Noch ein Wiedersehen, bisher aber nur Digital: Prinzessin ist aufgetaucht

Mit etwas Gestöber und der der Hilfe eines pinken Einhornes (Danke Hauke Stürenburg) wurde auch Prinzessin auf der Auktionsplattform gefunden. Veranschlagter Wert rund 7.000,00 €. Da muss aber ein Liebhaber gefunden werden dem die ersten beiden Gänge reichen 😉

Trotzdem fühlt es sich super an unsere Damen wiederzusehen!

https://uygulama.gtb.gov.tr/EIhale/Site/Ihale/Detay/154102?returnPage=Guncel

Rallye-Vortrag am 25.03.2016 in Konstanz – Wir sind dabei!

Hallo zusammen,

am kommenden Samstag werden wir das letztjährige Team 111 “…normal ja” bei Ihrem Fotovortrag in Konstanz besuchen.

Mit dabei sind Joshua Donalies​ und ich (Curry Hans​) die sowohl letztes als auch dieses Jahr als Team Fehlzündung an der AOR teilnehmen. Außerdem werden Kati Kolb​ die letztes Jahr ebenfalls als Fehlzünder dabei war und Patrick Zwerger​ vom letztjährigen Team Schwabenstahl VolvoPower​ dazu kommen. Beide waren auch für die AOR2017 fest gesetzt und mussten sehr zu unserem leidwesen aus privaten Gründen absagen. Umso schöner wird nun das Wiedersehen!

Wenn Ihr also am Samstag noch nichts vor aber Lust auf einen Abend voller toller Bilder und Rallyegeschichten habt, dann kommt doch einfach dazu! Wir freuen uns auf möglichst viele bekannte und neue Gesichter!

viele Grüße
Carlos

Warum Pink? – Darum!

Moin Moin zusammen,
 
immer wieder, zuletzt in der Schweiz, wurden wir gefragt wie und warum es denn unserer pinken Farbgebung kam. Am vergangenen Samstag haben wir dann von Ella ein Foto aus dem Istanbuler Stau bekommen, das perfekt illustriert, warum Pink die einzig richtige Wahl war: Wir fallen auf und das durchweg positiv – unser Pink leuchtet allen den Weg!
 
Wie es dazu kam? Eigentlich ganz einfach. Als Kati Kolb, Joshua Donalies, Peter und ich bei der Teampräsentation in Oberstaufen waren, hatten unsere Dachboxen noch Ihren natürlichen Holzton. Auf dem Parkplatz waren aber so viele schön lackierte Fahrzeuge, wie die der Veteranenfreunde, rust ‘n roll und des Team Propellerheads, dass wir beschlossen, dass auch wir eine leuchtende Farbgebung brauchten. Kurz entschlossen und sehr zur Freude von Christopher Kelsch haben Josh und ich die pinke Farbe im nahegelegenen Baumarkt geholt. Pullis und Fahne waren dann nur noch die logische Konsequenz!
 
Und auch wenn wir in Oberstaufen noch mit einem “Das ist aber nicht euer Ernst” begrüßt wurden, waren die pinken Dachboxen und das große pinke Logo der Allianz Generalvertretung Markus Reich – RKS Reutlingen auf der ganzen Tour Erkennungszeichen und Quell der Freude. Besonders für all diejenigen die, wenn wir wieder mal als letzte ins Fahrerlager eintrudelten, gerne schlafen wollten.
 
Für die kommende Rallye haben wir schon große Pläne unser Pink noch auffälliger zu gestalten.
 
Viele Grüße
Carlos

Die Sommerpause ist vorbei!

Hallo zusammen,

endlich ist es soweit, die Sommerpause ist vorbei und die Fehlzünder sind wieder da. Die geänderte Besetzung werden wir euch in nächster Zeit vorstellen.

Das vergangene Wochenende haben wir aber erst mal im Sinne der Rallye genutzt. Kati und ich haben uns gemeinsam mit einer Delegation des Team Schwabenstahl Volvopower auf den Weg in die ferne Schweiz gemacht um das Gewinnerteam No Camel No Cry zu besuchen und die AOR2016 ausklingen zu lassen beziehungsweise die AOR2017 einzuläuten.

Dieses Mal sind wir tatsächlich ohne Unfall durchgekommen und wie es ja auch nicht anders kommen konnte, haben wir gemeinsam mit den “Volvos” als Team “Schwabenzündung Fehlstahl” den ersten Platz gemacht. Der Preis – 25 Marienkäfer – haben wir erfolgreich nach Stuttgart überführt wo sie als Glücksbringer in Katis Garten freigelassen wurden.

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Aber von vorne: Auf dem Anfahrtsweg galt es an verschiedenen Orten Bilder zu machen. Zunächst – ganz klassisch – ein Grenzübergangsbild dazu kamen dann noch einige Sehenswürdigkeiten. Direkt nach der Grenze fiel uns im Rückspiegel ein Bus mit bunter Lackierung und einem roten OA – Kennzeichen auf und schon an der nächsten Ampel grinse Wilfried von der Nachbarspur herüber. Gemeinsam mit Orly und Nadir war das OK auch auf den Spuren des Roadbooks unterwegs. Zusammen haben wir uns die Zeit noch unterhaltsamer gestalten können, haben alle Bilder geknipst und sind gemeinsam zu Ben´s Kamelfarm in Oberglatten gefahren.

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Dort haben über 20 Kamele ihr Zuhause auf Bens Farm neben der Start- und Landebahn des Züricher Flughafens gefunden. Dazu erwartete uns ein großes Zelt, ein Fahrerlager und alles was das leibliche Wohl benötigt.

Neben vielen Wiedersehen war es für uns besonders schön gleich eine Menge anderer Teilnehmer für 2017 kennen zu lernen. Auch wenn noch nicht alle Teamnamen gefunden haben und mein herausragendes Namensgedächtnis dafür gesorgt hat, dass ich eigentlich sämtliche Namen wieder verdrängt habe, so freuen wir uns heute schon mit euch auf Tour zu gehen.

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Nach einem feuchtfröhlichen Abend mit vielen tollen Gesprächen und einem ausgiebigen Frühstück am Sonntag haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht.

Auch wenn wir viele wie die Unicamels, die Handkäs Heroes, die Petrolheads, das Team Schobastyle und Alpe Achterbahn schmerzlich vermisst haben, so war es doch ein rundum gelungenes Wochenende.

Vielen vielen Dank dem Team No Camel No Cry.

 

Viele Grüße

Carlos

Ein Flüchtlingslager in Griechenland

Nach einer kurzen aber erholamen Nacht haben wir uns an Tag 4 an die Durchquerung Griechenlands gemacht – Auch das griechische Hinterland ist wunderschön – bis wir am Nachmittag Thessaloniki erreichten. In der Unmittelbaren Umgebung sind wir auch ein Flüchtlingslager gestoßen und haben spontan beschlossen einen Teil der mitgeführten Sachspenden dort abzugeben. Nach einer kurzen Nachfrage an der Pforte wurde uns dann gesagt, dass wir Kleidung und Hygieneprodukte abgeben dürfen. Während jeweils zwei Deligierte von den Teams Unicamels und Team Fehlzündung – Allgäu Orient Rallye 2016 in das Lager gingen, hat der Rest, gemeinsam mit Korbi vom Korbmayer – ganz besonders. für kinder und damen. auf die Autos aufgepasst und dort einen Teil der Gummibärchen die uns die Firma Korbmayer mitgegeben hat an die an den Autos eintreffenden Kinder verteilt.

Die Armut in der diese Familien eingepfercht in Zelte leben müssen und die Tränen die bei denen vergossen wurden, die keine Zahnbürste oder ähnliches abbekommen haben, haben uns sehr betroffen gemacht. Dieses Erlebnis hätten wir gerne hautnah mit all denen geteilt die für geschlossene Grenzen plädieren.

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Nachts durch Albanien – Eine Klasse für sich

Weiter geht es auch in der Reihe der besonderen Momente. Wir haben uns zunächst zusammen mit den Unicamels entlang der Mittelmeerküste, dann durch die traumhaften Landschaften von Montenegro nach Albanien gearbeitet.

Die Durchquerung Albaniens mitten in der Nacht war ein Abenteuer für sich. Leider gibt es keine Bilder nur ein paar wcklige Go-Pro Aufnahmen. Wir wurden von Albanern ob unserer Autos auf kommunistischen Straßen ausgelacht, sind vielfach an plötzlich endenden oder verschütteten Straßen gestanden und wurden in Tirana vom Team Madcaps überholt. Philipp Reich ich werde nie dein breites Grinsen vergessen als Du den deinen 124 auf der gegenüberliegenden Seite durch den Kreisverkehr gkurbelt hast.

Bis morgens um 5:00 Uhr sind wir durch dichtesten Nebel noch vorbei an Steinschlägen und durch bzw. über der Welt größte Schlaglöcher und Bodenschweller gefahren, bis wir uns kurz nach der griechischen Grenze ein Nachtlager gesucht und geschlafen haben.

Fest steht: Sowohl Montenegro als auch Albanien haben uns nicht das letzte Mal ertragen müssen.

Viele Grüße
Carlos

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Unverhofftes Treffen in der kroatischen Wasserschlacht

Nach dem ersten Tag der Rallye begann eine ziemliche Wasserschlacht für alle und ein kleiner von Antibiotika unterstützter Kampf gegen eine heftige Erkältung für mich.

Durch sinnflutartige Regenschauer haben wir uns die Küste Kroatiens hinunter gekämpft. Die tolle felsige Küste war dabei meist nur schemenhaft zu erkennen. Ein Highlight war es trotzdem als irgendwo zwischen Rijeka und Zadar plötzlich die zwei Audis von “Make Kässpätzle not War” aus einer Seitenstraße heraus vor uns auftauchten – die Erinnerung: Wir sind nicht allein! Für mich waren die unverhofften Zusammentreffen mit anderen Teams immer ganz besondere Momente!

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Unten sehr Ihr darüber hinaus noch eines meiner Lieblingsbilder. Zum Glück kenne ich die kroatische Küste ganz gut. Mein Navigator war auch nicht der fitteste.

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viele Grüße
Carlos

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Milenov Garten- und Landschaftsbau – Bei soviel Einsatz und Herzblut immer der richtige Partner!

Neben unseren Nachberichten ist es und auch weiterhin eine Herzenssache Euch diejenigen vorzustellen die uns bei der Durchführung der Rallye so unendlich viel geholfen haben.

Ganz vorne dabei ist hier Goran Milenov und seine Firma Milenov Garten- und Landschaftsbau sowie sein Sohn Max Milenov. Goran hat uns nicht nur ganz spontan einen Zuschuss für unsere Spendenkasse zugesteckt sondern uns auch am Wochenende in seinen Werkstatthallen an den Autos schrauben und basteln lassen. Ohne Max Milenovs große Hilfe wären die drei Damen mit Sicherheit nicht ohne Pannen (Hier nehmen wir die selbstverschuldeten Ausfälle mal aus) ins Ziel gekommen. Wir hoffen inständig dass sich auch die für solche Spendenrallyes weniger empfänglichen Vermieter der Hallen wieder gefangen haben und sagen DANKE, DANKE und nochmal DANKE.

Auch dafür dass Du uns noch am Starttag eine WLAN-SD-Karte für die Kamera mitgegeben und uns zusammen mit deiner Familie bis über die Sartlinie begleitet hast.

Leider haben die Sponsorenkleber Ihren Aufklebereinsatz an den Dachboxen nicht einmal bis Oberstaufen durchgehalten. Umso mehr hätte die Firma Milenov Garten- und Landschaftsbau das eine oder andere Like verdient!

P.S.: Für die SD-Karte gibt es noch Ersatz!

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Skurille Geburtstagsmomente und ein Nachtlager aus dem Rallye-Bilderbuch

Nach der Wochenendpause ist es wieder Zeit für die Reiseberichte.

Ich hatte ja von dem kleinen Bergdorf in Italien berichtet in dem wir unverhofft auf die Lokalpresse gestoßen waren. Mit deren Wegbeschreibung bewaffnet haben wir uns dann auf den Weg über Udine nach Trieste gemacht. Wir wollten ja den ersten Abend am Meer verbingen. Gemeinsam mit den Unicamels sind wir also durch dunkle Wälder und staubige Baustellen (Ein Video davon findet Ihr im Videobereich) Richtung Süden gefahren. Immer den Rücklichtern von Schnegge nach.

Natürlich haben wir auch Joshs Geburtstag nicht vergessen. Pünktlich um kurz vor 12:00 Uhr sind wir an den Straßenrand gefahren. Interessanterweise war das ein Gehweg auf dem Straßenstrich in Trieste. Und so ließen wir unser Geburtstagskind – ohne Erdbeerkuche – aber mit dem eben bekommenen Limoncello direkt an einer Hauptststraße, unter flackernden Lampen und umgeben von leichtbekleideten Mädels hochleben. Das war eine der skurrilsten Atmosphären die wir auf der ganzen Rallye erlebt hatten.

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Dann ging es weiter auf den Endspurt der Etappe bis wir im Küstenort Duino-Aurisina, direkt neben Montfalcone eine kleine Marina fanden in der wir unser Nachtlager aufschlugen. Vor dieser traumhaften Kulisse haben wir dann auch in später Nacht noch die erste Flasche Whiskey (Red Breast – Fassstärke – 12 Jahre) geöffnet und auf die bevorstehenden drei Wochen angestoßen. Schöner hätten wir wahrscheinlich nirgends einen Schlafplatz finden können!

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viele Grüße Carlos

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Florian Henneka und Korbmayer – ganz besonders. für kinder und damen – auch zwischen Oberstaufen und Tiflis

Ein weiterer Partner der uns großzügig zur Seite stand war Florian Henneka und die Firma Korbmayer – ganz besonders. für kinder und damen.

So hat sich die Firma Korbmayer – ganz besonders. für kinder und damen. nicht nur großzügigst an unserer Crowd-Funding-Aktion beteiligt, sondern unsere Autos darüber hinaus auch noch mit 1.000 Tüten Gummibärchen versorgt, die bei ebensovielen Kindern in griechischen Flüchtlingslagern, dem türkischen Hinterland, unserem Spendenziel dem Waldorfkindergarten Tiflis und den durchfahrenen Städten und Dörfern in allen elf bereisten Ländern für Freude sorgten. Um zu kontollieren dass auch alles mit rechten Dingen zu geht, wurden wir darüber hinaus von Korbi selbst begleitet. Dessen Geschichten auch noch erzählt werden.

Daher wurden auch alle von uns überholten Autos – und glaubt uns wenn wir sagen das waren unzählige – und auch wir bei jedem Öffnen des Kofferraums daran erinnert, dass die Firma Korbmayer – ganz besonders. für kinder und damen. uns so großzügig bei der Unterstützung von Kindern auf der ganzen Strecke und dem Waldorfkindergarten Tiflis geholfen hat.

Auch Dir lieber Florian Henneka und der Firma Korbmayer – ganz besonders. für kinder und damen. gilt daher unser größtmöglicher Dank!

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Der perfekte Partner – Markus Reich und die Allianz Generalvertretung RKS Reutlingen

Und noch etwas steht mehr als dringend auf dem Programm – nämlich sich bei denjenigen zu bedanken, die unsere Spenden und den Kauf der Autos erst ermöglicht haben.

An erster Stelle geht es uns hier um Markus Reich und die Allianz Generalvertretung Markus Reich – RKS Reutlingen. Nicht umsonst prangten auf allen drei Autos in größtmöglicher Ausführung das “Wappen” und die Homepage der RKS Reutlingen. Mit der großzügigen Spende an unser Team, der Unterstützung bei der Versicherung unserer Damen und der vollen Bereitschaft die Autos in sonst allianzuntypischen Farben erstrahlen zu lassen war Markus Reich ein absoluter Traumpartner! VIELEN VIELEN DANK!

Hier könnte nun nahezu jedes Bild mit unseren Autos stehen, denn die pinken Logos waren nicht nur ständiger Begleiter sondern neben den Dachboxen auch das Erkennungszeichen unserer Truppe.

Der Bilder(s/r)egen beginnt! Durch die Alpen ans Mittelmeer

So nach einem anstrengenden Monat zwischen Büro und Wiederengliederung geht es jetzt langsam los.

Um euch nicht einfach nur Bilder hinzuknallen werden wir uns an besonderen Ereignissen und den Bosonderheiten orientieren und so geht es auch los. Während sich über die Startfeier lieber der Mantel des Schweigens senken sollte hatten wir gleich an Tag 1 ein “Aha”-Erlebnis.

Wie üblich sind wir erst als eines der letzten Teams von der Käsealm losgefahren und haben uns an die Durchquerung der Alpen gemacht. Nachdem Fernpass und Brenner überwunden waren, ging es durch die wunderschönen Dolomiten. Dort wurde es langsam dunkel und nach langer Diskussion ob wir wirklich noch bis ans Meer fahren sollen, haben wir in einer kleinen Ortschaft in Italien halt gemacht um zu Abend zu essen. Die Wahl fiel uns nicht schwer – war es doch das einzige Lokal dass um diese Uhrzeit nich hell erleuchtet war. Und weil das so praktisch war, haben wir unsere Autos, gemeinsam mit den Unicamels auf dem Marktplatz vor dem Lokal abgestellt. Nachdem wir unsere Pizzen genossen hatten, wurden wir von einem Italiener der im gleichen Lokal war auf die Autos angesprochen und da Kevin von den Unicamels italienisch spricht, konnten wir ihm erklären was wir eigentlich machen. Es stellte sich heraus, dass der Herr von der Lokalpresse war und so gab es die erste Fotosession mit der ortsansässigen Bevölkerung die mit einer geschenkten Flasche Limoncello und einer ausführlichen Wegbeschreibung nach Trieste endete. Den Artikel habe ich leider nie gesehen aber da wurde uns klar, dass wir die kommenden Wochen auffallen werden wie bunte Hunde. Die Offenheit und Sympathie aber, die uns schon hier auf der ersten Tagesetappe entgegen gebracht wurde, war beispielhaft für die nächsten Wochen.

Heute folgt auch noch ein kleines Video aus den Dolomiten – unspektakulär aber es zeigt unsere Perspektive der drei Rallyewochen 😉. Unsere Fahrt nach Udine haben wir ja schon in einem Video dokumentiert.

Viele Grüße Carlos

 

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Planungen

Hallo zusammen,

auch wenn es hier natürlich etwas ruhiger geworden ist sind wir nicht untätig. Neben der Nachbearbeitung unserer Bilder und Vorbereitungen für die Veröffentlichung, haben wir uns am Wochenende mit dem Team Schwabenstahl VolvoPower getroffen, um Pläne für weitere Rallyes zu schmieden.

Sobald genaueres feststeht werdet Ihr das natürlich hier lesen können!

Viele Grüße

Carlos

Zeitungsartikel & Impressionen

In den letzten Tagen haben wir immer wieder kurze Impressionen auf Facebook geteilt, die wir den Lesern unseres Blogs nicht vorenthalten wollen.

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Unsere Kati & Patze vom Team Schwabenstahl im Sonnenuntergang am schwarzen Meer

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SCHMUTZKI eine der Lieblingsbands – wenn nicht DIE Lieblingsband – von Josh und Carlos ist auch auf der Rallye vertreten. Hier mit Kuke von den Unicamels

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Mimo von den Unicamels beim “wireless-tanken” in Griechenland

 

Außerdem hat sich Frau Kratz von der Stuttgarter Zeitung wieder um uns bemüht und gemeinsam mit Josh und den Sugar-Racern ein Abschlussinterview geführt. Den Artikel findet Ihr hier.

 

Da soll es für den Moment gewesen sein. Ich arbeite mit Hochdruck an der Sichtung der Bilder und Videos und an einer schönen Art und Weise sie Euch hier vorzustellen.

 

Viele Grüße

Carlos

Fazit – Danke – Bilder

Nun ist es wirklich soweit und die Allgäu-Orient-Rallye 2016 ist zu Ende. Wir alle sind wieder zu Hause, sitzen an unseren Schreibtischen und sollten arbeiten. Stattdessen ertappe ich mich immer wieder dabei wie ich in Erinnerung an die vergangenen drei Wochen schwelge.

 
Wir haben wunderbare, spannende und auch beängstigende Situationen erlebt. Nahezu durchgehend unglaublich offene, freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen und mit kleinen Gesten offensichtlich viel bewegen können.
 
Ich denke ich spreche für das gesamte Team, wenn ich sage, dass die letzten drei Wochen zu den großartigsten bisher erlebten gehören. In unseren WhatsApp, Telegramm und was auch immer Chats sind sich alle einig – wieder losfahren, so schnell wie möglich. Das Team Fehlzündung wird es mit Sicherheit weiterhin geben. Wir denken schon an die nächsten Rallyes. Hoffentlich in Begleitung möglichst vieler lieb gewonnener Weggefährten.
 
Und auch denen gilt unser Dank! Denn nur mit euch liebe Unicamels, Team Schwabenstahl VolvoPower, Allgäu Orient Rallye 2016 – Handkäs-Heroes, Alpe Achterbahn Rallye Team, Petrolheads-Racing, Sugar-Racing, Team Schwobastyle und viele mehr, konnte diese Rallye zu dem Erlebnis werden, das sie nun mal war.
 
Wir hoffen euch alle auf unserer und möglichst vielen anderen Aprés-Rallye-Partys wieder zu sehen. Die Entfernung kann jedenfalls keine Ausrede sein. Die paar Kilometer quer durch Deutschland sitzt jeder von uns via Landstraße auf einer Arschbacke ab.
 
Auch wenn es zum Abschluss einigen Wirbel gab, gilt unser Dank auch dem OK, denn ohne euch gäbe es keine Allgäu-Orient-Rallye und wir wären nie mitten in der Nacht durch Albanien geschossen, an der türkischen Grenze verzweifelt, in Batumi festgesetzt oder in Yesidun vom Militär begleitet worden; Wir hätten weder die anderen Teams noch die vielen tollen Menschen von Deutschland bis Georgien kennen gelernt und hätten vielleicht nie erfahren, wie einfach es ist drei Wochen auf jeden Komfort zu verzichten und die Welt aus dem Auto zu betrachten. Nehmt euch trotzdem unsere Kritik – sie ist konstruktiv – zu Herzen und gestaltet die Dinge transparenter. Das wäre doch ein Klacks für euch!
 
Carlos im Namen aller Fehlzünder
 
P.S.: glaubt bloß nicht das hier nichts mehr kommt! Wir haben noch tausende Bilder und jede Menge Partys, Rallye und mehr im Kopf!

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Zurück in Stuttgart

Nur ein kurzes Update: wir sind nun wieder in Deutschland gelandet. Hinter uns liegen drei grandiose Wochen, für die mir für Superlative fehlen. Wir sind 9.633,1 km gefahren und haben in 21 Nächten 99 Stunden geschlafen. Wir haben ein Auto in Batumi gelassen. Einen Kühler, ein Getriebe, zwei Klimaanlagen, vier Reifen, eine Schildkröte und einen Hund kaputt gemacht.

Vor allem aber haben wir sowohl unter den Rallyeteilnehmern als auch in den Orten, die wir besuchen durften, jede Menge tolle Menschen kennen gelernt.

Wir freuen mich auf möglichst viele Wiedersehen.

#AOR2016 #Fehlzuendung #Fehlzündung

Tag 20: Ziellinie mit Hindernissen

Gestern, am 20ten Rallyetag sind wir mit der Gewissheit erwacht, dass uns nur noch eine Etappe bevor steht. Egal wie schön es noch ist, das senkt die Laune – wegen uns könnte es nahezu unendlich weiter gehen. Trotzdem und gerade deshalb wollten wir es krachen lassen und haben uns zunächst dem Autokorso angeschlossen. Der kam, nach einer wilden Fahrt durch die ganze Stadt, irgendwann zum stehen. Am Kopf des Trosses wurden die üblichen Kundgebungen abgehalten. Uns war das – auch wie üblich – recht egal und so sind wir gerne der Einladung einiger Herren gefolgt, die in einem Café Tee tranken und haben uns zu ihnen gesellt. Dabei waren auch die Allgäu Orient Rallye 2016 – Handkäs-Heroes und das Team Schwabenstahl VolvoPower.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, die aber dank der nicht genug zu rühmenden türkischen Gastfreundschaft angenehm gestaltet wurde, setzte sich der Rallyetross wieder in Bewegung und wir fuhren gemeinsam Richtung Serigöl bis wir zur Abzweigung auf die Offroadstrecke kamen und entschlossen, dass wir es am letzten Tag, trotz der viel zu tief liegenden E-Klassen, wissen wollten. Also direkt den anderen hinterher. Über Schotterpisten ging es durch traumhafte Landschaften zu einem kleinen Fluss den es zu durchqueren galt. Die Fahrrinne war von den vielen vor uns fahrenden Fahrzeugen schon ziemlich ausgewaschen und am gegenüber liegenden Ufer erwartete uns eine aus dem Hang ragende Felsplatte. Aber es hilft ja nichts, also Augen zu und durch. Auf der anderen Seite haben wir dann für einige Fotos angehalten um beim Versuch weiterzufahren festzustellen, dass Perle nicht mehr ansprang. Leider mussten wir dann
am letzten Rallyetag tatsächlich noch das Siegel brechen. Diagnose Wasser im Luftfilter diverse Abdeckungen abgerissen und der Kühler ist eingedrückt. Das Lied sich alles beheben. Der Luftfilter wurde nebst Luftfilterkasten ausgebaut und getrocknet und der Kühler mit Hilfe des V70 vom Team Schwabenstahl und einen Abschleppseil wieder heraus gezogen. Abdeckungen sind eh nur Zusatzgewicht. Als wir Prinzessin bewegten, zeigte sich allerdings ein großer Ölfleck und nachdem dem Aufbocken wurde klar, dass der Getriebekasten aufgerissen war. Das Öl floss so schnell heraus, dass eine Reparatur vor Ort unmöglich war. Also nahm Perle Prinzessin an die Abschleppstange und Schnegge 2.0 – der Opel Vectra von Kati und Peter – fuhr voraus um eine Werkstatt aufzutreiben.

Als wir in die nahegelegene Stadt Serigöl einführen war dort zum Empfang der Rallyefahrer bereits ein großes Fest ausgerichtet worden bei dem die Teams von englisch sprechenden “Representativs” in Empfang genommen wurden. Wir erfuhren später, dass sie diese Tätigkeit nicht alle ganz freiwillig machten ner Mustafa, der sich Anika wandte war super freundlich und lotste uns zu einer Werkstatt die rieben Freund von ihm gehörte. Dort liesen wir Prinzessin zu treuen Händen und begaben uns für Çay und ein Mittagessen ins Stadtzentrum. Auch hier lotste uns Mustafa in ein kleines Restaurant das er gut kannte. Wir bekamen tolle Pide, Salat, Bohnensuppe und viel mehr. Alles simpel aber fantastisch.

Nach ca. zwei Stunden erhielt Mustafa die Nachricht, dass unser Auto fertig wäre und so fuhren wir in die Werkstatt und holten unsere Prinzessin ab.

Nach einer gebührenden Verabschiedung von Mustafa machten wir uns auf den Weg geb Dalyan. Die ersten 50 km lief alles super, dann, nach einem Fahrerwechsel, tat es einen Schlag und Prinzessin verweigerte es zukünftig höher als in den zweiten Gang zu schalten. Wir haben vieles versucht unsanft Ende aber entschlossen es durchzustehen und mit 90 km/h bei dröhnenden 5500 bis 5900 Umdrehungen die drei Stunden bis Dalyan zu fahren. Es war laut – in erster Linie für Sandra und Chris – und langsam aber wir haben gegen 22:00 Uhr die Ziellinie überquert. Und sind im doch bestehenden Fahrerlager geblieben um den Abend ausklingen zu lassen.

Am darauffolgenden Tag wurden noch Orangen gepflückt. Davon werde ich voraussichtlich berichten wenn wir am Flughafen in Istanbul auf unseren Anschluss warten.


Tag 19: Canyoning und falsches Salz

In Uça startete der Tag mit sehr guten Nachrichten – das OK hatte für Peter und Kati ein neues Auto organisiert. Einen Opel Vectra den zuvor ein einzelnes Mitglied des OK gefahren hat. Wir sind also ab sofort wieder zu neunt unterwegs!

Leider ging es nicht so gut weiter, denn am selben Morgen wurden auch die Flugzeiten verkündet. Wir hatten im Flüge am Sonntag Abend angefragt. Gebucht wurden wir auf Sonntag – um 0:50 Uhr bis Istanbul, dann vier Stunden Aufenthalt und um 6:45 Uhr weiter nach Stuttgart. Ganz ehrlich, das ist eine Frechheit. Nur weil 0:50 Uhr auf dem Papier auch Sonntag ist, war doch klar, dass wir den Tag noch in der Türkei haben wollten. Wir haben rund 450 € für die Flüge bezahlt, der 19:15 Uhr Flug ist für 300 € noch verfügbar oder war es gestern morgen.
Ich nehme das OK sonst regelmäßig in Schutz – ich wollte Abenteuer und nicht ein “Rundumsorglospaket”. Das erweckt jetzt aber den zwingenden Eindruck, dass nicht für die Rallyteilnehmer sondern zu Gunsten der Airline oder im monetären Eigenintertesse gehandelt wurde. Im besten Fall waren unsere Wünsche einfach scheissegal. Das umso mehr als diese Zeiten nahezu alle Flüge betreffen. Viele werden gar um 22:00 Uhr von der Abschiedsparty geholt, weil ihre Samstagflüge um 0:50 Uhr gehen.

Nadir, this is bullshit!

So das musste raus, aber nun weiter im Text. Während ich mich über die Flüge aufgeregt habe, startete plötzlich der Konvoi, der uns zum Canyon bringen sollte. Auf dem Weg zurück zum Auto habe ich nicht nur vergessen unseren Wagenheber mitzunehmen, sondern auch, dass neben unseren beiden “pinken Dachboxen” noch ein weinroter Opel Vectra eingesammelt werden muss und so sind wir ohne Kati und Peter in den Konvoi eingefahren. Beides fiel mir im Auto ein aber obwohl wir noch eine Runde zum Fahrerlager drehten, waren weder Kati und Peter noch die Petrolheads mit unserem Wagenheber zu sehen. Mit bangen Gefühl im Magen fuhren also Prinzessin und Perle gemeinsam mit den Volvos vom Team Schwabenstahl Volvopower – die auch keinen für uns passenden Wagenheber hatten – Richtung Canyon.

Den Konvoi zum Canyon hatten wir längst verloren und eigentlich gab es Bilder nach denen hätte gefahren werden sollen aber vor uns fuhren die präzisen Schweizer von “Judo goes Orient” und denen kann man getrost hinterher fahren. Also haben wir das Roadbook getrost ignoriert und sind den Schweizern gefolgt bis diese mit einer Reifenpanne liegen blieben. Danach haben wir den Weg in den Canyon selbst gefunden.

Die Canyon-Durchfahrt war für die meisten anderen Teams wahrscheinlich eine schlechte Schotterpiste, für unsere viel zu tief liegenden E-Klassen durch die ausgefahrenen Spuren aber eine echte Herausforderung.

Am Ende angekommen wurde uns vom OK mitgeteilt, dass wir 30 km Canyon verpasst hätten. Also haben wir die Karte gezückt und uns von Wilfried erklären lassen wo wir hin müssten um den frühesten möglichen Einstieg zu nehmen. Wir überredeten also den freundlichen Polizisten uns nicht auf die Rallyeroute festzulegen und fuhren weiter. Als aber ein Straßenschild auftauchte, dass den Weg zu dem von Wilfried angegebenen Ziel mit 85 km angab, haben wir uns alles nochmal angeschaut und festgestellt, dass das was uns Wilfried als Canyon verkauft hatte, eine Eisenbahnstrecke war.

Ich mache es kurz, nach einiger Diskussion haben wir uns schlussendlich entschlossen die wieder aufgetauchten Peter und Kati einzusammeln und dann wieder in die Gegenrichtung durch den Canyon zu fahren. Mitten im Canyon kam dann per Funk die Meldung, dass es “Lila” von den Volvos erwischt hatte. Plattfuß. Also mitten im Canyon das Werkzeug gezückt und Reifen gewechselt. Danach ging es weiter. Mir wurde wieder mulmig im Bauch – schließlich hätten wir keine Möglichkeit gehabt unser Auto aufzubocken. 300 m weiter standen die Volvos wieder still. Selber Wagen, selber Reifen. Der Fahrer – ein Fahrlehrer – war völlig bedröppelt. Auch dieser Reifen wurde aber in kürzester Zeit und trotz Gegenverkehr gewechselt.

Dann endlich ging es weiter. Ziel waren die “Salzterrassen” von Permukkale. Von unten sahen die echt beeindrucken aus, als wir allerdings am Eingang standen, konnten wir uns nicht durchringen die 35 Lira Eintritt je Person zu zahlen und haben die Terrassen lieber von direkt darunter liegenden Park betrachtet. Unbeeindruckt vom seine Trillerpfeife auslastenden Aufpasser kletterte Patze von den Volvos über die Absperrung um das Salz zu inspizieren und musste beim ablecken feststellen, dass es sich um Gips und nicht um Salz handelt.

Gegenüber der “Salzterrassen” lag ein Freibad in das wir nach kurzen Preisverhandlungen gingen. Es waren nur die Fehlzünder und die Volvos im Bad und extra für uns wurden die Wasserrutschen angeschmissen. So wurden wir mit viel Spaß mal wieder so richtig sauber. Im Anschluss waren wir noch essen. Das Essen war so wie man es in einem Touri-Ort erwartet. Dafür gab es noch Bier und mit 18 Dosen im Gepäck haben wir uns dann gen Fahrerlager gewendet wo wir wie gewohnt gegen 0:30 Uhr einfuhren. Trotz der Polizeieskorte die uns ins Lager brachte, war leider nicht mehr viel los und so sind wir, nachdem wir einen völlig betrunkenen Türken von unserem Auto entfernt hatten, um zwei Uhr erschöpft eingeschlafen um uns wahrscheinlich ein letztes Mal in unseren Autos zur Ruhe zu begeben.

Momentan befinden wir uns auf der letzten Etappe unserer Rallye von der ich morgen berichten werde. Bis dahin macht es gut und

Viele Grüße
Carlos

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Tag 18: salziges Rennen

Die vorvorletzte Rallyeetappe begann morgens im Fahrerlager am Salzsee als mir ein OK-Mitglied durch das offene Fenster ein Handy ans Ohr hielt, auf dem “Guten Morgen liebe Sorgen, guten Morgen Sonnenschein…” oder so ähnlich lief.

Mein Plan pünktlich eine halbe Stunde nach angeblichem Rennbeginn aufzustehen, scheiterte damit kläglich. Also haben wir uns aus den Autos gequält und den Saustall vom Abend vorher aufgeräumt. Natürlich war, als wir fertig waren, noch kein Zeichen irgendeines Rennens zu sehen. So sind wir dann auf die Dämme im Salzsee gefahren und haben das Licht und Farbenspiel genossen – Salzsee, Horizont und Himmel sind vollständig miteinander verschmolzen.

Dabei erreichten wir ein Häuschen an dem ein Team mit OK-Mitgliedern herum stand. Zu faul zum Wenden auf dem Damm haben wir brav gewartet bis die anderen weg fuhren. Da stürmte Wilfried vom OK auf ins zu und fragte “Zeit?”. Mit der Uhrzeit war er offensichtlich nicht zufrieden zu stellen und so wurden wir zu Jochen ins Lager geschickt.

Dort reihten wir uns – wie gewohnt als letztes Team – in die Schlange ein. Jochen erklärte uns dann, dass es statt eines Rennens eine Rallyeprüfung zu absolvieren gab: wir sollten mit genau 40 km/h über die Dämme zu Wilfried fahren und die Zeit stoppen. Dort sollten wir dann genau 777 g Salz schöpfen.

Kein Thema – Realgeschwindigkeitsanzeige im “Debug-Mode” des Steuergerätes über die Klimaanlage aktiviert und Tempomat an. Gleichzeitig haben wir unterwegs die Kilometer gestoppt und ausgerechnet wie lange wir brauchen müssen. Wir haben das ganz gut getroffen, auch wenn die letzte Kurve knackig war. Wilfried war jedoch der festen Überzeugung, dass wir zu schnell gewesen wären. Ich diskutiere nicht mehr mit dem OK. Sollen sie es machen wie sie wollen. Danach ging es zurück zu Jochen der auch noch eine Zeit wollte. Hatte uns keiner gesagt, außerdem hingen wir hinter dem Team Schwabenstahl Volvopower fest. Eigentlich Wurscht. Beim Salz haben wir gut geschätzt. 739 g hatten wir im Gepäck. Dann mussten wir noch unser Roadbook abgeben und waren befreit.

Zusammen mit den “Volvos” haben wir uns auf die Suche nach einem Badesee gemacht, der kilometermäßig gar nicht so weit weg war – ca. 150. Die Strecke verlief aber über kleine Straßen im Zickzack uns so erreichten wir den See erst am Nachmittag. Dort wurde dann gebadet und gevespert bevor es wieder zurück auf die Straße ging. Der Weg zum See hatte uns weit nördlich der direkten Route geführt – deutlich südlich waren auf unserer Karte sehenswerte Straßen eingezeichnet. Wir fahren ja bekanntlich gerne und früh im Fahrerlager sein bedeutet nur mehr Geld für Bier auszugeben – also ab auf die Strecke. Und das hat sich gelohnt! Ein Panorama habe ich euch ja bereits auf Facebook geteilt. Glaubt mir es gab viele mehr und im Abendlicht sieht alles nochmal besser aus.

An dieser Stelle ein kurzer Einschub: Vielen Dank an Matthis Meinrenken. Die von Ihnen zur Verfügung gestellten Karten von Marco Polo sind Gold wert. Zum einen weil sie für ihren Maßstab unglaublich detailliert sind und zum anderen weil hier eben auch lohnenswerte Ziele und schöne Straßen eingezeichnet sind.

Als sich das Licht verflüchtigte suchten wir uns in Dilan ein Restaurant fürs Abendessen. Wir landeten im “Atatürk Parki – Aile Çai Bahçesi”. Als wir fragten ob es etwas zu essen gäbe, wurden wir nett angelächelt und herein gebeten. Nach einiger Zeit kam als Bedienung ein junger Mann der perfektes Englisch sprach. Es stellte sich heraus, dass er bis vor vier Jahren in Australien gelebt hat. Er erklärte uns, dass es eigentlich nichts zu essen geben würde, sie aber Karten und Essen aus dem benachbarten Imbiss holen würden. Eigentlich hatten wir etwas anderes eingeplant aber alle waren so nett, dass wir blieben und Köfte, Hamburger und HotDogs aßen.

Bevor wir starteten wurden wir gebeten noch ein gemeinsames Foto zu machen. Als wir so mit den Bedienungen und dem Eigentümer des “Restaurants” vor der Tür standen, brachen alle Dämme. Alle Menschen, die die fünf vor der Tür stehenden Rallyeautos heimlich betrachtet hatten, kamen dazu und wollten auf den Autos unterschreiben und Fotos machen. Sogar die Polizei stellte sich ein und unterschrieb auf einem der Volvos. Nach vielen Bildern und guten Wünschen verabschiedeten wir uns Richtung Nordwesten nach Uça.

Dort fanden wir das Fahrerlager recht schnell. Es war in einer Art Parkhaus mit hohen zeltähnlichen Decken untergebracht. Schon von weitem war klar, dass es erstens recht voll und zweitens durch einen Haufen Einheimische belagert war, die den verrückten Deutschen mal zeigen wollten was ihre Roller und Autos für Krach machen können und wie man am besten Reifen neben schlafenden Menschen beim Burnout verbrennt.

Nach kurzer Diskussion haben wir unser Lager daher ca. 50 m weiter auf einem öffentlichen Parkplatz aufgeschlagen. Von dort sind Kati und ich ins Fahrerlager, die anderen in eine Shisha-Bar gegangen.

Der Abend der Anderen muss auch sehr lustig gewesen sein. Nach der Shisha-Bar ging es wohl noch in einen Club und anschließend liesen sie den Abend auf einen Kinderspielplatz ausklingen. Aber davon müssen sie selbst berichten.

Im Fahrerlager war es auch super. Mir wird diese dauerhafte Festivalstimmung sehr fehlen. Zwischen viel Bier und einigen schwierigen Situationen in die Äxte und Motorhauben involviert waren, habe ich den Petrolheads noch unseren Wagenheber geliehen. Die Jungs haben bereits zwei Wagenheber zerstört und die innere Blechabdeckung der Hinterradbremse schliff am Rad. Die Gegenleistung wurde, wie so oft, in der universellen Rallyewährung – Bier – erbracht.

Irgendwann gegen zwei bis halb drei bin ich dann in unser Bett geklettert. Josh war noch unterwegs. Am nächsten Tag sollte es dann im Konvoi zur Canyon-Durchfahrt gehen.

Viele Grüße
Carlos


Tag 17: Kappadokien und nasses Salz

Tag 17 startete im Hotel. Für Josh und mich leider erst als Sandra uns weckte und mitteilte, dass es nur noch 20 Minuten Frühstück geben würde. Bei der Wahl zwischen essen und einem echten Badezimmer blieb das Essen auf der Strecke. Also nochmal geduscht, die Autos gepackt und ab auf die Strecke.

Bei Tageslicht zeigte sich, dass wir bereits im für seine Gesteinsformationen und Felsenwohnungen bekannten Kappadokien waren. Unsere erste Etappe ging daher nur ca. 2 oder 3 km bis zum Parkplatz des Nationalparks Göreme. Die Landschaft war fantastisch. Ich sage das ja öfter aber gemeinsam mit Rouven vom Team Schwabenstahl VolvoPower bin ich eine der Schluchten vorbei an Weinbergchen, Teepflanzen und Obstbäumen hinunter gelaufen bis wir zum “Red Valley” – Café kamen. Der Besitzer und wir haben uns mit Händen und Füßen unterhalten und er hat uns aus seinem Fundus von Religionsbüchern das deutsche Buch “Mein Prophet” geschenkt. Die Landschaft schaut ihr euch einfach auf meinen dilettantischen Bildern an. Ich habe leider einige Bilder mit den falschen Einstellungen gemacht und sie nicht kontrolliert.

Nach einem Çay bei “Crazy Ali” sind wir dann direkt zum Mittagessen nach Göreme gefahren und haben uns mit kappadokischen Spezialitäten aus Tongefäßen, die direkt am Tisch umgeschlagen werden, verwöhnen lassen.

Von dort haben wir uns auf die Suche nach einem See zum Baden begeben. Über sehr klein eingezeichnete aber tatsächlich unglaublich breite Landstraßen ohne Verkehr sind wir durch hügelige Graßlandschaften gefahren die, noch bevor wir den See erreicht hatten, im Licht der untergehenden Sonne erglühten.

Außerdem konnten wir per Zufall eine Aufgabe aus dem Roadbook erledigen. Wir sollten in einem Ort erfragen wer der älteste Bewohner und wie alt dieser ist. Im Idealfall sollten wir ein Foto mit ihm machen. In welchem Ort man die Informationen erfragen sollte ergab sich aus der Teamnummer. Ungerade Teamnummern (wie wir) sollten im 11ten Ort, gerade (wie die “Volvos”) im 8ten nachfragen. Im achten und neunten Ort hatten wir niemanden zum fragen gefunden. Auf dem Weg zum Zehnten platzte den Volvos ein Reifen – formvollendet, sogar der kolbsche Reifen wurde überboten. Während wir die Reifen wechselten, kam ein Schäfer dazu der französisch könnte. Auf unsere Fragen hin schickte er seinen Begleiter los, der aus beiden Orten die ältesten Herren abholte. Beide konnten ihr Alter nur mit älter als 60 angeben. Dass noch ein weiterer Herr dazu gerufen wurde, half leider auch nicht, weil dessen Schwedischkenntnisse bei uns nicht auf einen fähigen Zuhörer trafen. Dennoch wurde mit Hilfe von Händen, Füßen und einzelnen Brocken Schulfranzösisch das Roadbook ausgefüllt und ein Foto auf offener Straße geschossen.

Da es ohne Sonne zu kühl zum Baden war, führen wir weiter ins Fahrerlager an den Salzsee. Aufmerksame Leser werden wissen, dass ich mich riesig auf den Salzsee gefreut habe, weil ich hoffte unseren V8 mal an seine Grenzen bringen zu können. Vor Ort im Fahrerlager stellte sich aber heraus, dass der See nicht befahrbar war. Selbst zu Fuß bin ich bis zum Knöchel eingesunken und heute habe ich erfahren, dass ein Team, das dass befahren riskiert hat, nur noch mit mehreren Seilen und einem Bagger geborgen werden konnte. Darüber könnte nur der großartige Empfang hinweg trösten, den uns die Unicamels bereiteten.

Dann habe ich mich bis Mitternacht mit der Fertigstellung des Roadbooks beschäftigt. Blöder Mist… Das hätten wir schon vorher anfangen sollen. Als endlich alle fehlenden Fotos der Fahrerlager und Grenzübergänge eingeklebt waren, war es nach Mitternacht. Auf den Frust gab es noch ein paar Bier und dann ging es ins Bett, denn am kommenden Morgen sollte noch ein “Rennen” stattfinden. Angesetzt war das ganze auf 8:00 Uhr. In Kenntnis der üblichen Zeitabläufe haben wir daher den Wecker auf 8:30 Uhr gestellt und sind eingeschlafen.

Viele Grüße
Carlos

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Tag 16: die ersten Touristen im Wohnzimmer

Am Sonntag, dem 16ten Tag unseres Abenteuers erwachten wir, wie zwischenzeitlich gewohnt, nach einer sehr kurzen Nacht. Direkt nach dem aufstehen erklärten die Unicamels in 15 Minuten losfahren zu wollen. Für uns schlichtweg unmöglich. Zum einen weil wir morgens länger brauchen und zum anderen weil schon der tägliche Umbau und das Umräumen der Autos länger brauchen. Zu sechst in zwei Autos zu fahren erfordert einiges an Kompromissbereitschaft und Organisation.

So sind wir ca. 45 Minuten später alleine gestartet, haben aber nach kurzem das Team Schwabenstahl Volvopower an der Tankstelle getroffen und von dort ins sind wir wieder einmal gemeinsam gefahren.

Die Strecke war lang und vernünftige Verbindungen über Landstraßen gab es nicht. Das lag vor allem daran, dass wir etwa auf halber Strecke nach Kapadokien in Burhans (Ein Mitglied des OK) Geburtsort anhalten und dort die mitgenommenen Schulranzen abgeben sollten. Also entschlossen wir uns schweren Herzens einen ruhigen Tag einzulegen und die Schnellstraßen zu nehmen.

Die ganze Strecke war relativ ruhig und bis auf die schönen Landschaften ereignislos.

Burhans Geburtsort ist ein kleiner, einfacher Ort in der Nähe der Stadt Hafik. Die dortige Grundschule hat zwei Lehrer und 22 Kinder. Empfangen wurden wir von Frauen in schönster Tracht. Burhans Frau, die die Rallye selber mitfährt, führte uns durch die Schule, erklärte und übersetzte. Zum ersten Mal überhaupt kamen dieses Jahr Fremde in das Dorf. Die Einwohner werden ein interessantes Bild von den Deutschen gewonnen haben.

Wir waren das letzte Team vor Ort und so waren nicht viele Kinder da. Diejenigen die da waren, waren aber die wohlerzogensten der bisherigen Tour. Keiner riss uns Gummibärchen aus der Hand und alle grüßten uns im Englisch oder Deutsch.

Im Anschluss daran sind wir noch durch das Dorf gelaufen und haben noch vorhandene Spenden und Gummibärchen an Kinder verteilt. Sofort würden wir in eines der Häuser zum Çay gebeten. Eine solche Einladung schlagen wir nie aus. Und so saßen wir alle – die Teams Fehlzündung und Schwabenstahl – in der Einraumwohnung der Familie und bekamen Tee. Die Wohnung bestand aus einem Raum in der Größe einer Doppelgarage. Im vorderen Bereich war die Küche – bestehend aus einem Regal für Geschirr, Gaskocher, Feuerstelle und natürlich Teekannen – an der Rückwand stapelten sich die Vorräte. Dazwischen standen entlang der Wände lange Bänke die, wenn nicht 12 verrückte Deutsche einfallen, wahrscheinlich auch als Bett genutzt werden. In diesen einfachen Verhältnissen lebt die ganze Familie. Beim Tee blieb es nicht. Die Familie versorgte uns mit Brot, Tomaten, Gurken und Schafskäse. Dazu gab es unendlich viel Çay.

In diesen Situation bereuen wir jedes Mal, das sich im Vorfeld niemand von uns mit der türkischen Sprache begast hat. Es wäre so schön sich mit all den unglaublich freundlichen Menschen verständigen zu können.

Nach ca. einer Dreiviertelstunde haben wir unsere Autos geholt und sie zum unterschreiben vor die Tür gestellt. Außerdem haben wir verschenkt was wir noch dabei hatten und ein Gruppenfotos der ganzen Familie und uns gemacht. Während die Mädels mit den Kindern Ball spielten, hat Rouven von den Volvos die Bilder direkt auf dem Fotodrucker ausgedruckt. Die Freude war riesig und man bat sofort um weitere Abzüge. Später hat uns Burhan erzählt, dass die Bilder am Nachmittag stolz im ganzen Dorf herumgereicht wurden. Diese Idee werden wir aufnehmen und weiter verfolgen – unser Drucker liegt seit Tag eins im Kofferraum.

Danach sind wir wieder auf die Schnellstraße gefahren und haben uns die Zeit mit einer Wasserschlacht von Auto zu Auto vertrieben. Es ist gar nicht so einfach bei 120 mit einer angebohrten Wasserflasche von einem Auto ins andere zu spritzen.

Unterwegs haben wir über Facebook & WhatsApp erfahren, dass das Fahrerlager auf einem Migros-Parkplatz liegt aber gegenüber ein Hotel das Doppelzimmer für ca 25 € die Nacht anbietet. Und so haben wir das erste mal freiwillig ein Hotel gebucht. Natürlich liesen wir den Abend noch feuchtfröhlich ausklingen. Fragt mich nicht wann er ins Bett sind, um 4 habe ich das letzte Mal auf die Uhr geblickt.

Viele Grüße
Carlos


Tag 15: endlich wieder mit dabei

Der gestrige Etappentag begann müde. Die Nacht war kurz und der Morgen durch einen Haufen Schüler, die den Rummelplatz auf dem wir die Nacht verbracht haben bevölkerten, Sehr laut. An den rund 200 dazwischen stehenden Autos störte sich niemand.

Wir wollten endlich mal wieder einen Tag mit den Unicamels fahren und so starteten wir gemeinsam den Berg hinauf zum über uns gelegenen Palast. Das Roadbook gab uns auf, dass wir im Harem ein Foto machen sollten. Wir haben uns den ganzen Palast, der mit Inventar sicherlich noch imposanter gewesen wäre, angesehen und uns dann bei den vor dem Palast stationierten Militärs Stempel für das ganze Roadbook geben lassen. Nur für den Fall, dass wir nochmal einen Tag ausfallen.

Dann ging es die Straße vom Palast am Fahrerlager vorbei hinunter. Diese Straße allein war ein Abenteuer. Das Pflaster hat definitiv schon bessere und sehr sehr viel ebenere Zeiten gesehen.

Auch der Toilettenbesuch an der Tankstelle war ein Erlebnis. Das war die erste Toilette in der ich war, die Sichtfenster in den Kabinentüren hat.

Wir hatten vereinbart zunächst Strecke zu machen und das erste Teilstück auf der Schnellstraße zu fahren um dann Erzurum anzusehen und, wenn es die Zeit erlaubt, in Richtung Süden auf die Landstraßen abzubiegen und so die letzte Etappe hinter uns zu bringen. Die Landschaft war mal wieder wunderschön. Zackige Felsformationen und die vierspurig in den Fels geschnittene Straße wechselten sich mit Graslandschaften im Stile der Windows-Hintergrundbilder ab.

Einzig die abwechselnd auftauchenden Checkpoints der türkischen Armee und der kurdischen Milizen verursachten eine etwas eigenartige Atmosphäre. Wenn eine vierspurige Straße einspurig wird und man 50 m direkt auf das, auf einen selbst gerichtete Geschütz eines Radpanzers zufahren muss oder am Straßenrand Halbwüchsige mit Schutzwesten und Kalaschnikows stehen, wird einem auch dann komisch, wenn alle Beteiligten einen fröhlich winkend passieren lassen.

In Erzurum haben wir uns dann in der Stadt ein Restaurant empfehlen lassen und dort gemeinsam Kebab gegessen. Schön vom Spieß mit Tomaten, Gurke, Zwiebeln und Brot. Auch das war wieder einmal fantastisch. Kati und Sandra dürften auch selbst vom Kebab-Spieß schneiden und somit ist wieder eine unserer Aufgaben erfüllt.

Von Erzurzm wandten wir uns südwärts auf die Landstraßen und wieder zog uns die Landschaft in Ihren Bann. Mehrfarbige Berghänge und ein wunderschönes Tal in das wir dann auch abbogen. Dass uns ein Haufen Teams entgegen kamen, lies uns kalt. Schließlich war das doch auch die Route für all diejenigen, die nur den ersten Abschnitt der Etappe auf Landstraßen fahren wollten und zudem kam uns auch das Team Schwabenstahl Volvopower entgegen – die hätten uns ja sicherlich gewarnt wenn auf der Strecke irgendetwas wäre.

Und so fuhren wir die winzige Straße durch das Tal entlang, verschenkten unterwegs Gunmibärchen von Korbmayer und Spielzeugautos aus unseren Promoaktionen. Es bleibt nicht aus, dass sich die Kolonne auf solchen Strecken etwas auseinander zieht und man sich immer mal wieder trifft. Bei einem dieser Stops stellten wir Fehlzünder fest, dass sich unserer Tankfüllungen rapide der Reserve näherten. Allerdings war in 20 km Entfernung ein größerer Ort ausgeschildert und üblicherweise mangelt es der Türkei nicht an Tankstellen. Also ging es weiter nach Yedisu was übersetzt “sieben Quellen” heißt, da im Ortskreis sieben Quellen entspringen.

Dort kamen wir auf dem Marktplatz an auf dem sich auch zwei Zapfsäulen befanden. Die Einwohner riefen sogleich den Tankwart herbei, der mit Hilfe eines Sozialarbeiters der Englisch sprach erklärte, dass es kein Benzin sondern nur Diesel geben würde und dass das nächste Benzin im 100 km entfernten Erzurum zu bekommen sei. Als wir uns entsetzt ansahen, da die E-Klassen der Fehlzünder diese Strecke auf keinen Fall mehr schaffen würden, kam Bewegung in die Dorfbewohner die sich in immer größeren Scharen auf dem Dorfplatz versammelten. Viele zückten Handys und es wurde, ohne dass wir darum gebeten hatten, Freunde, Verwandte und sogar der Bürgermeister und das nahegelegene Militärlager angerufen ob uns jemand Benzin hätte oder bringen könnte, denn die von uns geplante Route war wegen eines havarierten LKWs gesperrt. Die Zwischenzeit haben wir alle ausgenutzt um Gummibärchen, Spielzeugautos und sonstige Geschenke an die Kinder zu verteilen. Kurz darauf wurde uns gesagt, dass ein “Ferdi” unterwegs sei und uns 100l Benzin bringen würde.

Zur Überbrückung der Zeit wurde Çay getrunken, Fussball gespielt, viel fotografiert und über Fußball gesprochen. Man lud uns auch gleich für den Winter zur Bärenjagd ein. Getreu dem hier üblichen Motto “Ihr habt die Uhr aber wir haben die Zeit”, dauerte das Ganze ewig. Als es dunkel wurde traf irgendwann das Militär vom hangaufwärts gelegenen Stützpunkt ein und sicherte den Dorfplatz mit Hütchen, Radpanzer und einigen Soldaten ab. Dann traf Ferdi mit fünf 20l – Kanistern Benzin ein, die mit dem obligatorischen aus einer Cola-Flasche geschnittenen Trichter umgefüllt wurden. Danach zeigte man uns eine andere Route und legte uns nahe die nächsten Kilometer ohne anzuhalten durchzufahren.

Genau das haben wir dann auch getan. Die 50 km Schotterpisten haben wir am Stück hinter uns gebracht und sind direkt weiter mach Erzurum gefahren. Dort haben wir die Autos wieder voll getankt, denn der recht teuer erworbene Sprit verflüchtigte sich erstaunlich schnell. Bei einem Verbrauch von 30l auf 50 km liegt der Verdacht, dass ein wenig Wasser seinen Weg in das gelieferte Benzin gefunden hat, nicht ganz fern.

Ohne weitere Zwischenfälle sind wir dann über die Schnellstraßenroute zum Fahrerlager in Erzincan gefahren und ca. um 3:30 Uhr angekommen. Nach dem obligatorischen Feierabendbier fielen wir in unsere Betten.

Eines sei noch vorweggenommen: Am nächsten Morgen erzählten uns die “Volvos” vom Team Schwabenstahl, dass sie ebenfalls bis zu diesem LKW gefahren waren. Als sie uns gesehen haben, haben sie sich gedacht “die wissen schon was sie tun”. Danke – denn bei einer Warnung wäre uns ein weiteres spannendes Erlebnis und eine Menge Gespräche mit Einheimischen entgangen.

Viele Grüße
Carlos


Tag 14: zurück in Turkey und Aufholjagd

Die Schadensabwicklung mit dem Unfallgegner und die Auslösung von Peter und Schnegge ist uns heute dank Anzo endlich geglückt.
Unserem georgischen Engel müssen wir echt ein Denkmal bauen, ich hoffe er kommt bald mal bei uns in Deutschland vorbei, damit wir uns zumindest ein wenig bei Ihm revanchieren können. Und als ob die tagelange Hilfe nicht schon genug ist, hat er uns vor Abfahrt noch mit vielen Tüten Obst versorgt, uns bis zur türkischen Grenze geleitet und uns dort noch eine freie Fahrspur über die fünf Kontrollhäuschen organisiert. Der Grenzübertritt lief problemlos. Jetzt heißt es zwei Tagesetappen durlch die reizvollen aber sehr kurvigen türkischen Berge aufzuholen und zu den restlichen Teams aufzuschließen. Wir freuen uns schon irgendwann diese Nacht unsere Buddy-Teams wieder zu sehen. Feuer frei…


*Update*:

Die Strecke durch die hohen türkischen Berge war sehr reizvoll, aber auch sehr kurvenreich. Auf dem Weg hatten wir dann unseren vierten Platten auf 2460m Höhe, diesmal war Prinzessin an der Reihe, die bisher noch weitgehend verschont blieb. Der Reihenwechsel erfolgte innerhalb von Minuten in einer wunderschönen, wenn auch dunklen Schneekulisse.
Und da heute Freitag der 13te ist hat unsere Perle noch eine Frontalkontakt mit einem Strassenköter gehabt. Verluste: Nebelscheinwerfer, linker Hauptscheinwerfer und der arme Hund selber. R.I.P.

Unsere miefenden Bleifüße haben sich aber bezahlt gemacht. Nachts trafen wir dann erschöpft im Fahrerlager unter dem Ishal Palast ein. Ich weiss nicht mehr wann wir ankamen, aber wir haben gefeiert bis Sonnenaufgang, das könnt ihr mir glauben.


Tag 13: Team Batami

Berichterstattung des Teilteams Kati&Peter und Sandra&Chris:

Unser Tag sollte mit einem Treffen um 10 uhr mit Anzo an unserem Hotel in Batumi starten. Nach geschlagenen 2 Stunden , wir hatten schon fast alle Hoffnung verloren, kam Anzo tatsächlich!
Zusammen sind wir dann los, Peter und Chris im Auto von Anzo, Kati und ich haben es gewagt mit Prinzessin die Fahrt auf uns zu nehmen , auf den nahegelegenen Aufbewahrungsplatz für beschlagnahmte Autos zu fahren. Dort trafen wir auf den Unfallgegner und hatten endlich die Möglichkeit in ruhe unsere schnegge zu räumen.
Bei dieser Gelegenheit haben wir auch gleich unsere Rosen an die dortigen schrottplatzopis übergeben. Immerhin haben wir so unsre Aufgabe, die Rosen nach Georgien zu bringen , erfolgreich abgeschlossen.

Da wir schon unsere schnegge aufgeben müssen, haben wir zumindest ihr Markenzeichen, den Pinken Mercedesstern, mitgenommen.
Nach vielen Diskussion mit dem Unfallgegner und den beteiligten Mechaniker konnten wir uns auf die notwendigen Ersatzteile und Reparaturen einigen.

Peter und kati haben sich zusammen mit anzo auf den weg gemacht diese zu besorgen.
Chris und ich haben sich in der zeit mit misha (oder so ähnlich) getroffen. Den Kontakt haben wir von unseren Jungs bekommen, die sich zur gleichen Zeit in tiflis bei unserem spendenprojekt befanden.
Dieser hat uns seine Unterstützung zugesichert und uns rechtliche Grundlage erörtert.
Immerhin wissen wir nun, dass Peter in 10 Tagen ausreisen darf. Dennoch wollen wir doch lieber eine schnellere Lösung. Diese schaut nun so aus, dass wir die kosten für sämtliche Ersatzteile rausfinden müssen und dann in Verhandlungen mit dem Unfallgegner treten werden.

Nach getaner Arbeit und als dank für diese unglaubliche Unterstützung wollten wir anzo zum essen einladen. Dieser weigerte sich aber und hat sich nicht davon abringen lassen, uns eingeladen.

Frisch gestärkt sind wir dann zurück zum Hotel und haben nach 3 Stunden eine vollständige Liste inkl. Georgischer Preisangaben überreicht bekommen. Jetzt wissen wir zumindest mal, was uns dieser Spaß hier kostet und können morgen mit dem Unfallgegner in Verhandlung treten.

Das Highlight des abends , die fehlzünder sind wieder vollständig und warten ab, was der nächste Tag bringt!

Viele Grüße,
Sandra

Tag 13: Team Tiflis

Tag 13 aus der Sicht von Perle, Josh & Carlos – Einmal Tiflis und zurück

So wie versprochen kommt heute auch noch der Bericht von Josh und mir.

Wie schon beschrieben sind wir gestern Abend/Nacht noch nach Tiflis gefahren um uns mit Nana vom Waldorfkindergarten in Tiflis (Tbilisi) zu treffen. Morgens haben wir aus dem Fahrerlager noch Nadir vom OK angerufen und um den Fahrzeugbrief von Schnegge gebeten. Danach sind wir zum Eingang des Fahrerlagers im Fußballstadion von Tiflis gefahren und haben uns dort mit Nana vom Waldorfkindergarten getroffen. Sie hatte noch Salome mit dabei, die im Herbst diesen Jahres in “meinem” Waldorfkindergarten in Stuttgart ein Praktikum absolvieren wird.

Nachdem das OK am Fahrerlager eingetroffen ist und Ralf uns den Brief übergeben hat, sind wir mit Nana und Salome zum Kindergarten gefahren. Dort haben sie uns die ganze Einrichtung gezeigt. Auch die danebenliegende Waldorfschule durften wir besichtigen und haben unsere mitgebrachten Spenden, darunter auch die Zahnbürsten und die Rose der Unicamels und die Kuscheltiere von PersiGo, übergeben.

Die ganze Schule war toll. Schaut euch einfach auf den Bildern an, wie liebevoll die ganze Anlage aufgebaut, eingerichtet und geführt ist.

Als Salome gehen musste, kam noch Maiko – Nanas Schwester, die Geschäftsführerin des Kindergartens – dazu und gemeinsam haben uns die beiden das neu erworbene Grundstück am Rande von Tiflis gezeigt auf dem ein weiterer Kindergarten entstehen soll. Auch das nahegelegene Gartengrundstück von Maiko nebst Garten- bzw. Ferienhaus durften wir besichtigen und zum traditionell georgischen Essen würden wir auch eingeladen. Es gab Obst, gebratenen Fisch und eine Art Maultaschen mit einer Füllung aus Rindfleisch und Brühe die wir mit den Fingern essen sollten. Josh und ich haben uns dabei nicht unbedingt elegant oder geschickt angestellt. Zu allem gab es georgisches Brot das mit Käse gefüllt war – ein Gedicht!

Danach ging es auf Stadtrundfahrt inkl. Unfall. Die Statistik steht bei einem pro Tag. Das würden wir morgen gerne durchbrechen.

Tiflis ist eine gigantische Stadt. Dort leben 1,5 Millionen der insgesamt 3,5 Millionen Einwohner Georgiens. Die Stadt ist durchzogen von Baumonumenten die die verschiedenen Präsidenten, insbesondere der aktuelle, errichtet haben. Dazwischen fährt man durch uralte, teilweise halb eingefallene Gebäude. Erdbeben sind in Tiflis wohl ein ernsthaftes Problem. Danach haben wir uns, es war schon Nachmittag, schweren Herzens von den beiden getrennt und versprochen wieder nach Tiflis zu kommen. Achso, der Chorleiter der Schule würde gerne für ein Konzert nach Deutschland kommen. Hat da jemand Ideen?

Voller Vorfreude auf schlaglochdurchzogene Straßen haben wir uns dann wieder auf den Weg nach Batumi gemacht. Wir mussten wieder einigen Kühen ausweichen, haben den V8 für 30 € vollgetankt und sind über die schlimmste Straße – laut Schild die “Straße der Freundschaft” gefahren.

Gegen halb 10 sind wir wieder im Hotel Istanbul in Batumi eingetroffen wo wir seither die Biervorräte des gegenüberliegenden Kioskes vernichten und Neuigkeiten austauschen.

Soviel sei vorausgeschickt. Wir haben Schnegge noch nicht frei. Peter darf noch immer nicht ausreisen aber wir haben eine Teileliste. Nana hat uns einen Kontakt zu einem Regierungsbeamten vermittelt der morgen hoffentlich den Unfallgegner zur Raison bringen wird. Schnegge wird leider im Georgien bleiben. Eine Reparatur ist möglich aber wir haben die Zeit nicht.

Den ganzen Rest müssen die anderen noch “zu Papier” bringen. Morgen Abend werden wir hoffentlich aus der Türkei berichten.

Viele Grüße Carlos

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Tag 11 & 12: Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

Der elfte Tag der Rallye startete wunderschön am Meer. Nach einem ausführlichen Frühstück haben wir uns auf den Weg gemacht. Geplant war eine Route durch die Berge über ein an der Felswand gebautes Kloster und dann über einen Pass um im Hinterland weiterhin Landstraßen zu nehmen und die Schnellstraße zu meiden.

Der erste Teil der Route war großartig. Vorbei an Hängebrücken und Wasserfällen durch wunderschöne Landschaften und wolkenverhangene Berggipfel.

Auch das Kloster war, wenn auch geschlossen, unglaublich beeindruckend. Von dort aus wollten wir dann auf unsere Passstraßen. Bis wir die Schotterpisten als Straße erkannt hatten sind wir das Tal vier mal hoch und runter gefahren. Dann ging es “aufi”. Leider nicht lange, denn nachdem wir mir Ach und Krach einen Flusslauf durchquert hatten erklärte uns ein entgegenkommender einheimischer dass unsere E-Klassen ungefähr 30 cm zu tief liegen würden und das er trotz deutlich höherer Bodenfreiheit umgedreht hätte. Also wieder zurück durch das Wasser. Die Videos kommen noch.

Wir sind dann durch das ganze Tal zurück auf die Schnellstraße gefahren und haben die restlichen Kilometer zur georgischen Grenze abgerissen.

Dort wurden wir gegen 10 Uhr in die wartende Autoschlange gestellt und haben uns ganz langsam vorgetastet. Leider kann der Fahrer dabei das Auto nicht verlassen, denn sobald es eine Lücke gibt, drängelt sich ein Anderer hinein. Das ist auch uns passiert. Aber “don’t mess with the Germans”. Wir haben den Pickup eingekeilt und sind an ihm vorbei gefahren. Das fand ein Türke so witzig, dass er gleich noch andere Teams aus der Warteschlange geholt und mit in die von uns geschaffene Lücke gewunken hat.

Nach langem warten ging es dann durch die Grenze, vorbei an fünf Grenzposten der Türkei in die georgianische Spielerstadt Batumi und dort ins hässlichste Fahrerlager der bisherigen Route. Ein matschiger Parkplatz an der Hauptstraße. Wir haben uns den Platz dann aber schön getrunken und gegen 5 bin ich ins Bett gekrochen.

Am nächsten morgen war es der Plan Versicherungen zu besorgen. Also ohne Frühstück aufgesessen und auf die Straße. Bis zur Versicherung wären es 5 Kreuzungen gewesen. Leider hat Peter mit Schnegge schon die erste nicht überstanden. In Georgien sind Kreisverkehre normale Kreuzungen bei denen man heraus finden muss welche Straße sie Hauptstraße ist. Die hat Vorfahrt. Das wusste Peter nicht und hat sich zu weit vorgewagt. Dabei hat es sofort geknallt. Das Ergebnis kennt ihr schon.

Leider war das OK nicht wirklich hilfreich. Unser Anruf wurde nur mit einem “da können wir nicht helfen, ruft die Polizei” kommentiert. Zum Glück erschien Anzo, ein georgischer LKW-Fahrer, der deutsch und georgisch sprach und uns über den Tag begleitete.

Und so teilten wir uns auf. Die Basis wurde zunächst der örtliche McDonald’s, da es dort freies WLAN gab. Sandra & Josh organisierten die Versicherungen für die verbliebenen Fahrzeuge, Kati & Chris hielten die Stellung und Peter & ich gingen mit Anzo los um den Unfall abzuwickeln. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht: zunächst war der Eigentümer des Fahrzeuges nicht aufzutreiben, dann fuhren wir mit Anzo zu einem Lebensmittelgeschäft. Im ersten Stock, hinter getöntem Glas stand ein langer Tisch, an dem bereits 5 oder 6 grimmige Georgier saßen und uns die Bedingungen diktierten unter denen sie und die Bescheinigung unterzeichnen würden mit der wir unser Auto wieder bekommen würden: wir sollten einen “Meister” finden der den Schaden schätzt und uns eine Liste der Teile gibt. Deren Preise sollten wir ermitteln und den Betrag zahlen.

Dank Anzo fanden wir einen Meister der eine Teileliste in georgischer Schrift verfasste und verkündete, das die Reparatur zusätzlich zu den Teilen 300 Lari und die Lackierung 150 $ kosten würde. Mit der Teileliste ging es dann zum Fordhändler. Der erklärte, dass die Teile bestellt werden müssten und in Georgien rund 1.500,00 € kosten würden. Wir sollten in die Türkei fahren und sie da besorgen. Eine lesbare Teileliste bekamen wir nicht. Lediglich die Zusage dass bis zum nächsten Tag die georgischen Preise abgeklärt sein würden. So setzte uns Anzo wieder am McDonalds ab.

Wir besprachen die Lage und da wir unsere Spenden eigentlich schon am selben Tag in Tiflis übergeben haben sollten, es aber zwischenzeitlich 18:00 Uhr und Tiflis 6 Stunden entfernt war, teilten wir uns auf.

Josh und ich fuhren mit unserer Perle und allen Spenden die nicht bei der Polizei geblieben waren nach Tiflis. Der Rest nahm sich ein Hotelzimmer um an Donnerstag weiterhin an der Regulierung zu arbeiten.

Nach einer kurzen Dusche in Hotel machten sich Josh und ich auf den Weg. Wir haben tatsächlich 6 Stunden gebraucht obwohl wir wirklich über die Schlaglochpisten geflogen sind. Gegen ein Uhr erreichten wir das Fahrerlager am Fussballstadion in Tiflis und erzählten ungefähr 100 Mal wie es uns ergangen war. Zwischendrin klärten wir mit Nana vom Kindergarten ab, dass sie uns am nächsten Morgen um 9:00 Uhr am Stadion abholen würde.

Eine Sache muss erwähnt werden. Nämlich die Hilfsbereitschaft aller anderen Teams! Sofort wurden uns mehr Spenden von angeboten als wir je hätten in unser Auto stopfen können. Wir wurden mit Telefonnummern und Kontakten bis hin zur Botschaft versorgt. Vielen vielen Dank dafür! Ganz besonders den Unicamels, PersiGo und Sugar Racing!

Wenn ich es schaffe werde ich heute noch den Bericht von Josh und mir vom heutigen Donnerstag in Tiflis verfassen und hochladen. Drückt ins bitte weiterhin die Daumen. Noch sind wir nicht aus Georgien hinaus!

Viele Grüße
Carlos

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Tag 11: Batumi, Georgien

Verzeiht die lange Funkstille, wir haben es aufgrund technischer Probleme und mangelnder Zeit nur geschafft regelmäßige Facebook-Einträge zu verfassen, bitte schaut Euch dort mal unser geilen Fotos der letzten Tage an.

Wir sind mittlerweile in Georgien angekommen. Unser Zick-Zack-Kurs durch die Türkei war die Wucht, unsere Offroad Streckenwahl mussten wir mit unseren bepackten Mercedes erst vor einem 2800m Gebirgespass etwas zügeln.

Heute der erste Unfall bei der Einreise nach Georgien. Zum Glück nur Blechschaden, aber dummerweise noch vor dem Versicherungsbüro, wo wir die georgische Autobversicherung abschließen wollten. Schnegge befindet sich nun samt GPS-Tracker und Gepäck in Polizeigewahrsam. Verhandlungen mit dem Unfallgegner verlaufen aber Dank unheimlich toller Hilfe von vielen Einheimischen gut

Bis bald


Tag 10: Wasser! Salzig und süß!

Am zehnten Tag starteten wir von unserer Lagerstelle in Merzifon. Noch während des Zähneputzens knatterte der Ford “Henry” von den Unicamels herbei und verkündete, dass sie abends noch von der Polizei zu einem anderen Areal gebracht worden seien in dem auch andere Teams gelandet waren. Die drei Autos der Unicamels waren bereits startklar als unser erstes Fahrzeug an der Tankstelle, die als Treffpunkt diente, eintraf. Zudem wollten die Unicamels auf schnellstem Weg ans Meer fahren, während wir uns auch weiterhin so fern wie möglich von den mehrspurigen Straßen halten wollten. So haben wir vereinbart diesen einen Tag getrennt zu fahren.

Die Unicamels sind dann gleich gestartet, während wir und das Team Schwabenstahl Volvopower erst einmal die Autos betanken und und mit Kuchen und Cola als Frühstück eindeckten.

Dann fuhren wir nach Havla. Von dort wollten wir gehn Norden um auf kleinen Bergstraßen ans Meer zu gelangen.

Zunächst war aber ein Stop in Havla eingeplant um Geld zu wechseln und unsere Vorräte aufzufüllen. Es ist in türkischen Städten genauso unmöglich spontan Parkplätze für 6 Autos zu finden wie in Deutschland. Allerdings genießen wir, wegen unserer bunten Fahrzeuge, eine gewisse Narrenfreiheit und so haben wir einfach auf einer etwas breiteren Kreuzung ein paar Einfahrten zugeparkt und die anderen Autos mit Warnblinker in zweiter und dritter Reihe anbgestellt. Josh ging Geldwechseln einige andere zum einkaufen. Der Rest von uns blieb bei den Autos um in Notfall wegfahren zu können. Wie so oft sammelten sich die Menschen vor ihren Läden, beobachteten uns und nach einigen Minuten wurde uns Tee angeboten. Ein solches Angebot schlagen wir nie aus – ist es doch eine tolle Möglichkeit die Menschen kennen zu lernen. Außerdem ist alleine der türkische Tee eine Reise in die Türkei wert.

So saßen wir dann in einem naheliegender Café und tranken Tee während der Wirt und seine Nachbarn dafür sorgten dass unsere Autos bleiben konnten wo sie waren und jemanden organisierten der uns in perfektem Deutsch den weiteren Weg erklärte. Er hat nicht ganz verstanden, weshalb wir nicht die gute Straße sondern lieber die Schlamm- und Schotterpisten über die Berge nehmen wollten.

Nachdem wir den Tee getrunken und bezahlt hatten und einige von uns noch in den Genuss einer typisch türkischen Eis-Show gekommen waren – dabei nimmt einen der Eisverkäufer immer wieder das Eis mit seinen ca. 1,5 m langen Eisspatel weg – sind wir der Wegbeschreibung und unserem Orientierungssinn nachgefahren. Als die Straße wirklich nur noch ein Schlammweg war, haben wir nochmal nachgefragt und wurden in die gleiche Richtung verwiesen. Also sind wir weitergefahren bis wir vor dem Tor einer militärischen Anlage standen. Dreistigkeit siegt und so sind wir einfach auf das elende gefahren und haben versucht jemanden zu finden, der uns erklären kann wie es weitergeht. Tatsächlich kamen aus einem der Gebäude auch zwei Männer in Zivil die nochmal den Weg erklärten – zunächst zurück nach Havla – und zwar von den vielen Fotos irritiert waren aber nichts dagegen unternahmen.

Um es kurz zumachen: Wir mussten noch viele Menschen fragen bis wir auf der richtigen Route waren. Es sollte sich aber lohnen.

Die Landstraße wurde zunächst immer schlechter und schraubte sich dann durch kleine Ortschaften auf den Berg hinauf. Ganz oben haben wir dann eine Vesperpause mit traumhaftem Ausblick gemacht und unsere gerade gekauften Vorräte wieder verspeist.

Weiter ging es dann bei bestem Wetter – strahlender Sonnenschein und über 20 Grad – ins Tal wo wir auf einen Gebirgsbach stießen der schnell größer und damit auch ruhiger wurde. Von einer Brücke konnten wir einen Platz erspähen an dem wir mit den Autos and Wasser konnten. Diese Gelegenheit haben wir genutzt und sind ins eiskalte Wasser des Gebirgsflusses gesprungen.

Nach einer weiteren Pause sind wir dann weiter durch die traumhafte Landschaft gefahren. Aus dem Fluss wurde ein Staudamm und die Landschaft wandelte sich immer mehr in den Industriebereich der an der Küste des schwarzen Meeres so typisch ist. Von Balgs nahmen wir die Schnellstraße an der Küste entlang. Erst kurz vor unserem Tagesziel gab es noch eine Landzunge auf die man hinaus fahren konnte, weil sie durch die Schnellstraße abgeschnitten wird. Und sofort ging es wieder in wunderschönen Serpentinen die Küste entlang. Wir haben uns auf diesem Abschnitt dann ein Restaurant in toller Lage zum Abendessen ausgesucht. Wir waren die Intrigen Gäste und es gab auch nur die Auswahl zwischen Salat, panierten und gegrillten Fischchen und Köfte. Das Essen war einfach aber gut und der Blick einfach großartig. So haben wir bis in die späten Abendstunden zusammengesessen und die Ankunft am Meer gefeiert.

Im Anschluss sind wir wieder auf die Schnellstraße gefahren und direkt zum Fahrerlager gedüst, das – oh Wunder – wegen Überfüllung geschlossen war. Das Lager lag aber direkt an der Küste und in der Verlängerung hatten schon einige Teams ihre Lager auf der Strandpromenade aufgeschlagen. Dort haben wir uns angeschlossen und unsere Autos so geparkt, dass wir direkt auf einen Steinkai hinaus konnten. Auf diesem haben wir dann unsere letzten Biervorräte (Nach Benzin unser größter Ausgabenpunkt mit über 2 € je Dose) getrunken.

Die letzten von uns sind dann erst um halb vier ins Bett gefallen.

Morgen geht das mit unserer Fahrt nach Georgien weiter.

Viele Grüße
Carlos

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Tag 9: Auf nach Norden

Am neunten Tag unserer aktuellen Zeitrechnung sind wir morgens aufgewacht und irgendetwas war anders. Etwas fehlte. Nach einigen Minuten im Schlafsack wurde mir klar, dass das morgendliche Getrommel des Regens fehlte! Und ein Blick aus der ungetönten Frontscheibe offerierte tatsächlich Sonnenschein. Also nichts wie raus und zum ersten Mal die mitgebrachten kurzen Hosen herausgekramt.

Beim frühstücken wurde uns gesagt, dass es eine Änderung im Roadbook geben würde und dass wir zu einer Werkstatt in Çorum fahren sollten. Das lies leider unsere Pläne nochmal durch den Naturpark zu fahren platzen, denn Çorum, Naturpark und die Zeit waren nicht unter einen Hut zu bringen. Ein kleiner Trost war aber, dass ab Çorum eine “Chinesenrallye” zu einer Offroadstrecke führen sollte. Eine Chinesenrallye ist eine Prüfung bei der zur Orientierung nur Bilder zur Verfügung stehen.

Wir sind relativ spät gestartet und haben nach dem obligatorischen Tank- und Toilettenstop zu neunt bzw. mit 18 Personen – Unicamels, Schwabenstahl Volvopower und Team Fehlzündung – die Fahrt angetreten. Natürlich sind wir nicht die gut ausgebaute Nationalstraße gefahren sondern haben uns eine Landstraßenroute ausgesucht, die zwar länger war aber landschaftlich mit Sicherheit schöner sein sollte.

Genauso war es auch. Ich verweise da einfach auf die Bilder.

Leider hat sich heraus gestellt, dass 9 Autos von gut 100 bis knapp 300 PS nur schwer unter einen Hut zu bringen sind und so haben wir den Kontakt zu den Volvos verloren. Zu sechst sind wir dann über die Landstraßen nach Çorum gedüst. Dort waren schon verschiedene Teams auf der Suche nach der bezeichneten Werkstatt. Denn die lag leider nicht auf unserer Einfahrtsroute sondern auf derjenigen die man genommen hätte, wenn man über die vierspurige Nationalstraße gefahren wäre.

An der Werkstatt angekommen, bekamen wir digital das Roadbook zur Chinesenrallye. Das erste Bild zeigte einen Startbogen der sich, so konnte man es aus den Folgebildern lesen, Ca. 30 km vor Çorum befinden sollte. Also sind wir in die Autos und haben die 30 km abgerissen. Doch da war – oh Wunder – kein Startbogen. Also wieder den Folgebildern nach bis wir wieder vor der Werkstatt standen. Den Bogen haben wir bis zum Schluss nicht gefunden, sind aber einfach danach in die Chinesenrallye eingestiegen.

Es sollten verschiedene markante Punkte angefahren und fotografiert und ein Kilo geröstete Kichererbsen besorgt werden. Haben wir natürlich alles erledigt. Am Ende führte uns die Bilderserie auf eine kleine Landstraße die schlussendlich in der “Offroadstrecke” endete. Durch Matsch und Steine haben wir uns relativ locker durchgearbeitet bis der rechte Hinterreifen von Schnegge plötzlich Fetzen von sich warf. Keiner weiß wie, aber Kati hat den Reifen völlig vernichtet! Also haben wir – wir haben ja langsam Übung – schnell einen Reifen gewechselt und sind weiter nach Merzifon zum Fahrerlager gefahren.

In der Stadt nahmen uns verschiedene Polizeistreifen in Empfang und winkten uns den Berg hinauf. Unterwegs sahen wir erstaunlich viele Rallyeautos am Straßenrand. Die entgegenkommenden Handkäs Heroes berichteten dann von unhaltbaren Zuständen. Das Fahrerlager sei ganz oben auf dem Berg. Es sei saukalt und alles krumm, campen sei unmöglich. Drei Minuten später berichteten die Petrolheads, die wirklich nicht aus Zucker sind, das gleiche. Einige Gespräche später stellte sich heraus, dass das eigentliche Fahrerlager wegen Überfüllung geschlossen worden war und die Ausweichfläche schlicht und einfach unbrauchbar war.

Wir haben uns entschlossen kurz anzuhalten um nicht alles über Funk auszudiskutieren und sofort kamen Leute angerannt, die uns in Hotels bugsieren wollten. Darauf hatten wir aber gar keine Lust. Wenn die Stadt nach mehreren Besuchen des Rallyetrosses immer noch “überrascht” von der Anzahl der Autos ist und das obwohl dieses Jahr 40 Teams abgesagt haben, dann sind sie selber schuld. Hätte man uns einfach gesagt, dass die Stadt soundsovielte Hotelübernachtungen braucht, hätten wir sicher anders reagiert aber bei so einem Quatsch machen wir nicht mit. Wir haben also solange mit der Polizei diskutiert bis die uns an einen anderen Ort eskortiert hatten. Der lag leider neben der Hauptstraße. Also haben wir dort noch kurz Nudeln mit Pesto gekocht und uns dann auf einen Feldweg verzogen. Blöderweise haben wir dabei die Unicamels verloren und so sind wir Fehlzünder mit dem Team Schwabenstahl Volvopower alleine ins Bett gegangen.

Morgen geht es dann weiter mit dem Bericht von heute. Und glaubt mir, so wenig Bilder ich für Tag 9 anbieten kann, so viele werden es für Tag 10 sein.

Viele Grüße vom schwarzen Meer
Carlos

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