht voll und zweitens durch einen Haufen Einheimische belagert war, die den verrückten Deutschen mal zeigen wollten was ihre Roller und Autos für Krach machen können und wie man am besten Reifen neben schlafenden Menschen beim Burnout verbrennt.

Nach kurzer Diskussion haben wir unser Lager daher ca. 50 m weiter auf einem öffentlichen Parkplatz aufgeschlagen. Von dort sind Kati und ich ins Fahrerlager, die anderen in eine Shisha-Bar gegangen.

Der Abend der Anderen muss auch sehr lustig gewesen sein. Nach der Shisha-Bar ging es wohl noch in einen Club und anschließend liesen sie den Abend auf einen Kinderspielplatz ausklingen. Aber davon müssen sie selbst berichten.

Im Fahrerlager war es auch super. Mir wird diese dauerhafte Festivalstimmung sehr fehlen. Zwischen viel Bier und einigen schwierigen Situationen in die Äxte und Motorhauben involviert waren, habe ich den Petrolheads noch unseren Wagenheber geliehen. Die Jungs haben bereits zwei Wagenheber zerstört und die innere Blechabdeckung der Hinterradbremse schliff am Rad. Die Gegenleistung wurde, wie so oft, in der universellen Rallyewährung – Bier – erbracht.

Irgendwann gegen zwei bis halb drei bin ich dann in unser Bett geklettert. Josh war noch unterwegs. Am nächsten Tag sollte es dann im Konvoi zur Canyon-Durchfahrt gehen.

Viele Grüße
Carlos


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Tag 17: Kappadokien und nasses Salz

Tag 17 startete im Hotel. Für Josh und mich leider erst als Sandra uns weckte und mitteilte, dass es nur noch 20 Minuten Frühstück geben würde. Bei der Wahl zwischen essen und einem echten Badezimmer blieb das Essen auf der Strecke. Also nochmal geduscht, die Autos gepackt und ab auf die Strecke.

Bei Tageslicht zeigte sich, dass wir bereits im für seine Gesteinsformationen und Felsenwohnungen bekannten Kappadokien waren. Unsere erste Etappe ging daher nur ca. 2 oder 3 km bis zum Parkplatz des Nationalparks Göreme. Die Landschaft war fantastisch. Ich sage das ja öfter aber gemeinsam mit Rouven vom Team Schwabenstahl VolvoPower bin ich eine der Schluchten vorbei an Weinbergchen, Teepflanzen und Obstbäumen hinunter gelaufen bis wir zum “Red Valley” – Café kamen. Der Besitzer und wir haben uns mit Händen und Füßen unterhalten und er hat uns aus seinem Fundus von Religionsbüchern das deutsche Buch “Mein Prophet” geschenkt. Die Landschaft schaut ihr euch einfach auf meinen dilettantischen Bildern an. Ich habe leider einige Bilder mit den falschen Einstellungen gemacht und sie nicht kontrolliert.

Nach einem Çay bei “Crazy Ali” sind wir dann direkt zum Mittagessen nach Göreme gefahren und haben uns mit kappadokischen Spezialitäten aus Tongefäßen, die direkt am Tisch umgeschlagen werden, verwöhnen lassen.

Von dort haben wir uns auf die Suche nach einem See zum Baden begeben. Über sehr klein eingezeichnete aber tatsächlich unglaublich breite Landstraßen ohne Verkehr sind wir durch hügelige Graßlandschaften gefahren die, noch bevor wir den See erreicht hatten, im Licht der untergehenden Sonne erglühten.

Außerdem konnten wir per Zufall eine Aufgabe aus dem Roadbook erledigen. Wir sollten in einem Ort erfragen wer der älteste Bewohner und wie alt dieser ist. Im Idealfall sollten wir ein Foto mit ihm machen. In welchem Ort man die Informationen erfragen sollte ergab sich aus der Teamnummer. Ungerade Teamnummern (wie wir) sollten im 11ten Ort, gerade (wie die “Volvos”) im 8ten nachfragen. Im achten und neunten Ort hatten wir niemanden zum fragen gefunden. Auf dem Weg zum Zehnten platzte den Volvos ein Reifen – formvollendet, sogar der kolbsche Reifen wurde überboten. Während wir die Reifen wechselten, kam ein Schäfer dazu der französisch könnte. Auf unsere Fragen hin schickte er seinen Begleiter los, der aus beiden Orten die ältesten Herren abholte. Beide konnten ihr Alter nur mit älter als 60 angeben. Dass noch ein weiterer Herr dazu gerufen wurde, half leider auch nicht, weil dessen Schwedischkenntnisse bei uns nicht auf einen fähigen Zuhörer trafen. Dennoch wurde mit Hilfe von Händen, Füßen und einzelnen Brocken Schulfranzösisch das Roadbook ausgefüllt und ein Foto auf offener Straße geschossen.

Da es ohne Sonne zu kühl zum Baden war, führen wir weiter ins Fahrerlager an den Salzsee. Aufmerksame Leser werden wissen, dass ich mich riesig auf den Salzsee gefreut habe, weil ich hoffte unseren V8 mal an seine Grenzen bringen zu können. Vor Ort im Fahrerlager stellte sich aber heraus, dass der See nicht befahrbar war. Selbst zu Fuß bin ich bis zum Knöchel eingesunken und heute habe ich erfahren, dass ein Team, das dass befahren riskiert hat, nur noch mit mehreren Seilen und einem Bagger geborgen werden konnte. Darüber könnte nur der großartige Empfang hinweg trösten, den uns die Unicamels bereiteten.

Dann habe ich mich bis Mitternacht mit der Fertigstellung des Roadbooks beschäftigt. Blöder Mist… Das hätten wir schon vorher anfangen sollen. Als endlich alle fehlenden Fotos der Fahrerlager und Grenzübergänge eingeklebt waren, war es nach Mitternacht. Auf den Frust gab es noch ein paar Bier und dann ging es ins Bett, denn am kommenden Morgen sollte noch ein “Rennen” stattfinden. Angesetzt war das ganze auf 8:00 Uhr. In Kenntnis der üblichen Zeitabläufe haben wir daher den Wecker auf 8:30 Uhr gestellt und sind eingeschlafen.

Viele Grüße
Carlos

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Tag 16: die ersten Touristen im Wohnzimmer

Am Sonntag, dem 16ten Tag unseres Abenteuers erwachten wir, wie zwischenzeitlich gewohnt, nach einer sehr kurzen Nacht. Direkt nach dem aufstehen erklärten die Unicamels in 15 Minuten losfahren zu wollen. Für uns schlichtweg unmöglich. Zum einen weil wir morgens länger brauchen und zum anderen weil schon der tägliche Umbau und das Umräumen der Autos länger brauchen. Zu sechst in zwei Autos zu fahren erfordert einiges an Kompromissbereitschaft und Organisation.

So sind wir ca. 45 Minuten später alleine gestartet, haben aber nach kurzem das Team Schwabenstahl Volvopower an der Tankstelle getroffen und von dort ins sind wir wieder einmal gemeinsam gefahren.

Die Strecke war lang und vernünftige Verbindungen über Landstraßen gab es nicht. Das lag vor allem daran, dass wir etwa auf halber Strecke nach Kapadokien in Burhans (Ein Mitglied des OK) Geburtsort anhalten und dort die mitgenommenen Schulranzen abgeben sollten. Also entschlossen wir uns schweren Herzens einen ruhigen Tag einzulegen und die Schnellstraßen zu nehmen.

Die ganze Strecke war relativ ruhig und bis auf die schönen Landschaften ereignislos.

Burhans Geburtsort ist ein kleiner, einfacher Ort in der Nähe der Stadt Hafik. Die dortige Grundschule hat zwei Lehrer und 22 Kinder. Empfangen wurden wir von Frauen in schönster Tracht. Burhans Frau, die die Rallye selber mitfährt, führte uns durch die Schule, erklärte und übersetzte. Zum ersten Mal überhaupt kamen dieses Jahr Fremde in das Dorf. Die Einwohner werden ein interessantes Bild von den Deutschen gewonnen haben.

Wir waren das letzte Team vor Ort und so waren nicht viele Kinder da. Diejenigen die da waren, waren aber die wohlerzogensten der bisherigen Tour. Keiner riss uns Gummibärchen aus der Hand und alle grüßten uns im Englisch oder Deutsch.

Im Anschluss daran sind wir noch durch das Dorf gelaufen und haben noch vorhandene Spenden und Gummibärchen an Kinder verteilt. Sofort würden wir in eines der Häuser zum Çay gebeten. Eine solche Einladung schlagen wir nie aus. Und so saßen wir alle – die Teams Fehlzündung und Schwabenstahl – in der Einraumwohnung der Familie und bekamen Tee. Die Wohnung bestand aus einem Raum in der Größe einer Doppelgarage. Im vorderen Bereich war die Küche – bestehend aus einem Regal für Geschirr, Gaskocher, Feuerstelle und natürlich Teekannen – an der Rückwand stapelten sich die Vorräte. Dazwischen standen entlang der Wände lange Bänke die, wenn nicht 12 verrückte Deutsche einfallen, wahrscheinlich auch als Bett genutzt werden. In diesen einfachen Verhältnissen lebt die ganze Familie. Beim Tee blieb es nicht. Die Familie versorgte uns mit Brot, Tomaten, Gurken und Schafskäse. Dazu gab es unendlich viel Çay.

In diesen Situation bereuen wir jedes Mal, das sich im Vorfeld niemand von uns mit der türkischen Sprache begast hat. Es wäre so schön sich mit all den unglaublich freundlichen Menschen verständigen zu können.

Nach ca. einer Dreiviertelstunde haben wir unsere Autos geholt und sie zum unterschreiben vor die Tür gestellt. Außerdem haben wir verschenkt was wir noch dabei hatten und ein Gruppenfotos der ganzen Familie und uns gemacht. Während die Mädels mit den Kindern Ball spielten, hat Rouven von den Volvos die Bilder direkt auf dem Fotodrucker ausgedruckt. Die Freude war riesig und man bat sofort um weitere Abzüge. Später hat uns Burhan erzählt, dass die Bilder am Nachmittag stolz im ganzen Dorf herumgereicht wurden. Diese Idee werden wir aufnehmen und weiter verfolgen – unser Drucker liegt seit Tag eins im Kofferraum.

Danach sind wir wieder auf die Schnellstraße gefahren und haben uns die Zeit mit einer Wasserschlacht von Auto zu Auto vertrieben. Es ist gar nicht so einfach bei 120 mit einer angebohrten Wasserflasche von einem Auto ins andere zu spritzen.

Unterwegs haben wir über Facebook & WhatsApp erfahren, dass das Fahrerlager auf einem Migros-Parkplatz liegt aber gegenüber ein Hotel das Doppelzimmer für ca 25 € die Nacht anbietet. Und so haben wir das erste mal freiwillig ein Hotel gebucht. Natürlich liesen wir den Abend noch feuchtfröhlich ausklingen. Fragt mich nicht wann er ins Bett sind, um 4 habe ich das letzte Mal auf die Uhr geblickt.

Viele Grüße
Carlos


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Tag 15: endlich wieder mit dabei

Der gestrige Etappentag begann müde. Die Nacht war kurz und der Morgen durch einen Haufen Schüler, die den Rummelplatz auf dem wir die Nacht verbracht haben bevölkerten, Sehr laut. An den rund 200 dazwischen stehenden Autos störte sich niemand.

Wir wollten endlich mal wieder einen Tag mit den Unicamels fahren und so starteten wir gemeinsam den Berg hinauf zum über uns gelegenen Palast. Das Roadbook gab uns auf, dass wir im Harem ein Foto machen sollten. Wir haben uns den ganzen Palast, der mit Inventar sicherlich noch imposanter gewesen wäre, angesehen und uns dann bei den vor dem Palast stationierten Militärs Stempel für das ganze Roadbook geben lassen. Nur für den Fall, dass wir nochmal einen Tag ausfallen.

Dann ging es die Straße vom Palast am Fahrerlager vorbei hinunter. Diese Straße allein war ein Abenteuer. Das Pflaster hat definitiv schon bessere und sehr sehr viel ebenere Zeiten gesehen.

Auch der Toilettenbesuch an der Tankstelle war ein Erlebnis. Das war die erste Toilette in der ich war, die Sichtfenster in den Kabinentüren hat.

Wir hatten vereinbart zunächst Strecke zu machen und das erste Teilstück auf der Schnellstraße zu fahren um dann Erzurum anzusehen und, wenn es die Zeit erlaubt, in Richtung Süden auf die Landstraßen abzubiegen und so die letzte Etappe hinter uns zu bringen. Die Landschaft war mal wieder wunderschön. Zackige Felsformationen und die vierspurig in den Fels geschnittene Straße wechselten sich mit Graslandschaften im Stile der Windows-Hintergrundbilder ab.

Einzig die abwechselnd auftauchenden Checkpoints der türkischen Armee und der kurdischen Milizen verursachten eine etwas eigenartige Atmosphäre. Wenn eine vierspurige Straße einspurig wird und man 50 m direkt auf das, auf einen selbst gerichtete Geschütz eines Radpanzers zufahren muss oder am Straßenrand Halbwüchsige mit Schutzwesten und Kalaschnikows stehen, wird einem auch dann komisch, wenn alle Beteiligten einen fröhlich winkend passieren lassen.

In Erzurum haben wir uns dann in der Stadt ein Restaurant empfehlen lassen und dort gemeinsam Kebab gegessen. Schön vom Spieß mit Tomaten, Gurke, Zwiebeln und Brot. Auch das war wieder einmal fantastisch. Kati und Sandra dürften auch selbst vom Kebab-Spieß schneiden und somit ist wieder eine unserer Aufgaben erfüllt.

Von Erzurzm wandten wir uns südwärts auf die Landstraßen und wieder zog uns die Landschaft in Ihren Bann. Mehrfarbige Berghänge und ein wunderschönes Tal in das wir dann auch abbogen. Dass uns ein Haufen Teams entgegen kamen, lies uns kalt. Schließlich war das doch auch die Route für all diejenigen, die nur den ersten Abschnitt der Etappe auf Landstraßen fahren wollten und zudem kam uns auch das Team Schwabenstahl Volvopower entgegen – die hätten uns ja sicherlich gewarnt wenn auf der Strecke irgendetwas wäre.

Und so fuhren wir die winzige Straße durch das Tal entlang, verschenkten unterwegs Gunmibärchen von Korbmayer und Spielzeugautos aus unseren Promoaktionen. Es bleibt nicht aus, dass sich die Kolonne auf solchen Strecken etwas auseinander zieht und man sich immer mal wieder trifft. Bei einem dieser Stops stellten wir Fehlzünder fest, dass sich unserer Tankfüllungen rapide der Reserve näherten. Allerdings war in 20 km Entfernung ein größerer Ort ausgeschildert und üblicherweise mangelt es der Türkei nicht an Tankstellen. Also ging es weiter nach Yedisu was übersetzt “sieben Quellen” heißt, da im Ortskreis sieben Quellen entspringen.

Dort kamen wir auf dem Marktplatz an auf dem sich auch zwei Zapfsäulen befanden. Die Einwohner riefen sogleich den Tankwart herbei, der mit Hilfe eines Sozialarbeiters der Englisch sprach erklärte, dass es kein Benzin sondern nur Diesel geben würde und dass das nächste Benzin im 100 km entfernten Erzurum zu bekommen sei. Als wir uns entsetzt ansahen, da die E-Klassen der Fehlzünder diese Strecke auf keinen Fall mehr schaffen würden, kam Bewegung in die Dorfbewohner die sich in immer größeren Scharen auf dem Dorfplatz versammelten. Viele zückten Handys und es wurde, ohne dass wir darum gebeten hatten, Freunde, Verwandte und sogar der Bürgermeister und das nahegelegene Militärlager angerufen ob uns jemand Benzin hätte oder bringen könnte, denn die von uns geplante Route war wegen eines havarierten LKWs gesperrt. Die Zwischenzeit haben wir alle ausgenutzt um Gummibärchen, Spielzeugautos und sonstige Geschenke an die Kinder zu verteilen. Kurz darauf wurde uns gesagt, dass ein “Ferdi” unterwegs sei und uns 100l Benzin bringen würde.

Zur Überbrückung der Zeit wurde Çay getrunken, Fussball gespielt, viel fotografiert und über Fußball gesprochen. Man lud uns auch gleich für den Winter zur Bärenjagd ein. Getreu dem hier üblichen Motto “Ihr habt die Uhr aber wir haben die Zeit”, dauerte das Ganze ewig. Als es dunkel wurde traf irgendwann das Militär vom hangaufwärts gelegenen Stützpunkt ein und sicherte den Dorfplatz mit Hütchen, Radpanzer und einigen Soldaten ab. Dann traf Ferdi mit fünf 20l – Kanistern Benzin ein, die mit dem obligatorischen aus einer Cola-Flasche geschnittenen Trichter umgefüllt wurden. Danach zeigte man uns eine andere Route und legte uns nahe die nächsten Kilometer ohne anzuhalten durchzufahren.

Genau das haben wir dann auch getan. Die 50 km Schotterpisten haben wir am Stück hinter uns gebracht und sind direkt weiter mach Erzurum gefahren. Dort haben wir die Autos wieder voll getankt, denn der recht teuer erworbene Sprit verflüchtigte sich erstaunlich schnell. Bei einem Verbrauch von 30l auf 50 km liegt der Verdacht, dass ein wenig Wasser seinen Weg in das gelieferte Benzin gefunden hat, nicht ganz fern.

Ohne weitere Zwischenfälle sind wir dann über die Schnellstraßenroute zum Fahrerlager in Erzincan gefahren und ca. um 3:30 Uhr angekommen. Nach dem obligatorischen Feierabendbier fielen wir in unsere Betten.

Eines sei noch vorweggenommen: Am nächsten Morgen erzählten uns die “Volvos” vom Team Schwabenstahl, dass sie ebenfalls bis zu diesem LKW gefahren waren. Als sie uns gesehen haben, haben sie sich gedacht “die wissen schon was sie tun”. Danke – denn bei einer Warnung wäre uns ein weiteres spannendes Erlebnis und eine Menge Gespräche mit Einheimischen entgangen.

Viele Grüße
Carlos


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Tag 14: zurück in Turkey und Aufholjagd

Die Schadensabwicklung mit dem Unfallgegner und die Auslösung von Peter und Schnegge ist uns heute dank Anzo endlich geglückt.
Unserem georgischen Engel müssen wir echt ein Denkmal bauen, ich hoffe er kommt bald mal bei uns in Deutschland vorbei, damit wir uns zumindest ein wenig bei Ihm revanchieren können. Und als ob die tagelange Hilfe nicht schon genug ist, hat er uns vor Abfahrt noch mit vielen Tüten Obst versorgt, uns bis zur türkischen Grenze geleitet und uns dort noch eine freie Fahrspur über die fünf Kontrollhäuschen organisiert. Der Grenzübertritt lief problemlos. Jetzt heißt es zwei Tagesetappen durlch die reizvollen aber sehr kurvigen türkischen Berge aufzuholen und zu den restlichen Teams aufzuschließen. Wir freuen uns schon irgendwann diese Nacht unsere Buddy-Teams wieder zu sehen. Feuer frei…


*Update*:

Die Strecke durch die hohen türkischen Berge war sehr reizvoll, aber auch sehr kurvenreich. Auf dem Weg hatten wir dann unseren vierten Platten auf 2460m Höhe, diesmal war Prinzessin an der Reihe, die bisher noch weitgehend verschont blieb. Der Reihenwechsel erfolgte innerhalb von Minuten in einer wunderschönen, wenn auch dunklen Schneekulisse.
Und da heute Freitag der 13te ist hat unsere Perle noch eine Frontalkontakt mit einem Strassenköter gehabt. Verluste: Nebelscheinwerfer, linker Hauptscheinwerfer und der arme Hund selber. R.I.P.

Unsere miefenden Bleifüße haben sich aber bezahlt gemacht. Nachts trafen wir dann erschöpft im Fahrerlager unter dem Ishal Palast ein. Ich weiss nicht mehr wann wir ankamen, aber wir haben gefeiert bis Sonnenaufgang, das könnt ihr mir glauben.


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Tag 13: Team Batami

Berichterstattung des Teilteams Kati&Peter und Sandra&Chris:

Unser Tag sollte mit einem Treffen um 10 uhr mit Anzo an unserem Hotel in Batumi starten. Nach geschlagenen 2 Stunden , wir hatten schon fast alle Hoffnung verloren, kam Anzo tatsächlich!
Zusammen sind wir dann los, Peter und Chris im Auto von Anzo, Kati und ich haben es gewagt mit Prinzessin die Fahrt auf uns zu nehmen , auf den nahegelegenen Aufbewahrungsplatz für beschlagnahmte Autos zu fahren. Dort trafen wir auf den Unfallgegner und hatten endlich die Möglichkeit in ruhe unsere schnegge zu räumen.
Bei dieser Gelegenheit haben wir auch gleich unsere Rosen an die dortigen schrottplatzopis übergeben. Immerhin haben wir so unsre Aufgabe, die Rosen nach Georgien zu bringen , erfolgreich abgeschlossen.

Da wir schon unsere schnegge aufgeben müssen, haben wir zumindest ihr Markenzeichen, den Pinken Mercedesstern, mitgenommen.
Nach vielen Diskussion mit dem Unfallgegner und den beteiligten Mechaniker konnten wir uns auf die notwendigen Ersatzteile und Reparaturen einigen.

Peter und kati haben sich zusammen mit anzo auf den weg gemacht diese zu besorgen.
Chris und ich haben sich in der zeit mit misha (oder so ähnlich) getroffen. Den Kontakt haben wir von unseren Jungs bekommen, die sich zur gleichen Zeit in tiflis bei unserem spendenprojekt befanden.
Dieser hat uns seine Unterstützung zugesichert und uns rechtliche Grundlage erörtert.
Immerhin wissen wir nun, dass Peter in 10 Tagen ausreisen darf. Dennoch wollen wir doch lieber eine schnellere Lösung. Diese schaut nun so aus, dass wir die kosten für sämtliche Ersatzteile rausfinden müssen und dann in Verhandlungen mit dem Unfallgegner treten werden.

Nach getaner Arbeit und als dank für diese unglaubliche Unterstützung wollten wir anzo zum essen einladen. Dieser weigerte sich aber und hat sich nicht davon abringen lassen, uns eingeladen.

Frisch gestärkt sind wir dann zurück zum Hotel und haben nach 3 Stunden eine vollständige Liste inkl. Georgischer Preisangaben überreicht bekommen. Jetzt wissen wir zumindest mal, was uns dieser Spaß hier kostet und können morgen mit dem Unfallgegner in Verhandlung treten.

Das Highlight des abends , die fehlzünder sind wieder vollständig und warten ab, was der nächste Tag bringt!

Viele Grüße,
Sandra

Tag 13: Team Tiflis

Tag 13 aus der Sicht von Perle, Josh & Carlos – Einmal Tiflis und zurück

So wie versprochen kommt heute auch noch der Bericht von Josh und mir.

Wie schon beschrieben sind wir gestern Abend/Nacht noch nach Tiflis gefahren um uns mit Nana vom Waldorfkindergarten in Tiflis (Tbilisi) zu treffen. Morgens haben wir aus dem Fahrerlager noch Nadir vom OK angerufen und um den Fahrzeugbrief von Schnegge gebeten. Danach sind wir zum Eingang des Fahrerlagers im Fußballstadion von Tiflis gefahren und haben uns dort mit Nana vom Waldorfkindergarten getroffen. Sie hatte noch Salome mit dabei, die im Herbst diesen Jahres in “meinem” Waldorfkindergarten in Stuttgart ein Praktikum absolvieren wird.

Nachdem das OK am Fahrerlager eingetroffen ist und Ralf uns den Brief übergeben hat, sind wir mit Nana und Salome zum Kindergarten gefahren. Dort haben sie uns die ganze Einrichtung gezeigt. Auch die danebenliegende Waldorfschule durften wir besichtigen und haben unsere mitgebrachten Spenden, darunter auch die Zahnbürsten und die Rose der Unicamels und die Kuscheltiere von PersiGo, übergeben.

Die ganze Schule war toll. Schaut euch einfach auf den Bildern an, wie liebevoll die ganze Anlage aufgebaut, eingerichtet und geführt ist.

Als Salome gehen musste, kam noch Maiko – Nanas Schwester, die Geschäftsführerin des Kindergartens – dazu und gemeinsam haben uns die beiden das neu erworbene Grundstück am Rande von Tiflis gezeigt auf dem ein weiterer Kindergarten entstehen soll. Auch das nahegelegene Gartengrundstück von Maiko nebst Garten- bzw. Ferienhaus durften wir besichtigen und zum traditionell georgischen Essen würden wir auch eingeladen. Es gab Obst, gebratenen Fisch und eine Art Maultaschen mit einer Füllung aus Rindfleisch und Brühe die wir mit den Fingern essen sollten. Josh und ich haben uns dabei nicht unbedingt elegant oder geschickt angestellt. Zu allem gab es georgisches Brot das mit Käse gefüllt war – ein Gedicht!

Danach ging es auf Stadtrundfahrt inkl. Unfall. Die Statistik steht bei einem pro Tag. Das würden wir morgen gerne durchbrechen.

Tiflis ist eine gigantische Stadt. Dort leben 1,5 Millionen der insgesamt 3,5 Millionen Einwohner Georgiens. Die Stadt ist durchzogen von Baumonumenten die die verschiedenen Präsidenten, insbesondere der aktuelle, errichtet haben. Dazwischen fährt man durch uralte, teilweise halb eingefallene Gebäude. Erdbeben sind in Tiflis wohl ein ernsthaftes Problem. Danach haben wir uns, es war schon Nachmittag, schweren Herzens von den beiden getrennt und versprochen wieder nach Tiflis zu kommen. Achso, der Chorleiter der Schule würde gerne für ein Konzert nach Deutschland kommen. Hat da jemand Ideen?

Voller Vorfreude auf schlaglochdurchzogene Straßen haben wir uns dann wieder auf den Weg nach Batumi gemacht. Wir mussten wieder einigen Kühen ausweichen, haben den V8 für 30 € vollgetankt und sind über die schlimmste Straße – laut Schild die “Straße der Freundschaft” gefahren.

Gegen halb 10 sind wir wieder im Hotel Istanbul in Batumi eingetroffen wo wir seither die Biervorräte des gegenüberliegenden Kioskes vernichten und Neuigkeiten austauschen.

Soviel sei vorausgeschickt. Wir haben Schnegge noch nicht frei. Peter darf noch immer nicht ausreisen aber wir haben eine Teileliste. Nana hat uns einen Kontakt zu einem Regierungsbeamten vermittelt der morgen hoffentlich den Unfallgegner zur Raison bringen wird. Schnegge wird leider im Georgien bleiben. Eine Reparatur ist möglich aber wir haben die Zeit nicht.

Den ganzen Rest müssen die anderen noch “zu Papier” bringen. Morgen Abend werden wir hoffentlich aus der Türkei berichten.

Viele Grüße Carlos

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Tag 11 & 12: Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

Der elfte Tag der Rallye startete wunderschön am Meer. Nach einem ausführlichen Frühstück haben wir uns auf den Weg gemacht. Geplant war eine Route durch die Berge über ein an der Felswand gebautes Kloster und dann über einen Pass um im Hinterland weiterhin Landstraßen zu nehmen und die Schnellstraße zu meiden.

Der erste Teil der Route war großartig. Vorbei an Hängebrücken und Wasserfällen durch wunderschöne Landschaften und wolkenverhangene Berggipfel.

Auch das Kloster war, wenn auch geschlossen, unglaublich beeindruckend. Von dort aus wollten wir dann auf unsere Passstraßen. Bis wir die Schotterpisten als Straße erkannt hatten sind wir das Tal vier mal hoch und runter gefahren. Dann ging es “aufi”. Leider nicht lange, denn nachdem wir mir Ach und Krach einen Flusslauf durchquert hatten erklärte uns ein entgegenkommender einheimischer dass unsere E-Klassen ungefähr 30 cm zu tief liegen würden und das er trotz deutlich höherer Bodenfreiheit umgedreht hätte. Also wieder zurück durch das Wasser. Die Videos kommen noch.

Wir sind dann durch das ganze Tal zurück auf die Schnellstraße gefahren und haben die restlichen Kilometer zur georgischen Grenze abgerissen.

Dort wurden wir gegen 10 Uhr in die wartende Autoschlange gestellt und haben uns ganz langsam vorgetastet. Leider kann der Fahrer dabei das Auto nicht verlassen, denn sobald es eine Lücke gibt, drängelt sich ein Anderer hinein. Das ist auch uns passiert. Aber “don’t mess with the Germans”. Wir haben den Pickup eingekeilt und sind an ihm vorbei gefahren. Das fand ein Türke so witzig, dass er gleich noch andere Teams aus der Warteschlange geholt und mit in die von uns geschaffene Lücke gewunken hat.

Nach langem warten ging es dann durch die Grenze, vorbei an fünf Grenzposten der Türkei in die georgianische Spielerstadt Batumi und dort ins hässlichste Fahrerlager der bisherigen Route. Ein matschiger Parkplatz an der Hauptstraße. Wir haben uns den Platz dann aber schön getrunken und gegen 5 bin ich ins Bett gekrochen.

Am nächsten morgen war es der Plan Versicherungen zu besorgen. Also ohne Frühstück aufgesessen und auf die Straße. Bis zur Versicherung wären es 5 Kreuzungen gewesen. Leider hat Peter mit Schnegge schon die erste nicht überstanden. In Georgien sind Kreisverkehre normale Kreuzungen bei denen man heraus finden muss welche Straße sie Hauptstraße ist. Die hat Vorfahrt. Das wusste Peter nicht und hat sich zu weit vorgewagt. Dabei hat es sofort geknallt. Das Ergebnis kennt ihr schon.

Leider war das OK nicht wirklich hilfreich. Unser Anruf wurde nur mit einem “da können wir nicht helfen, ruft die Polizei” kommentiert. Zum Glück erschien Anzo, ein georgischer LKW-Fahrer, der deutsch und georgisch sprach und uns über den Tag begleitete.

Und so teilten wir uns auf. Die Basis wurde zunächst der örtliche McDonald’s, da es dort freies WLAN gab. Sandra & Josh organisierten die Versicherungen für die verbliebenen Fahrzeuge, Kati & Chris hielten die Stellung und Peter & ich gingen mit Anzo los um den Unfall abzuwickeln. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht: zunächst war der Eigentümer des Fahrzeuges nicht aufzutreiben, dann fuhren wir mit Anzo zu einem Lebensmittelgeschäft. Im ersten Stock, hinter getöntem Glas stand ein langer Tisch, an dem bereits 5 oder 6 grimmige Georgier saßen und uns die Bedingungen diktierten unter denen sie und die Bescheinigung unterzeichnen würden mit der wir unser Auto wieder bekommen würden: wir sollten einen “Meister” finden der den Schaden schätzt und uns eine Liste der Teile gibt. Deren Preise sollten wir ermitteln und den Betrag zahlen.

Dank Anzo fanden wir einen Meister der eine Teileliste in georgischer Schrift verfasste und verkündete, das die Reparatur zusätzlich zu den Teilen 300 Lari und die Lackierung 150 $ kosten würde. Mit der Teileliste ging es dann zum Fordhändler. Der erklärte, dass die Teile bestellt werden müssten und in Georgien rund 1.500,00 € kosten würden. Wir sollten in die Türkei fahren und sie da besorgen. Eine lesbare Teileliste bekamen wir nicht. Lediglich die Zusage dass bis zum nächsten Tag die georgischen Preise abgeklärt sein würden. So setzte uns Anzo wieder am McDonalds ab.

Wir besprachen die Lage und da wir unsere Spenden eigentlich schon am selben Tag in Tiflis übergeben haben sollten, es aber zwischenzeitlich 18:00 Uhr und Tiflis 6 Stunden entfernt war, teilten wir uns auf.

Josh und ich fuhren mit unserer Perle und allen Spenden die nicht bei der Polizei geblieben waren nach Tiflis. Der Rest nahm sich ein Hotelzimmer um an Donnerstag weiterhin an der Regulierung zu arbeiten.

Nach einer kurzen Dusche in Hotel machten sich Josh und ich auf den Weg. Wir haben tatsächlich 6 Stunden gebraucht obwohl wir wirklich über die Schlaglochpisten geflogen sind. Gegen ein Uhr erreichten wir das Fahrerlager am Fussballstadion in Tiflis und erzählten ungefähr 100 Mal wie es uns ergangen war. Zwischendrin klärten wir mit Nana vom Kindergarten ab, dass sie uns am nächsten Morgen um 9:00 Uhr am Stadion abholen würde.

Eine Sache muss erwähnt werden. Nämlich die Hilfsbereitschaft aller anderen Teams! Sofort wurden uns mehr Spenden von angeboten als wir je hätten in unser Auto stopfen können. Wir wurden mit Telefonnummern und Kontakten bis hin zur Botschaft versorgt. Vielen vielen Dank dafür! Ganz besonders den Unicamels, PersiGo und Sugar Racing!

Wenn ich es schaffe werde ich heute noch den Bericht von Josh und mir vom heutigen Donnerstag in Tiflis verfassen und hochladen. Drückt ins bitte weiterhin die Daumen. Noch sind wir nicht aus Georgien hinaus!

Viele Grüße
Carlos

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Tag 11: Batumi, Georgien

Verzeiht die lange Funkstille, wir haben es aufgrund technischer Probleme und mangelnder Zeit nur geschafft regelmäßige Facebook-Einträge zu verfassen, bitte schaut Euch dort mal unser geilen Fotos der letzten Tage an.

Wir sind mittlerweile in Georgien angekommen. Unser Zick-Zack-Kurs durch die Türkei war die Wucht, unsere Offroad Streckenwahl mussten wir mit unseren bepackten Mercedes erst vor einem 2800m Gebirgespass etwas zügeln.

Heute der erste Unfall bei der Einreise nach Georgien. Zum Glück nur Blechschaden, aber dummerweise noch vor dem Versicherungsbüro, wo wir die georgische Autobversicherung abschließen wollten. Schnegge befindet sich nun samt GPS-Tracker und Gepäck in Polizeigewahrsam. Verhandlungen mit dem Unfallgegner verlaufen aber Dank unheimlich toller Hilfe von vielen Einheimischen gut

Bis bald


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Tag 10: Wasser! Salzig und süß!

Am zehnten Tag starteten wir von unserer Lagerstelle in Merzifon. Noch während des Zähneputzens knatterte der Ford “Henry” von den Unicamels herbei und verkündete, dass sie abends noch von der Polizei zu einem anderen Areal gebracht worden seien in dem auch andere Teams gelandet waren. Die drei Autos der Unicamels waren bereits startklar als unser erstes Fahrzeug an der Tankstelle, die als Treffpunkt diente, eintraf. Zudem wollten die Unicamels auf schnellstem Weg ans Meer fahren, während wir uns auch weiterhin so fern wie möglich von den mehrspurigen Straßen halten wollten. So haben wir vereinbart diesen einen Tag getrennt zu fahren.

Die Unicamels sind dann gleich gestartet, während wir und das Team Schwabenstahl Volvopower erst einmal die Autos betanken und und mit Kuchen und Cola als Frühstück eindeckten.

Dann fuhren wir nach Havla. Von dort wollten wir gehn Norden um auf kleinen Bergstraßen ans Meer zu gelangen.

Zunächst war aber ein Stop in Havla eingeplant um Geld zu wechseln und unsere Vorräte aufzufüllen. Es ist in türkischen Städten genauso unmöglich spontan Parkplätze für 6 Autos zu finden wie in Deutschland. Allerdings genießen wir, wegen unserer bunten Fahrzeuge, eine gewisse Narrenfreiheit und so haben wir einfach auf einer etwas breiteren Kreuzung ein paar Einfahrten zugeparkt und die anderen Autos mit Warnblinker in zweiter und dritter Reihe anbgestellt. Josh ging Geldwechseln einige andere zum einkaufen. Der Rest von uns blieb bei den Autos um in Notfall wegfahren zu können. Wie so oft sammelten sich die Menschen vor ihren Läden, beobachteten uns und nach einigen Minuten wurde uns Tee angeboten. Ein solches Angebot schlagen wir nie aus – ist es doch eine tolle Möglichkeit die Menschen kennen zu lernen. Außerdem ist alleine der türkische Tee eine Reise in die Türkei wert.

So saßen wir dann in einem naheliegender Café und tranken Tee während der Wirt und seine Nachbarn dafür sorgten dass unsere Autos bleiben konnten wo sie waren und jemanden organisierten der uns in perfektem Deutsch den weiteren Weg erklärte. Er hat nicht ganz verstanden, weshalb wir nicht die gute Straße sondern lieber die Schlamm- und Schotterpisten über die Berge nehmen wollten.

Nachdem wir den Tee getrunken und bezahlt hatten und einige von uns noch in den Genuss einer typisch türkischen Eis-Show gekommen waren – dabei nimmt einen der Eisverkäufer immer wieder das Eis mit seinen ca. 1,5 m langen Eisspatel weg – sind wir der Wegbeschreibung und unserem Orientierungssinn nachgefahren. Als die Straße wirklich nur noch ein Schlammweg war, haben wir nochmal nachgefragt und wurden in die gleiche Richtung verwiesen. Also sind wir weitergefahren bis wir vor dem Tor einer militärischen Anlage standen. Dreistigkeit siegt und so sind wir einfach auf das elende gefahren und haben versucht jemanden zu finden, der uns erklären kann wie es weitergeht. Tatsächlich kamen aus einem der Gebäude auch zwei Männer in Zivil die nochmal den Weg erklärten – zunächst zurück nach Havla – und zwar von den vielen Fotos irritiert waren aber nichts dagegen unternahmen.

Um es kurz zumachen: Wir mussten noch viele Menschen fragen bis wir auf der richtigen Route waren. Es sollte sich aber lohnen.

Die Landstraße wurde zunächst immer schlechter und schraubte sich dann durch kleine Ortschaften auf den Berg hinauf. Ganz oben haben wir dann eine Vesperpause mit traumhaftem Ausblick gemacht und unsere gerade gekauften Vorräte wieder verspeist.

Weiter ging es dann bei bestem Wetter – strahlender Sonnenschein und über 20 Grad – ins Tal wo wir auf einen Gebirgsbach stießen der schnell größer und damit auch ruhiger wurde. Von einer Brücke konnten wir einen Platz erspähen an dem wir mit den Autos and Wasser konnten. Diese Gelegenheit haben wir genutzt und sind ins eiskalte Wasser des Gebirgsflusses gesprungen.

Nach einer weiteren Pause sind wir dann weiter durch die traumhafte Landschaft gefahren. Aus dem Fluss wurde ein Staudamm und die Landschaft wandelte sich immer mehr in den Industriebereich der an der Küste des schwarzen Meeres so typisch ist. Von Balgs nahmen wir die Schnellstraße an der Küste entlang. Erst kurz vor unserem Tagesziel gab es noch eine Landzunge auf die man hinaus fahren konnte, weil sie durch die Schnellstraße abgeschnitten wird. Und sofort ging es wieder in wunderschönen Serpentinen die Küste entlang. Wir haben uns auf diesem Abschnitt dann ein Restaurant in toller Lage zum Abendessen ausgesucht. Wir waren die Intrigen Gäste und es gab auch nur die Auswahl zwischen Salat, panierten und gegrillten Fischchen und Köfte. Das Essen war einfach aber gut und der Blick einfach großartig. So haben wir bis in die späten Abendstunden zusammengesessen und die Ankunft am Meer gefeiert.

Im Anschluss sind wir wieder auf die Schnellstraße gefahren und direkt zum Fahrerlager gedüst, das – oh Wunder – wegen Überfüllung geschlossen war. Das Lager lag aber direkt an der Küste und in der Verlängerung hatten schon einige Teams ihre Lager auf der Strandpromenade aufgeschlagen. Dort haben wir uns angeschlossen und unsere Autos so geparkt, dass wir direkt auf einen Steinkai hinaus konnten. Auf diesem haben wir dann unsere letzten Biervorräte (Nach Benzin unser größter Ausgabenpunkt mit über 2 € je Dose) getrunken.

Die letzten von uns sind dann erst um halb vier ins Bett gefallen.

Morgen geht das mit unserer Fahrt nach Georgien weiter.

Viele Grüße
Carlos

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Tag 9: Auf nach Norden

Am neunten Tag unserer aktuellen Zeitrechnung sind wir morgens aufgewacht und irgendetwas war anders. Etwas fehlte. Nach einigen Minuten im Schlafsack wurde mir klar, dass das morgendliche Getrommel des Regens fehlte! Und ein Blick aus der ungetönten Frontscheibe offerierte tatsächlich Sonnenschein. Also nichts wie raus und zum ersten Mal die mitgebrachten kurzen Hosen herausgekramt.

Beim frühstücken wurde uns gesagt, dass es eine Änderung im Roadbook geben würde und dass wir zu einer Werkstatt in Çorum fahren sollten. Das lies leider unsere Pläne nochmal durch den Naturpark zu fahren platzen, denn Çorum, Naturpark und die Zeit waren nicht unter einen Hut zu bringen. Ein kleiner Trost war aber, dass ab Çorum eine “Chinesenrallye” zu einer Offroadstrecke führen sollte. Eine Chinesenrallye ist eine Prüfung bei der zur Orientierung nur Bilder zur Verfügung stehen.

Wir sind relativ spät gestartet und haben nach dem obligatorischen Tank- und Toilettenstop zu neunt bzw. mit 18 Personen – Unicamels, Schwabenstahl Volvopower und Team Fehlzündung – die Fahrt angetreten. Natürlich sind wir nicht die gut ausgebaute Nationalstraße gefahren sondern haben uns eine Landstraßenroute ausgesucht, die zwar länger war aber landschaftlich mit Sicherheit schöner sein sollte.

Genauso war es auch. Ich verweise da einfach auf die Bilder.

Leider hat sich heraus gestellt, dass 9 Autos von gut 100 bis knapp 300 PS nur schwer unter einen Hut zu bringen sind und so haben wir den Kontakt zu den Volvos verloren. Zu sechst sind wir dann über die Landstraßen nach Çorum gedüst. Dort waren schon verschiedene Teams auf der Suche nach der bezeichneten Werkstatt. Denn die lag leider nicht auf unserer Einfahrtsroute sondern auf derjenigen die man genommen hätte, wenn man über die vierspurige Nationalstraße gefahren wäre.

An der Werkstatt angekommen, bekamen wir digital das Roadbook zur Chinesenrallye. Das erste Bild zeigte einen Startbogen der sich, so konnte man es aus den Folgebildern lesen, Ca. 30 km vor Çorum befinden sollte. Also sind wir in die Autos und haben die 30 km abgerissen. Doch da war – oh Wunder – kein Startbogen. Also wieder den Folgebildern nach bis wir wieder vor der Werkstatt standen. Den Bogen haben wir bis zum Schluss nicht gefunden, sind aber einfach danach in die Chinesenrallye eingestiegen.

Es sollten verschiedene markante Punkte angefahren und fotografiert und ein Kilo geröstete Kichererbsen besorgt werden. Haben wir natürlich alles erledigt. Am Ende führte uns die Bilderserie auf eine kleine Landstraße die schlussendlich in der “Offroadstrecke” endete. Durch Matsch und Steine haben wir uns relativ locker durchgearbeitet bis der rechte Hinterreifen von Schnegge plötzlich Fetzen von sich warf. Keiner weiß wie, aber Kati hat den Reifen völlig vernichtet! Also haben wir – wir haben ja langsam Übung – schnell einen Reifen gewechselt und sind weiter nach Merzifon zum Fahrerlager gefahren.

In der Stadt nahmen uns verschiedene Polizeistreifen in Empfang und winkten uns den Berg hinauf. Unterwegs sahen wir erstaunlich viele Rallyeautos am Straßenrand. Die entgegenkommenden Handkäs Heroes berichteten dann von unhaltbaren Zuständen. Das Fahrerlager sei ganz oben auf dem Berg. Es sei saukalt und alles krumm, campen sei unmöglich. Drei Minuten später berichteten die Petrolheads, die wirklich nicht aus Zucker sind, das gleiche. Einige Gespräche später stellte sich heraus, dass das eigentliche Fahrerlager wegen Überfüllung geschlossen worden war und die Ausweichfläche schlicht und einfach unbrauchbar war.

Wir haben uns entschlossen kurz anzuhalten um nicht alles über Funk auszudiskutieren und sofort kamen Leute angerannt, die uns in Hotels bugsieren wollten. Darauf hatten wir aber gar keine Lust. Wenn die Stadt nach mehreren Besuchen des Rallyetrosses immer noch “überrascht” von der Anzahl der Autos ist und das obwohl dieses Jahr 40 Teams abgesagt haben, dann sind sie selber schuld. Hätte man uns einfach gesagt, dass die Stadt soundsovielte Hotelübernachtungen braucht, hätten wir sicher anders reagiert aber bei so einem Quatsch machen wir nicht mit. Wir haben also solange mit der Polizei diskutiert bis die uns an einen anderen Ort eskortiert hatten. Der lag leider neben der Hauptstraße. Also haben wir dort noch kurz Nudeln mit Pesto gekocht und uns dann auf einen Feldweg verzogen. Blöderweise haben wir dabei die Unicamels verloren und so sind wir Fehlzünder mit dem Team Schwabenstahl Volvopower alleine ins Bett gegangen.

Morgen geht es dann weiter mit dem Bericht von heute. Und glaubt mir, so wenig Bilder ich für Tag 9 anbieten kann, so viele werden es für Tag 10 sein.

Viele Grüße vom schwarzen Meer
Carlos

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Tag 7: Superlative

Tag 7 begann, wie nahezu jeder Tag zuvor, mit prasselndem Regen auf dem Autodach. Während der Aufräumarbeiten kam dann aber doch die Sonne raus und auch wenn es immer mal regen gab, war der Tag insgesamt Dich recht freundlich.

Ziel sollte eine Punkt bei Haymana in der Nähe von Ankara sein, den wir uns akribisch in unsere Karten eingetragen haben.

Der erste Versuch diesen Punkt abseits aller größeren Straßen zu erreichen endete im LKW-Stau und so haben wir uns entschlossen für die ersten 200 Kilometer auf die ausgebaute Nationalstraße zu verlegen um unterwegs noch ein Hotel für die erste heiße Dusche seit einer Eiche zu finden.

So haben wir es dann auch gemacht. Das Hotel haben wir aber erst spät gesucht, denn auch verschiedene andere Teams hatten sich die Nationalstraße ausgesucht und so gab es es an den Ampeln das eine oder andere Rennen bei denen aus drei Spuren fünf gemacht und Spiegel an Spiegel gestartet wurde. Wer bremst verliert.

Kurz vor unserer Ausfahrt sind wir dann in einen Ort gefahren und haben unsere – Zu diesem Zeitpunkt 9 – Autos in zweiter Reihe geparkt um im Hotel die Konditionen auszuhandeln. Dabei gab es dann gleich ein reisen Halo und der Eigentümer des Crazy Cafés vor dem wir standen hat sofort Chai für alle gebracht und uns eingeladen bei ihm zu bleiben bis alle mit dem Duschen fertig sind. Dieser Einladung sind wir sehr gerne gefolgt und haben dort auch gleich gegessen. Das Crazy Café ist eher ein Imbiss aber ich werde nie wieder in Deutschland einen Döner essen können. Das Essen, so einfach es war, war einfach gigantisch.

Nachdem alle fertig waren, haben wir uns bedankt und zum Abschied noch ein Gruppenfoto geschossen. Dann ging es wieder auf unsere Pferde. Die Volvos (Team Schwabenstahl Volvopower) haben sich ausklingt und sind direkt nach Ankara gefahren um dort eine neue Kupplung abzuholen die nur bis 20:00 Uhr bereit liegen sollte. Uns haben sie nicht zugetraut diese Zeit einzuhalten. Wie sich noch zeigen sollte eine durchaus realistische Einschätzung unserer zeitlichen Kompetenzen.

Wir die Teams Unicamels und Fehlzündung sind weiter auf die avisierte Route gefahren und direkt in einen Naturschutzpark mit tollen Straßen, gigantischen Landschaften und den freundlichsten Menschen geraten.

Das lässt sich alles nur schwer beschreiben, aber wir sind mehrere Stunden durch die Berge gefahren, haben Bilder in einem Steinbruch gemacht und den ersten Reifen und Auspuff verloren.

Schaut einfach die Bilder an!

Mitten im Park war eine kleine Stadt in der wir auf der Suche nach Bier anhielten und sofort von den Dorfältesten umringt und bestaunt wurden. Im Gespräch mit Händen, Füßen und Kritzeleien auf der Motorhaube und Karte stellte sich heraus, dass wir an den Arzt des Dorfes geraten waren. Dir Unicamels haben ihm, von den ihren medizinischen Spenden Verbandsmaterial und eine Röntgenbildbetrachter geschenkt, woraufhin wie zum obligatorischen Chai in die Hütte der Ältesten geladen wurden. Ein einfacher Holzraum mit einem Ofen der Haselnussschalen röstete und einigen Tischen. Es war schon mehr als schwierig genug Teetassen für uns alle aufzutreiben. Unter anderem lagen dort auch Zeitungen und in einer fand sich tatsächlich ein Artikel über die Rallye. Wir waren sogar mit auf der Titelseite. Nach vielen Dankeschön haben wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Haymana gemacht.

Der Weg war dann doch etwas länger als zunächst gedacht und als Peter dann mitten im wieder einsetzenden Regen feststellte, dass auch einer seiner Reifen die Drifterei auf den Schotterpisten nicht vertragen hat, waren wir alle nicht gerade erfreut. Also ein zweites mal Wagenheber raus, Rad vom Dach und rauf damit. Die alten Ränder haben wir selbstverständlich jeweils wieder mitgenommen.

Gegen 0:30 Uhr kamen wir dann auf der von uns eingetragenen Position an und Wunder was, wir standen im Dunkeln – kein Mensch weit und breit. Wir haben dann aufgegeben und ein anderes Team angerufen die uns erklärt haben wo wir hin müssen. Also wieder 35 km zurück nach Haymana wo wir unsere Autos einfach mitten auf den Dorfplatz, direkt vor die vorbereitete Bühne und neben ein 24-Stunden Hamam gestellt haben. Natürlich sind wir dann auch noch ins Hamam gegangen und haben unsere müden Glieder eingeweicht. Nach zweimal heißen Wasser an einem Tag fühle ich mich viel zu sauber!

Um vier ging es dann nach einem der schönsten wenn nicht dem schönsten Rallyetag ins Bett.

Viele Grüße
Carlos


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Tag 6: Ab nach Asien


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Tag 5: Istanbul !!!


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Tag 4: km, km, km

Moin Moin zusammen,

es ist zwar schon früher Abend aber die Zeiten verschwimmen ziemlich während wir die Kilometer abspulen und so ziemlich alle 10 Minuten bedauern, dass wir gerade hier nicht noch zwei Tage bleiben können.

Aber von vorne, denn wir haben uns ja gestern schon ziemlich rar gemacht:

Unser letzter längerer Blogeintrag stammt noch von vorgestern Abend als wir im strömenden Regen kurz vor der bosnischen Grenze in Ploče bei Camping Rio Halt gemacht haben.

Nach einem langen Abend im Regen bei Whiskey und Bier konnten wir uns morgens tatsächlich eine lauwarme Dusche gönnen. Dass draußen mehr Wasser vom Himmel kam als in der Dusche hat uns dabei nicht sonderlich gestört.

Danach sind wir nach Dubrovnik aufgebrochen und schon am Grenzübergang nach Bosnien hat der Regen aufgehört. So war nicht nur das Warten während der eingehenden Untersuchung von Perle erträglicher, sondern wir konnten auch das eine oder andere Bild von und am Grenzübergang machen, bevor der wutschnaubende Zöllner uns unter Hinweis auf das offizielle Gelände verjagt hat. Ein bisschen Humor hat er dann aber doch bewiesen als er den einzigen Ford zwischen den fünf Mercedes mit den Worten “Ford? No Good!” durchwinkte.

Das Wetter haben wir dann auch gleich genutzt um uns die Altstadt von Dubrovnik anzusehen und Mittagessen zu gehen. Trotz der Begeisterung die unsere Autos beim Parkhauspersonal hervor riefen mussten wir aber leider 60 € Parkgebühren berappen.

So schön dieser Mittag auch war, ein Thema musste endlich noch geklärt werden:

Wie sollte unsere Route weiterführen. Das Team Fehlzündung hatte eigentlich geplant die Gelegenheit zu nutzen und sich auch Mazedonien anzusehen. Die Unicamels hatten aber gehört und gelesen, dass man bei der Einfahrt nach Mazedonien sämtliche Fotoapparate anmelden müsse. Bei 12 Handys mehreren Tablets, drei Fotoapparaten und unzähligen GoPros und dem Zeitaufwand den so eine Registratur und im schlimmsten Falle die Kontrolle der Geräte beim Ausreisen verursachen würde, haben wir uns dazu entschieden die Route zu verlegen und über Montenegro und Albanien nach Griechenland zu fahren.

Gesagt, geta… ääh begonnen. Denn was wir nicht bedacht hätten war, dass wir so ein paar Kilometer mehr hinter uns bringen müssen und wie langsam wir auf der Küstenstraße voran kommen würden.

Die Küstenstraße … Ein Thema für sich. Anders als alle anderen Teams auf der Kroatienroute, haben wir uns bis Albanien nahezu durchgehend auf der idyllischen aber zeitraubenden Küstenstrecke gehalten. Während das am Sonntag buchstäblich ins Wasser gefallen ist, würden wir am Montag belohnt, denn wenn zwischen den Wolkengüssen kurz die Sonne hervor kam, zeigte sich uns ein gigantischer Anblick. Schaut euch die unbearbeiteten Bilder am besten selbst an!

Aus meiner Sicht  würde die Landschaft immer schöner, je weiter wir nach Süden kamen. Der Nachteil: am späten Nachmittag waren wir gerade so zu zwei Dritteln durch Montenegro. Am Mittwoch Abend sollten wir aber doch in Istanbul sein. Dann jagte Peter uns noch einen Schreck ein, als er direkt vor den Augen der Verkehrspolizei seinem Vordermann aufs Heck rutschte. Der war aber sehr gut gelaunt und nach einem Blick auf sein Auto gab er Peter die Hand und wünschte uns viel Glück für die Rallye.

Danach wurde beschlossen, dass ab jetzt Gas gegeben wird. Und das haben wir dann auch, nach langem Warten an der albanischen Grenze getan. In Albanien haben wir schnell festgestellt, dass ca. ein Drittel der Einwohner Polizisten sind. Allerdings waren diese ausnahmslos hilfreich und freundlich. Sie haben uns nur etwas leid getan, weil nicht einmal die Straßenkehrer ihren kleinen Dodge Platz gemacht haben. Die Straßen und die Beschilderung waren allerdings katastrophal und der wieder einsetzende Regen trug seinen Teil dazu bei, dass das Vorwärtskommen mehr als anstrengend war. Schlaglöcher in denen man einen Smart verstecken könnte, Wahnsinnige in SUVs die mit 180 über diese Straßen donnerten und Steine oder Tiere auf der Fahrbahn wechselten sich ab. Ganz kurz haben wir auch das Team 77 gesehen, die aber wohl schon wussten, dass die direkte Landstraße wegen eines Erdrutsches gesperrt war und anders abbogen. Wir sind erst noch bis zum Erdhaufen gefahren 😉.

Bis drei Uhr nachts haben wir uns dann bei Nebel und Regen über Serpentinen durch Albanien gekämpft und um kurz vor zwölf noch das von Roadbook geforderte Apfelbaumbild gemacht. Viel gesehen haben wir nicht, dafür war es abwechselnd zu dunkel oder zu neblig (Sichtweiten unter 20m). Festzuhalten bleibt aber, dass auch hier alle Menschen die wir nach dem Weg gefragt haben wahnsinnig nett und hilfsbereit waren. Einmal bekamen wir sogar eine Eskorte, weil wir die Schotterpiste nicht einmal als Straße erkannt haben!

Kurz nach drei kamen wir dann an die griechische Grenze, an der wir unproblematisch abgefertigt und zurück in die EU gelassen wurden. Direkt nach der Grenze haben wir den Wunsch unterdrückt das dort campende Team @Explorient Racing zu wecken und haben 3 km weiter unser Nachtlager auf einer Nebenstraße aufgeschlagen.

Heute Morgen ging es dann nach einem schnellen Café wieder auf die Straße. 1.000 km bis Istanbul standen auf dem Plan. Aber wie so oft, der Post ist schon zu lang, den Rest bekommt ihr später.

Viele Grüße
Carlos

#AOR2016 #Fehlzuendung #Fehlzündung #Unicamels


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Lebenszeichen

Kurzes Lebenszeichen! wir sind noch da. Nach einem Lunch-Stop in Dubrovnik haben wir ums ans Kilometerfressen gemacht – an der Küste durch Montenegro, dann durch Albanien und heute morgen nach Griechenland. Mazedonien & Bulgarien haben wir nach Berichten zu anzumeldenden Fotoapparaten im Hinblick auf unsere GoPro-Stapel umfahren. Nach 4 Stunden Schlafpause sind wir wieder auf der geänderten Route. Noch ca. 1000 km bis Istanbul. aus dem türkischen Netz gobt es dann Ausführlicheres und mehr Bilder!
viele Grüsse 

Carlos

Tag 2 immernoch: Planänderungen 

Planänderung! Wir haben das Projekt Dubrovnik auf morgen verschoben. Dieses Weltuntergangswetter macht keine Lust auf nächtliche Grenzfotos!
Also sind wir zu “Camping Rio” einen Kitesurfcamp bei Ploče wo wir jetzt für 33€ je Team inkl. Toiletten & Dusche nächtigen dürfen.

Und noch besser es gibt WLAN!

Wir melden uns morgen wieder.

Viele feuchte Grüße
Carlos

PS leider immernoch ohne Bilder! Schaut bitte auf Hier klicken für Facebook


Tag 2: Wasserspiele

Tag 2: Wasserspieleauch hier gilt der letzte Absatz. Bitte habt Verständnis dass wir im Moment keine Bilder auf unsere Homepage hochgeladen bekommen.
Noch immer auf dem Weg die Küste gehn Süden, nutze ich das noch gebuchte kroatische Netz um unseren Heutigen Tag zumindest bis jetzt zusammenzufassen:
Erwacht sind wir in unserem wunderschönen italienischen Hafen. Voller Tatendrang wurde Kaffee gekocht und nebenher die vor Ort gefundene Freiluftdusche ausgenutzt – natürlich nur den Insassen des jeweils Einzug rein männlich besetzten Fahrzeuges. Die acht Mädels wollten nicht so recht.
Mit frischem Kaffee gestärkt ging es dann bei aufkommenden Nieselregen wieder Aufruf Strecke – Etappenziel sollte King’s Landing (Dubrovnik) sein. Einmal vorgegriffen – das ist es noch; Wir haben noch ca. 120 km vor uns.
In Slowenien wurden die Kisten aufgefüllt und gewartet. Hauke hatte leichte Probleme die zu den Reifendruck zu erhöhen (siehe Bilder).
Dann nach Kroatien und über die Küstenstraße nach Riejeka, von dort nach Zadar und weiter. Unterwegs haben wir kurz das Team 10 (Make Kässpätzle nötig Trouble) gesehen. Nach kurzer Verfolgungsjagd haben die Beiden Audis mit ihren monströsen Dachboxen aber plötzlich gewendet und waren nicht mehr gesehen.
Da das Wetter auch immer schlimmer wurde, haben wir von der tollen Küstenstrecke leider nicht allzuviel mitbekommen und in einer Regenpause beschlossen, dass das nicht alles sein kann. Daher haben wir uns die Stadt Šibenik genauer angesehen. Fazit: Sehr hübsch – wäre auch einen längeren Stop wert gewesen.
Von dort aus haben wir uns in strömenden Regen und aufkommender Dunkelheit wieder auf den Weg gemacht. Und sind es noch! Aktueller Tageskilometerstand: 539,8 km nahezu ausschließlich auf der kurvigen Küstenstraße! Mit dem Wetter von gestern wäre es traumhaft gewesen, schade. Jetzt heißt es warm bleiben und die aufkommenden Halsschmerzen und Rotznasen im Zaum halten.
Drückt uns die Daumen, mehr gibt es wahrscheinlich morgen!
Achso – bitte wundert euch nicht über unseren Blog. Wir kämpfen damit Bilder einzufügen. Aus dem Auto ist das schwer zu regeln. Wenn wir das erste mal Pause haben, setzen wir uns ran. Bis dahin wird es dort leider nur wenige Bilder geben.
Viele Grüße

Carlos
! #AOR2016 #Unicamels #Fehlzuendung


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Tag 1: Aber wir wollten doch ans Meer

Wir kämpfen immer noch mit technischen Problemen. Mehr Bilder gibt es auf Facebook!

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So jetzt aber, solange wir durchs völlig verregnete Kroatien Düsen und Josh auch mal Küstenstraßen entlangschliddern darf, nehme ich mir mal Zeit und versuche diesen unglaublich ereignisreichen Starttag zu resümieren:

Noch am Freitag Abend haben wir unsere erste Zusatzaufgabe erfüllt, aber davon berichte ich ein anderes Mal. Jedenfalls hatten wir eine Menge, vielleicht auch ein bisschen zuviel Spaß bei der Startparty. Entsprechend schwer fiel uns das Aufstehen am nächsten Tag sehr schwer. Trotzdem waren wir pünktlich im Festzelt und die Absprachen aller Offiziellen zu hören und die Segnungen der versammelten Geistlichen zu erhalten.

Danach ging es an die Autos und in die Startaufstellung. Dank unserer üblichen Verspätung gingen wir als drittletztes Team an den Start – dabei habe ich mir dann auch gleich die einzige intakte Hose zerrissen die ich dabei habe. Also gewöhnt euch an Unterwäschefotos!

Sowohl am Vorabend dabei waren Goran, Doro, Judith und Yvonne – vielen Dank fürs kommen und anfeuern. Außerdem tauchte noch Thomas auf, der die Rallye auch schon gefahren ist – auch mit 210ern! Das muss ein guter Mensch sein. Und wie gute Menschen so sind, brachte er uns noch einen Luftmassenmesser mit. Vielen vielen Dank!

Erstes Ziel war die Hündlesbahn an der wir unser von Wolpertingern entwendetes Roadbook zurück erobern und die ersten drei Rosenstöcke pflanzen sollten. Gesagt – Getan! Die Rosenstöcke ins vorerst improvisierte Bett gesetzt und ab mit der Bahn auf den Gipfel. Dort sollten wir ein Lied singen. Eines dass noch kein anderes Team vor uns gesungen hatte. Als drittletztes Team. Gut das wir alle, partiell sogar Sandra, einen guten Musikgeschmack haben und “ein Kompliment” von den Sportfreunden improvisieren konnten. Dafür gab es dann unser Roadbook auch dazu werden wir noch getrennt berichten. Eines vorweg wir brauchen immer wieder eure Likes bei der Bewertung von Bildern. Also macht schonmal die Finger warm!

Gemeinsam mit den Unicamels ging es dann zur Käsealm wo wir nach einem “Bauernrennen” – Wassereimer in Schubkarren über Hindernisse schieben und das natürlich auf Zeit und mit möglichst wenig Wasserverlust – unser Instrument erhielten. Eine Zitter! Sandra übt jetzt fleißig.

Und Perles Motorhaube wurde versiegelt. Mal sehen wie wir das lösen können.

Außerdem haben wir dort Meike Schneider getroffen und uns noch gebührend von ihr verabschiedet. Danke für deinen Besuch, Meike!

Dann ging es endlich richtig los, ab Richtung Fernpass und von dort über den Brenner. Wie besprochen immer mit 6 Autos – den zukünftigen Siegerautos – der rosa und pinken @Unicamels und des Team Fehlzündung – Allgäu Orient Rallye 2016.

Von der Strecke gäbe es soviel zu erzählen, dass weder Zeit noch Datenvolumen auch nur annähernd reichen würden. Nur soviel:

Kaiserwetter, tolle andere Teams, wunderschöne Strecken und durchgehende Begeisterung sowohl im Auto als auch neben der Strecke.

Unser Tagesziel war das Mittelmeer. Der plan war dort etwas zu essen und dann schlafen zu gehen. Tatsächlich fuhren wir aber um 20:00 Uhr noch durch kleine Orte in den Ausläufern der Dolomiten und haben beschlossen erst einmal essen zu gehen und dann zu entscheiden wie es weiter gehen soll. In einem malerischen Bergort – Rigolato – haben wir die Fahrzeuge dann auf einem großen Platz abgestellt und waren in der Pizzeria am Platz essen. Die wenigen Gäste die noch da waren gingen alle vor uns und umso erstaunter waren wir als wir nach der hervorragenden Pizza auf den Platz kamen und dort sehr interessierte Italiener vorfanden, die unbedingt wissen wollten was wir denn für Verrückte sind. Zum Glück kann Kevin von den Unicamels Italienisch und hat alles erklärt. Daraufhin gab es neben einer Fotosession für die Lokalzeitung auch noch die ideale Beschreibung für den Weg nach Udine – ein Video davon lade ich noch hoch.

Also haben wir 12 nochmal alle Sachen gepackt und sind um Ca. 1:30 in der früh in einem kleinen Hafen bei Montfalcone, kurz vor Trieste an. Dort haben wir dann unser Nachtlager aufgeschlagen.

Alles mögliche zu unseren Aufgaben, der weiteren Strecke folgt….

So long und danke für den Fisch… Äh das Durchhaltevermögen – bis später!

Viele Grüße
Carlos


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endlich on Tour!

Endlich in Tour!

Wir sind gestartet und haben schon jetzt die ersten Aufgaben erledigt. Mit der Hündlesbahn ging es auf den Gipfel wo wir “Ein Kompliment” von den Sportis geschmettert haben und im Gegenzug das Roadbook erhalten haben.

Nachdem wir die Gondel mit pinken Gestalten – Unicamels und Team Fehlzündung – Allgäu Orient Rallye 2016 – überladen haben, sind wir heil ins Tal gekommen.
Weiter ging’s zur Käsealm Konstanzer Hof. Chris hat in atemberaubenden 34 Sekunden ganze 2,5 Liter Wasser ins Ziel gebracht. Jetzt brauchen wir noch coole Ideen für ein Foto zum Thema “Apfelessen”.
Außerdem wurde die Motorhaube von Perle versiegelt – mal sehen wie wir unseren Ölfresser versorgen ohne das Siegel zu brechen.
Jetzt müssen wir dringend weiter. Mehr zu unseren Aufgaben gibt es am nächsten Stop mit WLAN!
Viele Grüße
Carlos

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